Fokus auf recyclingfähige Verpackungen

Henkel verschärft Nachhaltigkeitsziele

Das Unternehmen rückt dabei vor allem die Transformation von Konsumgüterverpackungen hin zu mehr Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt. Es kündigt an, den Anteil von recyceltem Kunststoff in  Verpackungen auf mindestens 35 % zu erhöhen. Gleichzeitig sollen bis 2030 alle Verpackungen recyclingfähig gestaltet sein.

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Henkel hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 weltweit Net-Zero zu erreichen.

Derzeit liegt der Anteil recycelter Materialien in den Verpackungen bei rund 28 %, während etwa 88 % der eingesetzten Verpackungen bereits als recyclingfähig gelten. Mit den neuen Zielen will Henkel diese Werte deutlich steigern und damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Kunststoffabfällen leisten.

Ein zentraler Hebel auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft ist nach Angaben des Unternehmens Design for Recycling. Ergänzend dazu arbeitet Henkel im Unternehmensbereich Adhesive Technologies an spezialisierten Klebstofflösungen, die eine bessere Recyclingfähigkeit komplexer Verpackungsstrukturen ermöglichen. Diese Lösungen werden in den sogenannten Packaging Recyclabs an den Standorten Düsseldorf und Shanghai gemeinsam mit Kunden getestet.

Die neuen Verpackungsziele sind Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, mit der Henkel bis 2045 Netto-Null-Emissionen erreichen will. Bereits bis 2030 sollen die absoluten Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 um 42 % sowie in Scope 3 um 30 % sinken. Da gerade Verpackungsmaterialien einen wesentlichen Anteil an den Scope-3-Emissionen haben, kommt der Weiterentwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen eine Schlüsselrolle zu.

Henkel sieht die Umsetzung der Ziele als gemeinsame Aufgabe entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialauswahl über das Verpackungsdesign bis hin zur Zusammenarbeit mit Lieferanten und Handel. Für Markenartikler und Verpackungsverantwortliche setzt der Konzern damit ein klares Signal: Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz werden zum neuen Standard.