CO2-Reduktion bis zu 50 % möglich
rPET-Big-Bags für Lebensmittelanwendungen
Boxon bringt nach eigenen Angaben die ersten rPET-Big-Bags in den EMEA-Markt, die für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen sind. Die Schüttgutverpackungen bestehen laut Hersteller aus recycelten PET-Flaschen und sollen ab nun verfügbar sein.
Wiederverwendbar und beständiger gegen UV-Strahlung und Abrieb: die neuen Boxon-Säcke.
Boxon
Mit der Einführung adressiert das Unternehmen insbesondere
die Anforderungen regulierter Lieferketten, in denen neben Produktsicherheit
und Rückverfolgbarkeit auch der Einsatz zirkulärer Materialien an Bedeutung
gewinnt. Für Hersteller aus der Lebensmittelindustrie ist dabei vor allem
relevant, dass die Verpackung nicht nur aus Post-Consumer-Rezyklat besteht,
sondern zugleich die Voraussetzungen für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln
erfüllt.
Nach Angaben von Boxon verbindet die neue Lösung damit zwei
bislang schwer zusammenzubringende Anforderungen: den Einsatz recycelter
Materialien und die Einhaltung strenger Vorgaben für sensible Anwendungen. Vor
dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen wie der europäischen
Verpackungsverordnung PPWR und unternehmensseitiger Nachhaltigkeitsziele dürfte
dieses Merkmal für Lebensmittelhersteller und Verarbeiter zunehmend an Relevanz
gewinnen.
Neben der Lebensmitteltauglichkeit hebt Boxon auch
funktionale Eigenschaften der rPET-Big-Bags hervor. So sollen die Säcke im
Vergleich zu herkömmlichen Lösungen eine höhere UV- und Abriebfestigkeit sowie
eine bessere Formstabilität beim Transport und Handling bieten. Auch die
Druckqualität sei verbessert, was die Lesbarkeit von Kennzeichnungen und damit
Rückverfolgbarkeit und Prozesskontrolle in regulierten Lieferketten
unterstützen könne. Die Temperaturbeständigkeit reicht von -20 °C bis +140 °C.
Eingesetzt werden sollen die neuen Big Bags vor allem in der
Lebensmittelindustrie, aber auch in chemischen und weiteren industriellen
Anwendungen. Boxon beziffert den CO2-Fußabdruck der rPET-Lösung im Vergleich zu
Big Bags aus neuem PP auf eine Reduktion von bis zu rund 50 %. Zudem seien
Konformitätsnachweise und zugehörige Dokumentationen verfügbar.