Systemarchitektur für vernetzte Verpackungsprozesse
Systemarchitektur vernetzt Verpackungslinien und reduziert Formatwechsel auf rund zehn Minuten
Die Systemarchitektur Next vernetzt Maschinen, Bedienkonzepte und datenbasierte Anwendungen zu einem durchgängigen System. Zur Interpack 2026 stellt Syntegon zwei neue Plattformen für Schlauchbeutelverpackung und Topload-Kartonierung als zentrale Bestandteile vor.
Ein Beispiel für nahtlose Prozesse ist Guide-by-Light. So behält das Bedienpersonal auch auf Distanz jederzeit den Überblick über den Status aller Anlagen.
Syntegon
Mit Next führt Syntegon eine Systemarchitektur ein, die Maschinen, Software und Automatisierung in einem gemeinsamen operativen System zusammenführt. Ziel ist es, Verpackungslinien durchgängig zu vernetzen, Prozesse zu standardisieren und den manuellen Aufwand zu reduzieren. Die Systemarchitektur basiert auf drei funktionalen Prinzipien. Durchgängige Prozesse mit einheitlichen Bedienkonzepten und standardisierten Schnittstellen reduzieren Rüstzeiten und vereinfachen den Betrieb. Bei der Topload-Kartonierplattform TRX ermöglichen geführte oder automatisierte Formatwechsel Umrüstzeiten von rund zehn Minuten bei gleichzeitig reduzierter Anzahl an Formatteilen. Parallel dazu werden Maschinen und Softwarelösungen miteinander vernetzt. Funktionen wie Logbooks, 3D-Fehlerdarstellungen sowie kamera- und KI-gestützte Qualitätskontrollen liefern Daten zur Anlagenleistung in Echtzeit. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung von Produktivität und Qualität sowie eine schnellere Reaktion auf Abweichungen. Ein weiterer Bestandteil ist die Automatisierung wiederkehrender Prozessschritte. Systeme zur Materialbereitstellung übernehmen die Zuführung von Folienrollen oder Kartonzuschnitten. Autonome mobile Roboter versorgen die Anlagen, während Spleißsysteme im Flow Wrapping einen kontinuierlichen Betrieb unterstützen. Dadurch können Verpackungslinien über längere Zeiträume ohne manuelle Eingriffe betrieben werden. Als zentrale Komponenten der Systemarchitektur werden zwei neue Maschinenplattformen eingesetzt: die HFX für Schlauchbeutelverpackung und die TRX für Topload-Kartonierung. Beide sind modular aufgebaut, retrofitfähig und auf eine schrittweise Erweiterung ausgelegt. Funktionen und Automatisierungsmodule lassen sich auch nachträglich integrieren. Die Systemarchitektur ist zudem auf die Verarbeitung unterschiedlicher Packstoffe ausgelegt. Energie- und materialeffiziente Prozesse sowie die Möglichkeit, PPWR-konforme Materialien zu verarbeiten, unterstützen die Anpassung an regulatorische Anforderungen.
Interpack 2026
Halle 6, Stand A31/B31