Klebstoffe und Beschichtungen für nachhaltiges Verpackungsdesign
Lösungen für Recyclingfähigkeit, CO₂-Reduzierung und neue regulatorische Anforderungen
Henkel Adhesive Technologies zeigt auf der Interpack Klebstoff- und Beschichtungslösungen für Verpackungsanwendungen, die Recyclingfähigkeit, Ressourceneffizienz und die Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung PPWR unterstützen.
Das Unternehmen bietet Prüfungen nach dem Cepi/4evergreen-Protokoll sowie der CHI-Methodik an – inklusive Zertifizierung durch unabhängige, vereidigte Sachverständige des Instituts Cyclos-HTP.
Nils Hendrik Mueller
Henkel Adhesive Technologies präsentiert auf der Interpack
ein Portfolio von Klebstoffen und Beschichtungen für Verpackungsanwendungen.
Die Lösungen sollen dazu beitragen, Verpackungen leistungsfähig zu gestalten
und gleichzeitig Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Ressourceneffizienz und
regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Ein Beispiel ist der Schmelzklebstoff Technomelt Supra
130 Cool, der vor allem für Umkarton-, Tray- und Faltschachtelklebungen
eingesetzt wird. Durch Anpassungen in der Rohstoffbasis und Verbesserungen in
der Herstellung konnte die CO₂-Bilanz des Produkts nach Unternehmensangaben um
mindestens 20 % reduziert werden. Weitere Klebstoffe aus dem bestehenden
Portfolio werden derzeit ebenfalls im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte
weiterentwickelt.
Für flexible Verpackungen stellt das Unternehmen ein
lösungsmittelfreies Klebstoffsystem für Laminatstrukturen vor, das unter
anderem für Anwendungen mit hoher thermischer Belastung vorgesehen ist, etwa in
Retortenverpackungen. Da kein energieintensiver Trocknungsschritt erforderlich
ist, kann der Energieverbrauch im Verarbeitungsprozess reduziert werden.
Gleichzeitig ist das System mit klassischen Verbundstrukturen sowie mit
Polyolefinmaterialien kompatibel.
Im Bereich papierbasierter Verpackungen werden
Beschichtungstechnologien vorgestellt, die Barriereeigenschaften gegenüber
Wasser, Feuchtigkeit, Öl oder Fett ermöglichen und gleichzeitig mit bestehenden
Papierrecyclingprozessen kompatibel bleiben sollen. Damit können papierbasierte
Verpackungen für bestimmte Anwendungen eine Alternative zu
Kunststoffverpackungen darstellen. Ergänzend bietet das Henkel Packaging Recyclab
Prüfungen zur Recyclingfähigkeit nach etablierten Branchenmethoden an, darunter
das Cepi/4evergreen-Protokoll sowie die CHI-Methodik des Instituts Cyclos-HTP.
Die Ergebnisse können bereits in der Entwicklungsphase zur Bewertung von
Verpackungskonzepten genutzt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft Anwendungen im E-Commerce.
Mit dem Portfolio Technomelt E-COM werden Schmelzklebstoffe für
automatisierte Verpackungsprozesse vorgestellt, etwa für maßgeschneiderte
Versandkartons und Umschläge. Die Systeme sind für
On-Demand-Verpackungstechnologien ausgelegt und unterstützen Konzepte, bei
denen Verpackungen an die Größe des Versandguts angepasst werden, um
Materialeinsatz und Transportvolumen zu reduzieren.
Interpack 2026
Halle 10, Stand D45