Internationale Leitmesse für Processing und Packaging

Interpack 2026: Orientierung in einer Branche im Wandel

KI, neue Werkstoffe, veränderte regulatorische Vorgaben und die Frage nach den Kompetenzen von morgen – viele Unternehmen der Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie bewegen sich derzeit in einem Umfeld, das sich rasant verändert. Die Messe Interpack 2026 zeigt wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen könnte.

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Sieben Tage lang dreht sich auf dem Messegelände in Düsseldorf alles um Packaging und Processing.

Der Countdown für die Interpack 2026 läuft. Vom 7. bis 13. Mai 2026 präsentieren rund 2.800 Aussteller aus aller Welt in Düsseldorf ihre neuesten Entwicklungen und setzen damit Impulse für die Zukunft einer global vernetzten Industrie.

„Die interpack 2026 ist wichtiger denn je“, sagt Interpack-Direktor Thomas Dohse. „Vor dem Hintergrund einer tiefgreifenden Transformation in vielen Bereichen stehen zahlreiche Themen auf der Agenda – von KI und Automatisierung, neuen Regulierungen und dem Bedarf an Future Skills bis hin zu innovativen Materialien. Jetzt ist die Zeit, gemeinsam anzupacken.“

Stabile Entwicklung erwartet

Die Branche steht gleichzeitig unter Wachstumsdruck und Transformationsdruck. Die Nachfrage nach verpackten und verarbeiteten Produkten steigt weltweit, getrieben durch eine wachsende Bevölkerung, zunehmende Urbanisierung und veränderte Konsummuster. In vielen Regionen wird mehr produziert und verpackt – und das bei hohen Erwartungen in Bezug auf Effizienz, Sicherheit und Ressourceneinsatz. Gleichzeitig begegnen Unternehmen Herausforderungen, die weit über die eigentliche Technik hinausgehen: Rohstoffverfügbarkeit, Logistikkosten, komplexe Regularien, administrative Belastungen, unsichere Lieferketten und ein Fachkräftemangel, der sich zunehmend bemerkbar macht. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, die Planung und Investitionen beeinflussen.

Prognosen zeigen dennoch eine stabile Entwicklung: Der weltweite Absatz verpackter Lebensmittel lag 2024 bei 872 Mio. tonnen und könnte bis 2029 auf 968 Mio. t wachsen. Auch für den Pharmabereich erwarten Marktforscher einen kontinuierlichen Anstieg der Produktionswerte. Für Maschinenbauer, Materialhersteller und Systemanbieter ergeben sich dadurch neue Anforderungen an Prozessstabilität, Flexibilität und Effizienz – ein Themenfeld, das sich auf der Interpack umfassend widerspiegeln wird.

Die ganze Wertschöpfungskette im Blick

Die Messe deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab und schafft damit einen Überblick, der in dieser Form nur selten möglich ist. Für die Süß- und Backwarenindustrie stehen die Hallen 1, 3 und 4 im Fokus: Anbieter wie Aasted, Sollich, Theegarten-Pactec oder SACMI Packaging & Chocolate zeigen dort ihre aktuellen Systeme für Verarbeitung, Temperierung, Formung und Verpackung. Für die Pharma- und Kosmetikbranche sind die Hallen 15 bis 17 relevant. Mit Unternehmen wie IMA, der Marchesini Group oder Optim finden Fachbesucherinnen und -besucher dort Lösungen für hochregulierte Produktionsumgebungen, von Primär- und Sekundärverpackung bis zu Track-&-Trace-Anwendungen.

Einen großen Teil der Messe belegen die Segmente Lebensmittel, Getränke, Konsumgüter und Industriegüter. In den Hallen 5, 6 sowie 11 bis 14 zeigen unter anderem Coesia Group, Duravant, Gerhard Schubert, Ishida, KHS, Krones, Multivac, Syntegon Technology und Ulma Packaging ihre aktuellen Plattformen und Anlagen. Für viele Marktteilnehmer ist hier besonders interessant, wie Automatisierung, Robotik und digitale Services zunehmend integriert werden und welche Rolle KI-basierte Systeme künftig spielen können.

Materialien, Packmittel und mehr

Eine besondere Stellung nehmen die Hallen 7, 7a, 8a, 9 und 10 ein. Rund 1.000 Aussteller präsentieren dort Materialien, Packmittel und Packstoffe – von Kunststoffen über Papier und Karton bis zu Verbundlösungen und Transportverpackungen. Unternehmen wie Bericap, Jokey, Metsä, Sappi Europe oder Schütz zeigen, wie sie auf Anforderungen hinsichtlich Ressourceneinsatz, Kreislaufführung und regulatorischer Entwicklungen reagieren. Ergänzend dazu finden Messebesucherinnen und -besucher in den Hallen 8a und 8b das Segment Etikettier- und Kennzeichnungstechnik, unter anderem mit Bluhm Systeme, Domino Printing Sciences und Totani. Der räumliche Zusammenhang der Segmente Maschinen, Materialien und Kennzeichnungstechnik erleichtert es, Entwicklungen im Gesamtzusammenhang zu betrachten.

Gut informiert und geplant

Wie sich der Messebesuch vorbereiten lässt, zeigt ein Blick auf die digitalen Angebote der interpack. Die Aussteller- und Produktdatenbank bietet bereits im Vorfeld Orientierung, während der digtale Messeplaner Myorganizer und die App den Aufenthalt vor Ort strukturieren. Darüber hinaus stellt die Interpack über ihre digitalen Kanäle das ganze Jahr über Hintergrundberichte, Analysen und Interviews bereit. Das Interpack Magazin bündelt diese Inhalte und liefert einmal im Monat einen Überblick im Newsletter-Format. Ergänzend dazu richtet sich der LinkedIn-Newsletter „Let’s Talk Processing & Packaging“ an eine internationale Fachcommunity und beleuchtet Stimmen aus verschiedenen Märkten.

Interpack 2026

  • Termin: 7. bis 13. Mai 2026 (Donnerstag bis Mittwoch) 
  • Ort: Messe Düsseldorf 
  • Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 18.00 (Fachbesucher); 8.30 bis 19.00 (Aussteller)
  • Tickets: Eintrittskarten ausschließlich online über den Ticketshop der Messe Düsseldorf. Vorabregistrierung empfohlen.
  • Aussteller: Rund 2.800 Unternehmen aus mehr als 60 Ländern.
  • Zielgruppen: Fachbesucher aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Pharma- und Kosmetikbranche, Chemie, Non-Food sowie aus Maschinenbau, Verpackungsentwicklung, Handel und Logistik.
  • Themenschwerpunkte 2026: Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, innovative Materialien, Digitalisierung und Smart Manufacturing, Automatisierung, Future Skills.
  • Rahmenprogramm: Foren, Sonderschauen, Start-up-Areal, Preisverleihungen sowie geführte Messerundgänge zu ausgewählten Themenfeldern.
  • Service für Besucher: – Online-Ausstellerverzeichnis und Hallenplan – Matchmaking- und Networking-Tools – App zur Messeplanung – Gastronomieangebote auf dem Gelände – Barrierefreier Zugang
  • Anreise: Direkte Anbindung an den Flughafen Düsseldorf (DUS) sowie an den Hauptbahnhof Düsseldorf. Öffentliche Verkehrsmittel (U-Bahn/Bus) verbinden Innenstadt, Bahnhof und Messegelände. Weitere Informationen: www.interpack.de.