Funktionale Materialien als Stellhebel für nachhaltige Verpackungen
Klebstoffe und Beschichtungen steuern Recyclingfähigkeit, Materialeinsatz und CO₂-Bilanz von Verpackungen
Klebstoffe und funktionale Beschichtungen beeinflussen entscheidend, ob Verpackungen recyclingfähig sind, Ressourcen effizient genutzt werden und Prozesse stabil laufen. Henkel Adhesive Technologies zeigt auf der Interpack 2026, wie sich diese Faktoren gezielt im Verpackungsdesign und in der Verarbeitung optimieren lassen.
Im Packaging Recyclab werden Klebstoffe und Beschichtungen anhand etablierter Prüfmethoden auf ihre Eignung für recyclingfähige Verpackungsstrukturen getestet.
Henkel
Klebstoffe und Beschichtungen bestimmen die Funktionalität von Verpackungsstrukturen. Sie beeinflussen Trennbarkeit, Barriereeigenschaften und Verarbeitbarkeit und damit die tatsächliche Recyclingfähigkeit im Gesamtsystem. Henkel entwickelt dafür Formulierungen, die auf recyclingkompatible Verpackungsdesigns ausgelegt sind. Im Packaging Recyclab des Unternehmens werden Materialien und Verpackungsaufbauten unter Verwendung etablierter Protokolle wie Cepi/4evergreen und der CHI-Methodik getestet. Die Ergebnisse fließen in die Materialentwicklung sowie in die Auslegung konkreter Verpackungskonzepte ein.
Die Bewertung der Recyclingfähigkeit erfolgt ergänzend in Zusammenarbeit mit dem Institut Cyclos-HTP. Das Institut führt Prüfungen und Zertifizierungen auf Basis anerkannter Standards durch. Auf der Messe stehen Ansprechpartner für Fragen zur Bewertung und Optimierung von Verpackungslösungen zur Verfügung. Ein zentraler Ansatz liegt in der Reduktion komplexer Materialverbunde. Funktionale Beschichtungen übernehmen Barriere- und Siegeleigenschaften und ersetzen zusätzliche Schichten im Aufbau. Barriere-, Heat-Seal- und Cold-Seal-Beschichtungen ermöglichen es, Schutzfunktion und Prozessfähigkeit in flexiblen und papierbasierten Verpackungen abzubilden und gleichzeitig Monomaterialstrukturen umzusetzen. Neben der Materialstruktur beeinflussen die Systeme auch die Prozessbedingungen. Lösemittelfreie Technologien vermeiden energieintensive Trocknungsschritte und reduzieren den Energiebedarf in der Verarbeitung. Zusätzlich wird durch den Einsatz alternativer Rohstoffe in der Formulierung der CO₂-Fußabdruck in der Herstellung reduziert.
Die Lösungen sind für den Einsatz in bestehenden Verpackungsprozessen ausgelegt und können in vorhandene Linien integriert werden.
Interpack 2026
Halle 10, Stand D45