Cococo-Plattform bleibt eigenständige Marke

Durst steigt bei Cococo ein und stärkt Softwaregeschäft

Die Mehrheitsbeteiligung an Triple C Labs soll die Entwicklung der Software- und KI-Plattform Kyveris beschleunigen. Davon abgesehen bleibt Cococo unabhängig und offen für Drittanbieter.

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Die Durst Group hat eine Mehrheitsbeteiligung an der Triple C Labs GmbH erworben, dem Unternehmen hinter der Cococo-Platform. Mit der Übernahme baut der Südtiroler Digitaldruckspezialist seine Position im Bereich Software, Vernetzung und Künstliche Intelligenz weiter aus. Die Cococo-Platform soll dabei als eigenständige Marke mit unverändertem Management sowie bestehenden Kunden- und Partnerbeziehungen weitergeführt werden.

Im Mittelpunkt der Transaktion steht die Weiterentwicklung von Kyveris, dem Software- und KI-Stack der Durst Group für die vernetzte Druckproduktion. Während Kyveris die Steuerung, Datenanalyse sowie Farb- und Produktionsintelligenz bereitstellt, liefert Cococo die Integrationsschicht, die Maschinen, Prepress-Systeme und Produktionssoftware unterschiedlicher Hersteller miteinander vernetzt.

Nach Angaben der Unternehmen basiert die Plattform auf den Industriestandards JDF (Job Definition Format) und JMF (Job Messaging Format). Ziel ist es, Daten aus verschiedenen Produktionsbereichen in einer gemeinsamen Struktur zusammenzuführen und damit die Grundlage für Automatisierungs- und KI-Anwendungen zu schaffen.

„Die richtige Antwort auf komplexe Produktionslandschaften sind selten mehr Maschinen. Vielmehr braucht es mehr Transparenz über die Maschinen, die bereits im Einsatz sind“, erklärt Christoph Gamper, CEO und Mitinhaber der Durst Group. Cococo habe hierfür eine gemeinsame Datensprache geschaffen, die Druckmaschinen, Prepress-Systeme und Produktionssoftware verbinden könne.

Fokus auf offene Systeme

Ein zentraler Aspekt der Vereinbarung ist die Fortführung der offenen Marktstrategie von Cococo. Die Plattform bleibt nach Unternehmensangaben herstellerneutral und soll weiterhin auch von Wettbewerbern der Durst Group sowie von unabhängigen Softwareanbietern genutzt werden können.

Von der engeren Zusammenarbeit versprechen sich beide Unternehmen schnellere Software-Releases, zusätzliche Integrationen und weiterentwickelte Datenmodelle. Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht.