Jedes Jahr bereichern junge Unternehmen die Welt der Verarbeitungs- und Verpackungsindustrie. 22 von ihnen präsentieren sich auf der Interpack 2026 in der Startup Zone. Im Vergleich zur Messe in 2023 hat sich die Fläche mehr als verdoppelt.
Messe DüsseldorfMesseDüsseldorfMesse Düsseldorfa
2 min
Die Startups präsentieren sich in Halle 7a.Messe Düsseldorf / ctillmann
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22 Startups aus acht Ländern präsentieren auf der Interpack
in der Halle 7a ihre Lösungen für die Processing- und Packaging-Industrie und
decken damit zentrale Transformationsfelder der Branche ab. Vertreten sind Startups aus Deutschland,
Schweden, Indien, Portugal, Südkorea, Österreich, Estland und Großbritannien.
Ihre Angebote reichen von biobasierten und recyclingfähigen Materialien über
Mehrwegsysteme und HealthCare-Versandverpackungen bis hin zu
Softwareplattformen für ESG-Reporting, PPWR-Compliance, Serialisierung und
KI-gestütztes Operations-Management. Auch neue Ansätze in der Prozesstechnik
sind vertreten, etwa in der Mischtechnologie oder bei intelligenten
Plattformlösungen für Verpackungsprozesse.
Lebensmittelqualität und Haltbarkeitsverlängerung
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Henrik Nilsson, CEO InnoscentiaInnoscentia
Eines der Startups ist Innoscentia aus Schweden. Das
Unternehmen unterstützt die Lebensmittelindustrie dabei,
Mindesthaltbarkeitsdaten präziser zu steuern. „Konservative
Mindesthaltbarkeitsdaten verwirren Verbraucherinnen und Verbraucher, verkürzen
das Verkaufsfenster für Einzelhändler und verschärfen so das massive globale
Problem der Lebensmittelverschwendung“, sagt Henrik Nilsson, CEO von
Innoscentia. „Unsere Sensortechnologie ermöglicht eine kostengünstige
Qualitätskontrolle für jede einzelne Verpackung. Durch die Anzeige der
tatsächlichen Qualität in Echtzeit wird die Haltbarkeit verlängert und
Verbraucher können ihre Kaufentscheidung auf der Grundlage von Fakten treffen.
Strengere Rechtsvorschriften und verbindliche Ziele der Europäischen Union bis 2030,
die eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung um 10 Prozent bei den
Erzeugern und um 30 % im Einzelhandel und bei den Verbrauchern vorsehen,
erfordern neue Lösungen, sodass die Branche besser auf die neuen, streng
Funktionale Additive
AdditiveNanox
Das portugiesische Unternehmen Nanox hat mit Pack Smart eine
Methode zur Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln entwickelt.
Funktionale Additive hemmen mikrobielles Wachstum und regulieren den Austausch
qualitätsrelevanter Gase. „Unsere Lösungen werden in Übereinstimmung mit
internationalen Vorschriften für Lebensmittelkontaktmaterialien sowie geltenden
Qualitätsstandards entwickelt. Dadurch ist eine sichere und skalierbare
Implementierung in globalen Märkten möglich“, sagt Gustavo Pagotto, CEO und Co-Founder.
„Durch die Verbindung von Materialwissenschaft, regulatorischer Konformität und
industrieller Umsetzbarkeit tragen wir dazu bei, Lebensmittelverluste entlang
der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Die Interpack bietet die ideale
Plattform, um unsere Innovation mit internationalen Branchenführern zu
vernetzen, die sich für Nachhaltigkeit, die Umsetzung der PPWR und
Verpackungstechnologien der nächsten Generation einsetzen.“
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Produktschutz unter regulatorischem Druck
PaperflocLicopharm
Licopharm entwickelt Isolierverpackungen für den
temperaturgeführten Transport von Produkten aus den Bereichen Pharma und Life
Science. „Dabei stellen wir uns der Herausforderung, empfindliche Güter sicher
zu transportieren und gleichzeitig den Einsatz von Kunststoff- und
EPS-Verpackungen zu reduzieren“, erklärt Licopharms Vertriebsleiter Mirko
Cyron. „Wir kombinieren papierbasierte Isoliermaterialien mit maßgeschneiderten
Systemlösungen, die stabile Temperaturbedingungen gewährleisten und vollständig
recycelbar sind.“ Die aktuellen Treiber des Geschäfts sind steigende
Nachhaltigkeitsanforderungen, strengere regulatorische Vorgaben in der
Pharmalogistik und der wachsende Bedarf an sicheren Kühlketten für
temperaturempfindliche Produkte.
Evopack setzt auf Bag-in-Box-Lösungen für wasserbasierte und
verderbliche Produkte. Ziel sei es, Produktausfälle entlang der
Wertschöpfungskette zu reduzieren und so Wirtschaftlichkeit und
Ressourcenschonung zu verbessern. „Angesichts der PPWR und der verschärften
Biozidprodukte-Verordnung (BPR) wird die Reduktion von Konservierungsmitteln
zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Wir bieten Herstellern hierfür eine
zukunftssichere, regulatorisch robuste Verpackungslösung, die Produktsicherheit
auch bei reduziertem oder minimalem Konservierungseinsatz zuverlässig
gewährleistet“. so Florian Ebinger, Co-Founder von Evopack.
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Materialinnovation für kreislauffähige Verpackungen
Biologisch abbaubare Cellulosefolie.Cell-to-Green
Cell-2-Green hat eine recyclingfähige, biologisch abbaubare
Cellulosefolie aus nachwachsenden Rohstoffen als Alternative zu
Kunststofffolien entwickelt. Die Herstellung erfolgt ohne toxische Chemikalien
unter Nutzung von Cellulose aus Holz oder Reststoffen der Papierindustrie.
„Unsere Lösung ist sowohl kreislauffähig als auch für sensible Einsatzbereiche
geeignet, in denen Folien häufig in die Umwelt gelangen – etwa in der
Landwirtschaft, bei Bioabfällen oder bei verbrauchernahen Verpackungen.
Gleichzeitig erfüllt die Folie industrielle Anforderungen wie
Feuchtigkeitsbeständigkeit, Siegelfähigkeit und prozesssichere Verarbeitung –
ganz ohne Additive“, erklärt Dirk Hollmann, CEO & Co-Founder von Cell-2-Green.
Die Startup Zone ergänzt das Angebot der Interpack um neue
technologische Ansätze und Geschäftsmodelle. Sie schafft Raum für Austausch
zwischen jungen Unternehmen und internationalen Entscheidern der Branche.
Geplant sind zusätzliche Pitches im Interpack Spotlight Forum.