Mehrweg von Tomra Reuse unter Festivalbedingungen

20.000 Gäste nutzen digitales Pfandsystem

Beim Fairground Festival 2025 kam erstmals ein digitales Mehrweg-Pfandsystem von Tomra zum Einsatz. Rund 20.000 Besucher und Besucherinnen nutzten an zwei Festivaltagen ein sogenanntes „Throw’n’Go“-System, das den Kauf und die Rückgabe von Getränkebechern vollständig digital abbildet. 

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Kürzere Warteschlangen und saubere Hallen: Das Mehrweg-System hat sich bewährt.

Eingesetzt wurde eine vollständige Eventlösung von Tomra Reuse. Dazu zählten wiederverwendbare Becher mit integrierter RFID-Chip-Identifikation, 100 digitale Bar-Anbindungen (Tomra Bar Plates) zur automatischen Pfanderhebung sowie 15 Rückgabestationen, die über das Festivalgelände verteilt waren. Pro Becher wurde ein Pfand von zwei Euro erhoben. Das Pfand war direkt mit den beim Festival ausgegebenen Einlassarmbändern verknüpft. Bezahlung und Pfandrückerstattung erfolgten vollautomatisch und digital. Alternativ konnten Gäste eine Bestell-App nutzen, um Getränke zu bezahlen und das Pfand für die Becher zurückzuerhalten. Gemeinsam ist beiden Lösungen, dass ein Pfandbetrug ausgeschlossen werden kann. Die Becher haben nur dann einen Wert, wenn zuvor das Pfand gezahlt wurde. 

Throw’n’Go in der Praxis

Bezahlung und Pfandrückerstattung erfolgten vollautomatisch und digital via Einlassbändchen.

Für die Rückgabe war kein Sortieren oder Anstehen nötig: Die genutzten Becher wurden einfach in die Tomra Rückgabestationen eingeworfen, das Pfand unmittelbar als Guthaben zurück auf die Einlassbändchen zurück transferiert. Das Ergebnis zeigte sich direkt im laufenden Betrieb, so Tomra: saubere Hallen, kürzere Warteschlangen, ein flüssigerer Getränkeservice an den Bars und insgesamt weniger Abfall. Gleichzeitig erhielten die Veranstalter einen zentralen Überblick über Becherumläufe, Pfandprozesse und Rückgaben in Echtzeit und über den gesamten Festivalzeitraum hinweg.

 „Mit der Eventlösung von Tomra Reuse konnten wir unseren Besucherinnen und Besuchern ein reibungsloses, digitales und unkompliziertes Mehrwegerlebnis bieten, das zur Größe und Dynamik des Fairground Festivals passt“, sagt Ina Stöver, Co-Founder und Creative Director des Festivals. „Das System sorgt für saubere Hallen, reduziert Abfälle und unterstützt einen verantwortungsvolleren Festivalbetrieb. Selbst uns hat überrascht, wie hoch die Nutzung war und wie selbstverständlich die Gäste das System angenommen haben.“

Jeder Becher ist mit einem RFID-Chip ausgestattet und konnte an 15 Stationen zurückgegeben werden.

 Lösung für Events und urbane Einsatzszenarien

 „Veranstalter stehen beim Thema Mehrweg vor der Herausforderung, Nachhaltigkeitsanforderungen mit einem reibungslosen Eventbetrieb zu verbinden“, sagt Sven Hennebach, Senior Manager Tomra Reuse. „Der Einsatz beim Festival zeigt, welches Potenzial in digitalen Pfandsystemen steckt. Mehrweg entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn Systeme unter realen Bedingungen funktionieren: bei Zeitdruck, hohem Durchsatz und vielen Nutzerinnen und Nutzern. Genau diese skalierbaren Ansätze treiben wir aktuell auch in europäischen Pilotstädten voran – von Aarhus über Berlin bis hin zu Lissabon als erster Hauptstadt mit einem solchen Mehrwegsystem.“

Der Einsatz steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich bei Festivals und Veranstaltungsorten in ganz Europa abzeichnet. Mit dem schrittweisen Ausstieg aus Einwegverpackungen und der Vorbereitung auf strengere Mehrwegvorgaben gewinnen praxistaugliche, skalierbare Lösungen auch im Eventbereich an Bedeutung. 

Über Tomra Collection

 Tomra Reuse ist europaweit aktiv und hat Mehrwegsysteme bereits bei mehreren Events eingesetzt. In Deutschland ist das Unternehmen, das Teil der Tomra Group ist, zudem mit einem Pilotprojekt in Berlin vertreten. Als Corporate Venture entwickelt das Unternehmen digitale, nachvollziehbare und effiziente Systeme für wiederverwendbare To-go-Verpackungen und setzt diese sowohl bei Großveranstaltungen als auch in stadtweiten Mehrwegsystemen in Skandinavien, Deutschland und Portugal ein. Die Tomra Group verfügt weltweit über mehr als 113.000 Installationen.