Beim Fairground Festival 2025 kam erstmals ein digitales Mehrweg-Pfandsystem von Tomra zum Einsatz. Rund 20.000 Besucher und Besucherinnen nutzten an zwei Festivaltagen ein sogenanntes „Throw’n’Go“-System, das den Kauf und die Rückgabe von Getränkebechern vollständig digital abbildet.
Sven HennebachSvenHennebachSven HennebachSenior Manager TOMRA Reuse
1 min
Kürzere Warteschlangen und saubere Hallen: Das Mehrweg-System hat sich bewährt.Jannik Hammes Fotografie
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Eingesetzt wurde eine vollständige
Eventlösung von Tomra Reuse. Dazu zählten wiederverwendbare Becher mit
integrierter RFID-Chip-Identifikation, 100 digitale Bar-Anbindungen (Tomra Bar
Plates) zur automatischen Pfanderhebung sowie 15 Rückgabestationen, die über
das Festivalgelände verteilt waren. Pro Becher wurde ein Pfand von zwei Euro
erhoben. Das Pfand war direkt mit den beim Festival ausgegebenen
Einlassarmbändern verknüpft. Bezahlung und Pfandrückerstattung erfolgten
vollautomatisch und digital. Alternativ konnten Gäste eine Bestell-App nutzen,
um Getränke zu bezahlen und das Pfand für die Becher zurückzuerhalten.
Gemeinsam ist beiden Lösungen, dass ein Pfandbetrug ausgeschlossen werden kann.
Die Becher haben nur dann einen Wert, wenn zuvor das Pfand gezahlt wurde.
Throw’n’Go in der Praxis
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Bezahlung und Pfandrückerstattung erfolgten vollautomatisch und digital via Einlassbändchen.Jannik Hammes Fotografie
Für die Rückgabe war kein Sortieren oder
Anstehen nötig: Die genutzten Becher wurden einfach in die Tomra Rückgabestationen
eingeworfen, das Pfand unmittelbar als Guthaben zurück auf die Einlassbändchen
zurück transferiert. Das Ergebnis zeigte sich direkt im laufenden Betrieb, so
Tomra: saubere Hallen, kürzere Warteschlangen, ein flüssigerer Getränkeservice
an den Bars und insgesamt weniger Abfall. Gleichzeitig erhielten die
Veranstalter einen zentralen Überblick über Becherumläufe, Pfandprozesse und
Rückgaben in Echtzeit und über den gesamten Festivalzeitraum hinweg.
„Mit der Eventlösung von Tomra Reuse
konnten wir unseren Besucherinnen und Besuchern ein reibungsloses, digitales
und unkompliziertes Mehrwegerlebnis bieten, das zur Größe und Dynamik des Fairground
Festivals passt“, sagt Ina Stöver, Co-Founder und Creative Director des Festivals.
„Das System sorgt für saubere Hallen, reduziert Abfälle und unterstützt einen
verantwortungsvolleren Festivalbetrieb. Selbst uns hat überrascht, wie hoch die
Nutzung war und wie selbstverständlich die Gäste das System angenommen haben.“
Jeder Becher ist mit einem RFID-Chip ausgestattet und konnte an 15 Stationen zurückgegeben werden.Jannik Hammes Fotografie
Lösung für Events und urbane
Einsatzszenarien
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„Veranstalter stehen beim Thema Mehrweg
vor der Herausforderung, Nachhaltigkeitsanforderungen mit einem reibungslosen
Eventbetrieb zu verbinden“, sagt Sven Hennebach, Senior Manager Tomra Reuse.
„Der Einsatz beim Festival zeigt, welches Potenzial in digitalen Pfandsystemen
steckt. Mehrweg entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn Systeme unter realen
Bedingungen funktionieren: bei Zeitdruck, hohem Durchsatz und vielen
Nutzerinnen und Nutzern. Genau diese skalierbaren Ansätze treiben wir aktuell
auch in europäischen Pilotstädten voran – von Aarhus über Berlin bis hin zu
Lissabon als erster Hauptstadt mit einem solchen Mehrwegsystem.“
Der Einsatz steht exemplarisch für eine
Entwicklung, die sich bei Festivals und Veranstaltungsorten in ganz Europa
abzeichnet. Mit dem schrittweisen Ausstieg
aus Einwegverpackungen und der Vorbereitung auf strengere Mehrwegvorgaben
gewinnen praxistaugliche, skalierbare Lösungen auch im Eventbereich an
Bedeutung.
Über Tomra Collection
Tomra Reuse ist europaweit aktiv und hat Mehrwegsysteme bereits bei mehreren Events eingesetzt. In Deutschland ist das Unternehmen, das Teil der Tomra Group ist, zudem mit einem Pilotprojekt in Berlin vertreten. Als Corporate Venture entwickelt das Unternehmen digitale, nachvollziehbare und effiziente Systeme für wiederverwendbare To-go-Verpackungen und setzt diese sowohl bei Großveranstaltungen als auch in stadtweiten Mehrwegsystemen in Skandinavien, Deutschland und Portugal ein. Die Tomra Group verfügt weltweit über mehr als 113.000 Installationen.