Markt für Monomaterial-Verpackungen wächst
Coveris übernimmt Gefo und erweitert CPP-Kapazitäten
Das Verpackungsunternehmen, spezialisiert auf Lösungen aus Papier und Kunststoff, baut seine Kapazitäten für Cast-Polypropylen-Folien (CPP) weiter aus und übernimmt das Geschäft der Gefo Folienbetrieb GmbH in Gera.
Christian Kolarik, CEO Coveris Group, sieht großes Potenzial bei CPP-Folien.
Andi Bruckner
Die Akquisition erweitert die bisherigen CPP-Kapazitäten,
die bislang am Standort Kufstein gebündelt waren und laut Pressemitteilung zuletzt
an ihre Grenzen stießen. Gleichzeitig verbessert Coveris die vertikale
Integration innerhalb seines Produktionsnetzwerks und erschließt Synergien
entlang der Wertschöpfungskette, heißt es.
CPP-Folien gewinnen im Verpackungsmarkt zunehmend an
Bedeutung, insbesondere wegen ihrer guten Recyclingfähigkeit und ihrer Eignung
für Monomaterial-Anwendungen. Durch die Integration von Gefo baut Coveris zudem
sein Portfolio in wachstumsstarken Segmenten aus, darunter sterilisierfähige
Verpackungen, Deckelfolien, Backwarenbeutel sowie medizinische und weitere
Non-Food-Anwendungen.
Die Übernahme steht auch im Kontext steigender
regulatorischer Anforderungen, etwa durch die europäische Verpackungsverordnung
(PPWR) und Vorgaben zur erweiterten Herstellerverantwortung. Coveris will
Kunden dabei unterstützen, diese Anforderungen zu erfüllen, und verfolgt dies
im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie „No Waste“.
Der europäische CPP-Markt wächst Prognosen zufolge jährlich
um rund drei %, in spezialisierten Anwendungen sogar um mehr als vier %.
Treiber sind vor allem strengere Nachhaltigkeitsvorgaben und die Substitution
schwer recycelbarer Materialien.
„Die Nachfrage nach recycelbaren Monomaterial-Verpackungen
wächst kontinuierlich“, sagt CEO Christian Kolarik. Die Erweiterung der
CPP-Kapazitäten sei daher ein konsequenter Schritt, um auch künftig innovative
und nachhaltige Verpackungslösungen anbieten zu können.