Gemeinsames Projekt von Smurfit Westrock und Ecoalf
Innovative Papier-Boutique mit Kreislaufansatz
Verpackungsspezialist Smurfit Westrock und Ecoalf haben in San Sebastián eine Boutique eröffnet, deren Wände und Möbel aus Wellpappe und Papier bestehen. Das Projekt zeigt, wie sich recycelbare Materialien im Ladenbau nachhaltig einsetzen lassen.
Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware
Pablo Bordass
Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat gemeinsam mit
Smurfit Westrock in San Sebastián ihre erste Boutique eröffnet, deren
Innenausbau konsequent auf papierbasierten Materialien basiert. Wände,
Umkleidekabinen, Regale und Tische wurden vollständig aus Wellpappe und Papier
gefertigt. Das Projekt zeigt, wie sich recycelbare Materialien nicht nur für
Verpackungen, sondern auch für die Gestaltung von Verkaufsflächen einsetzen
lassen.
Für den stationären Handel ist das ein interessanter Ansatz:
Statt konventioneller Ladenbaustoffe kommen Materialien zum Einsatz, die auf
Zirkularität und Ressourcenschonung ausgelegt sind. Nach Angaben der Partner
bietet die eingesetzte Wellpappe zugleich eine hohe Widerstandsfähigkeit
gegenüber vertikaler Kompression und Biegung. Damit verbindet das Konzept
funktionale Anforderungen mit einem klar nachhaltigkeitsorientierten Design.
Entwickelt im Smurfit-Westrock-Werk
Entworfen und produziert wurden sämtliche Möbel im
Smurfit-Westrock-Werk im portugiesischen Sorpel. Die verwendeten Rohstoffe sind
FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie stammen aus den Wäldern des Unternehmens im
Süden Frankreichs und wurden in der Papierfabrik Cellulose du Pin
weiterverarbeitet. Auch damit unterstreichen beide Unternehmen ihren Anspruch,
die Herkunft und Verarbeitung der Materialien nachvollziehbar und
verantwortungsvoll zu gestalten.
Das Ladenkonzept passt zur Strategie von Ecoalf, das seit
seiner Gründung im Jahr 2009 auf Recycling und Kreislaufwirtschaft setzt. Nach
Unternehmensangaben hat Ecoalf in den vergangenen 15 Jahren mehr als 600 neue
recycelte Materialien entwickelt. Dafür wurden unter anderem mehr als 350 Mio. Plastikflaschen
sowie Fischernetze, Altreifen und textile Reststoffe wiederverwertet. Zudem
verweist das Unternehmen auf Einsparungen von mehr als 54 Mrd.l Wasser und die
Vermeidung von 12.500 t CO₂. Bis 2030 will Ecoalf emissionsfrei werden.