Kennzeichnungssysteme für 2D-Codes und stabile Linienprozesse
CIJ-Drucktechnologie unterstützt Inline-Druck von GS1-2D-Codes unter Produktionsbedingungen
Der Übergang zu GS1-2D-Codes stellt neue Anforderungen an Druckqualität und Prozessstabilität. Leibinger zeigt auf der Interpack 2026 Kennzeichnungslösungen für den Inline-Druck variabler Daten auf unterschiedlichen Materialien in bestehenden Verpackungslinien.
CIJ-Druck ermöglicht den Inline-Druck von 2D-Codes auf unterschiedlichen Verpackungsmaterialien bei konstantem Kontrast und hoher Lesbarkeit.
Leibinger
2D-Codes enthalten mehr Daten als klassische Barcodes und werden direkt in der Verpackungslinie aufgebracht. Damit steigen die Anforderungen an Kontrast, Druckpräzision und Lesbarkeit. Einflussfaktoren wie Oberflächenstruktur, Lichtreflexion oder Tintenhaftung wirken sich unmittelbar auf das Scanergebnis aus. Kennzeichnungssysteme müssen diese Anforderungen unter realen Produktionsbedingungen erfüllen. Dazu gehört die Abstimmung von Codegestaltung, Druckformat und Tinte auf das jeweilige Substrat und die Liniengeschwindigkeit. Für eine hohe Anlagenverfügbarkeit ist das Tinten- und Hydrauliksystem entscheidend. Ein geschlossener Tintenkreislauf hält die Tinte kontinuierlich in Bewegung und sorgt für stabile Viskosität. Ein Doppelkammer-Drucktanksystem ermöglicht einen gleichmäßigen Druckaufbau. Die Hauptpumpe wird nicht dauerhaft betrieben, sondern in Intervallen zugeschaltet, was Verschleiß reduziert und Energie spart. Ein automatischer Düsenverschluss verhindert das Eintrocknen der Tinte und ermöglicht den Start ohne vorherige Reinigung. Ergänzend hält ein integriertes Rührwerk die Tinte in Bewegung und reduziert Ablagerungen, insbesondere bei pigmentierten Tinten. Auf dieser Systemarchitektur basiert unter anderem der CIJ-Drucker IQJET, der bis zu fünf Jahre ohne Wartung betrieben werden kann. Das Tintensortiment umfasst unterschiedliche Formulierungen für verschiedene Materialien und Anwendungen. Neben Standardfarben stehen auch spezielle Farbtöne für bestimmte Substrate zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt abhängig von Material, Umgebung und Produktionsbedingungen. Digitale Werkzeuge unterstützen die Erstellung und Verwaltung von Druckinhalten. Druckaufträge können mobil erstellt und in bestehende Systeme integriert werden, wodurch sich Kennzeichnungsprozesse flexibler steuern lassen.
Interpack 2026:
Halle 8B, Stand D26