Rotkäppchen-Mumm optimiert seine Verpackungsprozesse mit Henkel

Verklebt sicher, was perlt

Vor dem Genuss muss die Sektflasche ihren Weg in den Handel sicher überstehen. Im Werk werden bereits beim Verpacken und Verladen auf Paletten die Grundpfeiler der Transportsicherheit gelegt. Um diese weiter zu erhöhen und zugleich den Automatisierungsgrad zu steigern, suchte Rotkäppchen-Mumm nach Lösungen, die sich nahtlos in die bestehenden Prozesse integrieren lassen.

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Noch warten die Flaschen darauf, verpackt zu werden.

Rotkäppchen-Mumm ist Deutschlands führender Anbieter von Sekt, Wein und Spirituosen. Das Unternehmen blickt auf eine über 160-jährige Geschichte zurück und verfügt über ein breites Markenportfolio, zu dem unter anderem die Marken Rotkäppchen, Mumm, Geldermann und Ruggeri Prosecco gehören. Mit mehreren Produktionsstandorten im Bundesgebiet – darunter Eltville und Freyburg – stellt das Unternehmen jährlich große Mengen an Produkten bereit, die zuverlässig, sicher und stabil verpackt werden müssen. Dabei steigen mit dem stetig wachsenden Sortiment auch die Anforderungen an die Prozesssicherheit.

Ohne Stabilität und Effizienz knallen die Korken von selbst

Sowohl in Freyburg als auch in Eltville stehen die Abfüllung, Etikettierung und Verpackung der Ware an der Tagesordnung. Mit Henkel-Produkten werden hier Kartons aufgerichtet, befüllt, verschlossen und schließlich zu stabilen Ladeeinheiten zusammengestellt. Der Plan, diese Prozesse stärker zu automatisieren, stellte das Unternehmen vor einige Herausforderungen. Der bisher verwendete Klebstoff zur Lagensicherung erforderte eine manuelle Befüllung des Schmelzgeräts.

Um die Verpackungsprozesse effizienter zu gestalten, ging Henkel proaktiv auf Rotkäppchen-Mumm zu und stellte eine innovative Lösung für die Palettierung vor: den Schmelzkleber Technomelt Supra PS Easyflow, der nun im praktischen Mini-Chubbs-Format geliefert wird und die hohen Anforderungen von Rotkäppchen-Mumm erfüllt. Denn die Klebstoffe müssen eine konstant hohe Qualität und absolute Zuverlässigkeit gewährleisten. Gleichzeitig sind eine einfache Verarbeitung, die volle Kompatibilität mit den bestehenden Maschinen und ein möglichst geringer Reinigungsaufwand wichtig.

Neue Klebstoffe und Automatisierung , damit nichts ins Schäumen gerät

Versandfertig: die im Karton verpackten Sektflaschen.

Die zuvor in der Palettierung eingesetzten Hotmelt-Würfel waren einzeln in Silikonpapier eingewickelt und mussten manuell in das Schmelzgerät eingelegt werden. Neben silikonhaltigen Abfällen brachten diese einen hohen Aufwand für Befüllung und Reinigung mit sich – für die geplante Automatisierung ein limitierender Faktor. Auch das Arbeitsschutzrisiko stieg durch das manuelle Einbringen. Mit dem Easyflow-Format in Form förderfähiger Mini-Chubbs aus Polyolefin führte Henkel eine Lösung ein, die sich automatisch zuführen lässt. Diese wärmestabilen Klebstoffeinheiten werden im Schmelzgerät kontinuierlich aufgeschmolzen und über Druck in das System transportiert. Dadurch sind eine präzisere Dosierung und ein einfacheres Handling möglich. Der speziell für die Palettensicherung entwickelte Schmelzklebstoff wird präzise auf die Kartonagen aufgetragen und verhindert ein Verrutschen während des Transports. Die Lagen werden mit einem Antirutscheffekt versehen, der selbst Neigungen standhält.

Begleitet wurde die Automatisierung des Prozesses durch eine bauliche Neugestaltung der Palettierlinie. Die gesamte Einheit wurde auf eine höhere Ebene verlegt und vollständig eingehaust. Unter diesen Bedingungen kann die automatische Versorgung des Schmelzsystems besonders stabil und störungsfrei arbeiten, was die Prozess- sowie die Arbeitssicherheit des Linienbedienpersonals zusätzlich verbessert.

Stabilität im gesamten Ablauf

Die Umstellung auf die förderfähigen Mini-Chubbs und die Automatisierung der Palettierung zeigen deutliche Auswirkungen auf den gesamten Verpackungsprozess. Zum einen sinkt die Anzahl der Unterbrechungen deutlich und es entsteht eine insgesamt ruhigere, stabilere Linie. Zum anderen trägt der EPRC-konforme Klebstoff zu einer verbesserten Recyclingfähigkeit der Gesamtverpackung bei.

Die Marke Rotkäppchen gibt es bereits seit den 1890er-Jahren.

All das spart nicht nur Kosten, sondern auch den Personalaufwand, da die Automatisierung eine deutliche Zeitersparnis ermöglicht. Während früher etwa alle zwei Stunden ein Nachfüllvorgang notwendig war, genügt es heute, den Vorratsbehälter einmal am Tag aufzufüllen. Bei rund fünf Tonnen Palettensicherungsklebstoff im Jahr ist dies ein entscheidender Faktor. Diese Optimierungsmaßnahmen ergänzen sich zu einem ganzheitlichen Konzept, das langfristig auf stabile und effiziente Abläufe ausgelegt ist. Neben den finanziellen Vorteilen wurde durch die Automatisierung und die damit verbundenen ergonomischen Verbesserungen auch die Arbeitsqualität auf der Verpackungslinie erhöht. Das Feedback der Mitarbeitenden zur vereinfachten Handhabung und zur Verbesserung des Arbeitsschutzes fiel durchweg positiv aus.

Meilenstein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung

Die erfolgreiche Umstellung auf das neue Klebstoffsystem stellt für Rotkäppchen Mumm einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der eigenen Verpackungsprozesse dar. Das Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren im Rahmen seiner strategischen Optimierungsmaßnahmen mit Henkel zusammen. In dieser Zeit wurden die technischen Lösungen und Abläufe fortlaufend gemeinsam weiterentwickelt. Die langjährige Zusammenarbeit basiert dabei auf der Verbindung von technischer Expertise, Innovationsfähigkeit und einer partnerschaftlichen Projektbegleitung, die auch bei der aktuellen Modernisierung eine wesentliche Rolle spielte.