Fokus auf Qualität und Rückverfolgbarkeit von Rezyklaten
Fernholz Verpackungen tritt Recyclass bei
Die Meinerzhagener Fernholz Verpackungen ist der europaweiten Initiative Recyclass beigetreten. Mit dem Schritt unterstreicht das Unternehmen seine strategische Ausrichtung auf den verstärkten Einsatz recycelter Rohstoffe und die Entwicklung recyclinggerechter Kunststoffverpackungen.
Die Qualität von Kunststoffabfällen zu prüfen, ist eine Aufgabe der Initiative.
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Im Zentrum der Recyclass-Initiative steht die
Verbesserung der Qualität von Kunststoffabfällen sowie die Stärkung der
Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es unter anderem, den Einsatz von Virgin Plastic
zu reduzieren. Dafür stellt Recyclass Richtlinien und Instrumente bereit, mit
denen sich Verpackungen so gestalten lassen, dass sie in bestehenden
Recyclingstrukturen effizient verwertet werden können. Ein Bewertungssystem
klassifiziert die Recyclingfähigkeit von Verpackungen von A bis F und
berücksichtigt zugleich den eingesetzten Rezyklatanteil. Ergänzend sorgt ein
Zertifizierungsschema für Transparenz: Eingesetzte Rezyklate müssen aus
verifizierten Quellen stammen und bleiben entlang der Wertschöpfungskette
rückverfolgbar.
Für Fernholz Verpackungen ergänzt die Mitgliedschaft den
eigenen technologieorientierten Ansatz. Das Unternehmen investiert eigenen
Angaben zufolge seit Jahren in die Entwicklung nachhaltiger
Verpackungslösungen, darunter Joghurtbecher, Schalen, Deckel und Folien. Ein
Meilenstein warsoll dabei
die Aufnahme des firmeneigenen Recyclingverfahrens für Polystyrol (rPS) in das
„Union Register of novel technologies“ der Europäischen Union
gewesen sein.
Support und Knowhow-Transfer erwartet
„Die Mitgliedschaft in der Recyclass-Initiative ist für
uns ein weiterer wichtiger Baustein in einem langfristigen Prozess“, sagt Uwe Fernholz, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Man
verspreche sich insbesondere zusätzlichen fachlichen Support sowie einen
intensiven Knowhow-Transfer. Ziel sei es, neue und qualitativ hochwertige
Sekundärrohstoffquellen zu erschließen und diese konsequent in nachhaltige
Verpackungslösungen zu überführen. Dabei sieht Fernholz die gesamte
Wertschöpfungskette in der Pflicht: Rohstoffhersteller, Verarbeiter,
Markenartikler und Handel müssten gemeinsam Verantwortung übernehmen, um
Kreislauflösungen zu skalieren.
Mit dem Beitritt zu Recyclass setzt Fernholz ein Signal für mehr Transparenz und Standardisierung beim Einsatz von Rezyklaten.
Gerade die Nachverfolgbarkeit gewinnt im Zuge regulatorischer Anforderungen und
steigender Erwartungen von Markenartiklern und Handel zunehmend an Bedeutung.
Die Initiative bietet hier einen Rahmen, der technische Bewertung,
Zertifizierung und Marktanforderungen zusammenführt.
Für die Kunststoffverpackungsbranche markiert der Schritt
den Trend hin zu zertifizierten, nachvollziehbaren Stoffströmen und zu einem
stärkeren Fokus auf Design-for-Recycling. Fernholz positioniert sich damit als
aktiver Teil dieser Entwicklung und treibt die Integration von Rezyklaten in
anspruchsvolle Anwendungen weiter voran.