Prüfung der Umsetzung an geeigneten Standorten
Perlen sichert sich Exklusivrechte für Pulpex-Papierflaschen
Die Perlen Industrieholding AG hat eine Partnerschaft mit dem britischen Technologieunternehmen Pulpex geschlossen. Damit erhält das Schweizer Unternehmen die exklusiven Produktionsrechte für papierbasierte Flaschen aus Faserguss in der Schweiz, Österreich, Italien sowie in Süddeutschland.
Die Pulpex-Flasche kann in bestehende Recyclingkreisläufe integreirt werden.
Perlen
Pulpex entwickelt eine patentierte Technologie zur
Herstellung von Flaschen aus gegossenen Papierfasern. Laut dem Unternehmen
lassen sich die Verpackungen im Altpapier entsorgen und recyceln. Zudem
verfügen sie über eine Barrierebeschichtung für Lebensmittelanwendungen. Die
Flaschen sollen für Getränke, Lebensmittel, Kosmetikprodukte sowie für Wein und
Spirituosen einsetzbar sein.
Die Perlen Industrieholding prüft derzeit die
industrielle Umsetzung der Technologie an geeigneten Standorten im definierten
Marktgebiet. Eine Entscheidung über den Produktionsstart soll im Anschluss
erfolgen; ein möglicher Beginn wird für 2027 in Aussicht gestellt.
Ein zentrales Argument für die Technologie ist laut
Pulpex die Möglichkeit, sie in bestehende Recyclingkreisläufe zu integrieren.
Die Tochtergesellschaft Perlen Papier AG verfügt bereits über eine
Infrastruktur zur Aufbereitung von Altpapier. Dadurch wäre es möglich,
gebrauchte Papierflaschen vor Ort zu recyceln und die Fasern erneut zu
verwerten.
Geschäftsfeld faserbasierte Lösungen
CEO Florian Geiger betont, dass die
Partnerschaft dem Unternehmen Zugang zu einer „technologisch führenden Lösung“
verschaffe und Potenzial für eine industrielle Kreislaufwirtschaft biete. Pulpex-CEO Sandy Westwater sieht in der Kooperation nach
eigenen Angaben einen wichtigen Schritt, um seine Technologie gemeinsam mit
Produktionspartnern zu skalieren. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2030
große Mengen herkömmlicher Kunststoff- und Glasflaschen durch papierbasierte
Alternativen zu ersetzen.
Die Vereinbarung markiert laut Perlen-Management einen
weiteren Schritt in der strategischen Ausrichtung des Konzerns hin zu neuen
Geschäftsfeldern im Bereich faserbasierter Verpackungslösungen.