Betrieb mit CO2-freiem Strom

Heinz Glas startet neue vollelektrische Schmelzwanne

Die Heinz-Glas Gruppe hat vor wenigen Tagen im Werk Kleintettau eine neue Elektroglasschmelzwanne offiziell eingeweiht. Die rund 13 Mio. Euro teure Anlage trägt den Namen „Josephine“ und ist bereits in die Produktion gestartet.

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Management: Frank Martin (CFO), Carletta Heinz (Inhaberin, CEO) und Michael Wagner (Global Direktor Glasproduktion), v.l..

Der Bau der neuen Wanne dauerte insgesamt 14 Wochen: von der kontrollierten Stilllegung der alten Anlage über den Rückbau bis hin zur vollständigen Neuerrichtung und dem anschließenden Antempern. Die Dimension des Projekts wird vor allem an den bewegten Materialmengen deutlich. So wurden 400 t feuerfestes Material sowie 250 t Glas, Stahl und weitere Stoffe innerhalb von sechs Tagen abgetragen und abtransportiert. Anschließend wurden 450 t feuerfestes Material wurden innerhalb von 30 Tagen eingebracht und verbaut.

Mit „Josephine“ setzt Heinz-Glas ein weiteres Zeichen in Richtung nachhaltiger Glasproduktion: Die neue Wanne arbeitet vollelektrisch und wird mit CO2-freiem Strom betrieben. Bereits seit 2024 kommen an allen deutschen Standorten der Gruppe ausschließlich vollelektrische Schmelzwannen zum Einsatz.

Die Heinz-Glas GmbH & Co. KGaA zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Glasflakons und Tiegeln für die Parfüm- und Kosmetikindustrie. Das Familienunternehmen wurde 1622 gegründet, seine Glasmachertradition reicht sogar bis 1523 zurück. Heute beschäftigt die Unternehmensgruppe rund 4.000 Mitarbeitende (2025) und erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von knapp 489 Mio. Euro. Sie ist in 12–13 Ländern mit über 16 Standorten vertreten, darunter Werke in Deutschland (Kleintettau, Piesau, Spechtsbrunn), Polen, Tschechien, Indien, China und Peru sowie internationalen Vertriebsbüros unter anderem in Paris, London, New York und São Paulo