IK- Umfrage bei 112 Unternehmen
Kunststofffolien und -verpackungen: Branche stabilisiert sich
Die Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien in Deutschland bewerten ihre wirtschaftliche Lage weniger pessimistisch als noch vor wenigen Monaten. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.
Jeder fünfte Hersteller erwartet steigenden Absatz.
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Demnach beurteilen derzeit 55 % der befragten Unternehmen die wirtschaftliche Lage in Deutschland als befriedigend, 42 % als schlecht und lediglich drei % als gut. Gegenüber dem Vorquartal hat sich das Stimmungsbild jedoch aufgehellt: Im dritten Quartal hatten noch 59 % die Lage als schlecht eingestuft.
Auch die Absatzerwartungen entwickeln sich positiver. Zwar rechnet die Mehrheit weiterhin mit unveränderten Absatzmengen, der Anteil der Unternehmen mit Erwartungen an steigende Mengen wächst jedoch von zwölf auf rund 20 %. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die von rückläufigen Absatzmengen ausgehen, von 32 auf 25 %. Der Saldo der Absatzerwartungen verbessert sich dadurch deutlich von minus 19,6 auf minus 5,4 Punkte.
Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei den Ertragserwartungen. Der Anteil der Unternehmen, die sinkende Erträge erwarten, geht von knapp 48 auf rund 40 % zurück. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Betriebe mit positiven Ertragserwartungen leicht zu. Der entsprechende Saldo verbessert sich von minus 39 auf minus 29 Punkte. Die Profitabilität bleibt damit zwar unter Druck, die Aussichten haben sich jedoch etwas aufgehellt.
Anhaltender Preis- und Kostendruck
Bei der Rohstoffversorgung signalisiert die Umfrage eine weitere Beruhigung. Rund 69 Prozent der Unternehmen erwarten für das vierte Quartal stabile Bedingungen. Die Herausforderungen der Branche liegen nach Einschätzung der Befragten derzeit weniger in der Verfügbarkeit von Rohstoffen als vielmehr im anhaltenden Preis- und Kostendruck.
Auch am Arbeitsmarkt setzt die Branche überwiegend auf Kontinuität. Sieben von zehn Unternehmen planen keine Veränderungen bei der Beschäftigtenzahl, neun % rechnen mit zusätzlichem Personalbedarf. Allerdings erwartet knapp jedes fünfte Unternehmen einen Stellenabbau.
„Die Krise rund um die Straße von Hormus hat die Kunststoffverpackungsbranche in diesem Jahr vor eine außergewöhnliche Belastungsprobe gestellt. Rohstoffmärkte, Lieferketten und Kosten gerieten kurzfristig unter erheblichen Druck“, sagt Dr. Laura Müller, Referentin Wirtschaft bei der IK. Gleichzeitig hätten die Unternehmen umfangreiche Anforderungen durch die seit August geltende europäische Verpackungsverordnung PPWR bewältigen müssen. Die aktuelle Entwicklung zeige, dass die Branche auch in einem schwierigen Umfeld handlungsfähig bleibe.
Die IK vertritt die Interessen der Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland und Europa. Nach Verbandsangaben beschäftigt die Branche mehr als 90.000 Menschen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 25 Mrd. Euro.