Teil der Arbeiten wurden mit Auszubildenden realisiert

Leibinger investiert in neues Ausbildungszentrum

Der Kennzeichnungsspezialist Leibinger hat am Stammsitz in Tuttlingen ein neues Ausbildungszentrum eröffnet. In die Einrichtung investierte das Unternehmen eine hohe sechsstellige Summe. Ziel ist es, die technische Ausbildung zu bündeln und langfristig am Standort zu stärken.

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Ausbilder Sebastian Wolf im Gespräch mit den Auszubildenden.

Leibinger entwickelt und fertigt industrielle Kennzeichnungssysteme, mit denen unter anderem Seriennummern, Chargencodes und Mindesthaltbarkeitsdaten auf Produkte aufgebracht werden. Die Systeme kommen weltweit in automatisierten Produktionsprozessen zahlreicher Branchen zum Einsatz. Entwicklung und Fertigung erfolgen überwiegend in Tuttlingen, was kurze Wege und eine enge Verzahnung der Prozesse ermöglicht.

Diese Struktur prägt auch die Ausbildung. Auszubildende erhalten Einblicke in Entwicklung, Fertigung und angrenzende Bereiche und lernen technische Zusammenhänge entlang realer Produktionsabläufe kennen. Die Ausbildung ist breit angelegt und vermittelt ein solides technisches Fundament für den weiteren Berufsweg.

Hohe Fertigungstiefe am Standort

Mit dem neuen Ausbildungszentrum werden die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe erstmals zentral in eigenen Räumen zusammengeführt. Dort absolvieren angehende Industriemechaniker und -mechanikerinnen, Zerspanungsmechaniker- und mechanikerinnen sowie Mechatroniker- und innen ihre 3,5‑jährige Ausbildung. Für die Umsetzung waren laut Leibinger umfangreiche Umbauten sowie die Verlagerung bestehender Abteilungen erforderlich.

Ein Teil der Arbeiten wurde gemeinsam mit den Auszubildenden realisiert. Dazu gehörten unter anderem das Errichten neuer Arbeitsbereiche, das Verlegen von Leitungen, das Umsetzen von Maschinen sowie die Neuorganisation eines Hochregallagers. Ergänzt wurde das Zentrum durch neue Betriebsmittel und moderne CNC-Maschinen. Der Ansatz zielt darauf ab, praktische Erfahrung, Eigenständigkeit und technisches Verständnis frühzeitig zu fördern.

Die Ausbildung profitiert zudem von der hohen Fertigungstiefe am Standort. Neben Drehen und Fräsen gehören auch Schleifen, Drahtschneiden und eine eigene Blechfertigung zu den internen Prozessen. Dadurch lernen Auszubildende unterschiedliche Bearbeitungsverfahren und Materialien kennen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Digitalisierung. Ausbildungsunterlagen, Zeichnungen und Arbeitspläne stehen digital zur Verfügung, Berichte werden elektronisch erstellt. Damit orientiert sich die Ausbildung an den Anforderungen moderner Produktionsumgebungen.