KHS spendiert Barrieretechnologie eigene Halle in Hamburg
KHS, Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen, investiert mehr als 11 Mio. Euro in eine neue Halle für das Produktcenter Barrieretechnologie. Dort werden künftig alle Abteilungen der Plasmax-Beschichtungstechnik unter einem Dach gebündelt.
Redaktion neue verpackungRedaktionneue verpackung
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Spatenstich in Hamburg: (v. l. n. r.): Thorsten Schenk, Niederlassungsleiter Dortmund, Goldbeck West GmbH; Dr. Joachim Konrad, Leiter KHS-Produktdivision Großmaschinen; Dr. Margit Kiefe, stellvertretende KHS-Betriebsratsvorsitzende Standort Hamburg; Martin Resch, KHS-Geschäftsführer Finanzen, Einkauf und IT; Kai Acker, Vorsitzender der KHS-Geschäftsführung; Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG; Walter Schön, KHS-Geschäftsführer Personal; Ralf Pentinghaus, Leiter Facility Management bei KHS; Alexander Ahlvers, Architekt, Industrie Planung Architekten und Ingenieure GmbH.Salzgitter
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Das Gebäude mit einer Grundfläche von rund 4.300 m2 entsteht auf dem neuen Werksgelände am Hellmesbergerweg und soll im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen. Mit dem Neubau will KHS Prozessabläufe optimieren und Raum für weiteres Wachstum schaffen.
„Unsere Barrieretechnologie ist ein wichtiger Wachstumstreiber für den Geschäftserfolg der gesamten KHS Gruppe. Die Nachfrage nach unseren Maschinen der InnoPET Freshsafe-Baureihe hat sich in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht“, erklärt Kai Acker, Vorsitzender der KHS-Geschäftsführung, anlässlich des feierlichen Spatenstichs der neuen Halle am 22. Mai 2026. Zum Projektstart waren alle Standortmitarbeitenden der KHS eingeladen worden. „Der Bau der neuen Halle und die Erweiterung unseres Werksgeländes sichern langfristig Arbeitsplätze und sind ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutsch-land“, ergänzte Acker.
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Einzigartige Barrieretechnologie
Das Werk in Hamburg bündelt das Kompetenzzentrum für PET-Technologie innerhalb der KHS Gruppe. Als Pionier der PET-Flaschenproduktion entstehen hier seit mehr als 50 Jahren wegweisende Lösungen, die die internationale Getränke- und Verpackungsindustrie weltweit prägen. Dazu gehören unter anderem die Hochleistungs-Streckblasmaschinen der InnoPET Blomax-Reihe, die Füllmaschinen der InnoPET Blofill-Serie und die Beschichtungsmaschinen mit Plasmax-Technologie.
Die InnoPET Freshsafe-Blöcke von KHS beschichten PET-Flaschen mit einer dünnen, transparenten Glasschicht im Plasmaxprozess. Sie schützt empfindliche Getränke zu-verlässig vor Oxidation beziehungsweise dem Verlust von Kohlendioxid. Dadurch werden Geschmack, Farbe und Qualität über lange Zeiträume bewahrt und die Haltbarkeit des Produkts erhöht.
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Die beiden Produktcenter für Streckblas- und Barrieretechnologie decken die zentralen Prozesse von Entwicklung über Fertigung und Montage bis hin zu Vertrieb und Inbetriebnahme ab. Bislang teilen sie sich drei Werkshallen. Aufgrund des starken Wachstums insbesondere innerhalb der Barrieretechnologie stoßen diese jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen.
„Um Prozesse effizienter zu gestalten und die Produktion auszubauen, bündeln wir alle entsprechenden Bereiche künftig in einer neuen Halle“, kommentiert Dr. Joachim Konrad, Leiter KHS-Produktdivision Großmaschinen.
Verbesserte Montage und optimierte Vorabprüfung
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Die Vorteile: Kürzere Wege entlasten die Mitarbeitenden und optimierte Abläufe fördern die enge Zusammenarbeit der Fachabteilungen. „Wenn wir Kunden von unserer Beschichtungslösung überzeugen, entscheiden sie sich meist für komplette Linien – davon profitieren auch unsere anderen KHS-Produktionsstätten, etwa durch Aufträge für Verpackungstechnik oder Palettierer“, so Konrad weiter.
Vom Hallenneubau profitiert ebenfalls die Montage: Statt Maschinen komplett an einem Ort aufzubauen, montieren die Mitarbeitenden einzelne Module parallel an definierten Arbeitsplätzen vor. Anschließend werden sie zur Gesamtmaschine zusammengefügt und in Betrieb genommen. „Auf diese Weise lässt sich an mehreren Modulen gleichzeitig arbeiten, und diese lassen sich vorab besser prüfen“, ergänzt Konrad. „Durch die angepassten Abläufe verkürzen sich Durchlaufzeiten und die Maschinenbelegzeiten der Halle. Wir können unsere Kunden dadurch noch schneller beliefern.“
Der Laborbereich – hier prüft KHS die beschichteten Flaschen und entwickelt neue Beschichtungen und Beschichtungstypen – erhält zudem ein sogenanntes Paternoster-System. Mit ihm können künftig Flaschen-Batches automatisiert eingelagert und über eine Codierung gezielt abgerufen werden. Schließlich hat KHS das Flaschen- und Zwischenlager näher an die Labor- und Produktionsbereiche angeordnet.
Neubau mit CO₂-neutralem Betrieb
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KHS lässt das neue Gebäude auf dem erweiterten Werksgelände am Hellmesbergerweg errichten. Es grenzt direkt an das bestehende KHS-Werksgelände an der Meiendorfer Straße. Die neue Halle ist als klassisches Stahlbeton-Skelettgebäude mit Sandwich-Elementen geplant.
KHS richtet seine Neuinvestition konsequent auf einen vollständig CO₂-neutralen Betrieb aus. Grünstrom, eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage und ein geschlossener Wärmekreislauf über Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung aus Kühlkreisläufen der Beschichtungsmaschinen zahlen auf dieses Ziel ein.
Packaging Machinery Conference 2026
Termin: 16.–17. Juni 2026
Ort: Messezentrum Nürnberg
Die Packaging Machinery Conference ist der zentrale Branchentreffpunkt für den Verpackungsmaschinenbau. Sie bringt Entscheider aus dem Maschinenbau, der Automatisierung und der Anwendung zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen der Verpackungsindustrie zu diskutieren.
Im Fokus stehen unter anderem Künstliche Intelligenz, Regulatorik, nachhaltige Verpackungskonzepte, Best Practices aus der Industrie sowie strategische Zukunftsfragen des Maschinenbaus.
Hochkarätige Keynotes, praxisnahe Vorträge und umfangreiche Networking Möglichkeiten – inklusive begleitender Fachausstellung und Abendveranstaltung – zeichnen das zweitägige Event aus.
Die Packaging Machinery Conference findet 2026 bereits zum dritten Mal statt und wird von Ultima Media (neue verpackung) in Kooperation mit der Nürnberg Messe (Fachpack) und dem Packaging Valley veranstaltet.
Zielgruppe: Entscheider und Fachleute aus Verpackungsmaschinenbau, Maschinen und Anlagenbau, Automatisierung, Digitalisierung sowie Anwenderindustrien.