interpack 2026: Branche stimmt sich auf das globale Branchentreffen ein
Zu Gast bei Optimisten
Rund zwei Monate vor dem Start der interpack gab die traditionelle Pre-Pressekonferenz einen ersten Ausblick auf die anstehende Messe. Vertreter von Messe Düsseldorf, Packaging Valley, VDMA und dem Gastgeber Optima skizzierten die zentralen Themen, Innovationen und Marktentwicklungen, die das Branchentreffen vom 7. bis 13. Mai 2026 in Düsseldorf prägen werden.
Am 07. Mai startet die interpack 2026.Constanze Tillmann / Messe Düsseldorf
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Rund 2.800
Aussteller aus 67 Ländern, eine Ausstellungsfläche von 300.000 m2 und
3.000 Lkw, die während der Aufbauzeit auf das Messegelände fahren – Zahlen, die
sich zu einem Wort aufsummieren: interpack.
Thomas Dohse, Director interpack, startete die diesjährige Pressekonferenz zur Weltleitmesse.Redaktion
Die Messe in Düsseldorf ist und bleibt die wohl wichtigste
globale Plattformen für die Processing- und Packaging-Industrie und versteht
sich dabei nicht nur als Technologie-Showcase, sondern vor allem als Ort für
Orientierung einer Branche, die sich zwischen Regulierung,
Nachhaltigkeitsanforderungen und digitaler Transformation gerade neu erfindet.
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Industrie im Wandel – Technologien als Antwort
Die Verpackungsindustrie steht derzeit vor tiefgreifenden
Veränderungen. Themen wie steigende Rohstoffkosten, neue regulatorische
Vorgaben – etwa durch die europäische Verpackungsverordnung PPWR – sowie der
Fachkräftemangel erhöhen den Anpassungsdruck auf Unternehmen. Gleichzeitig
wächst weltweit die Nachfrage nach verpackten Produkten weiter.
Nach Angaben des VDMA wird der globale Absatz verpackter
Lebensmittel zwischen 2024 und 2029 um
rund 11 % auf 968 Mio. t steigen. Womit auch automatisch der Bedarf an
leistungsfähigen Verarbeitungs- und Verpackungstechnologien weiter steigen wird.
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Dass die Branche nicht nur künftig weiter rasant wachsen
wird, sondern gerade aktuell durch Krisenfestigkeit glänzt, konnte Richard Clemens,
Geschäftsführer Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen beim VDMA
an aktuellen Zahlen zeigen: Verzeichnete der deutsche Maschinenbau im Mittel
über seine insgesamt 37 Branchen im vergangenen Jahr einen Produktionsrückgang
von rund 5 %, wuchs der Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
zwischen 2 und 3 %.
Die interpack 2026 stellt drei zentrale Themenfelder in den
Mittelpunkt:
Smart Manufacturing mit KI-gestützter Automatisierung und datenbasierter Produktion
Innovative Materials, also neue Verpackungsmaterialien und Design-for-Recycling-Ansätze. Letzteres sei wichtig, betonte Clemens, da es aktuell nach wie vor zu viel Downcycling gebe.
Future Skills, die Kompetenzen für eine zunehmend digitalisierte Industrie
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Diese Themen spiegeln die zentralen Herausforderungen der
Branche wider – von Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung bis hin zu neuen
Qualifikationsanforderungen.
Welche Technologien es live zu erleben gibt
Die Messe wird Lösungen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette präsentieren – von Verpackungsmaschinen über Materialien
bis hin zu digitalen Services. Führende Anbieter aus allen Segmenten der
Branche nutzen die interpack traditionell, um neue Technologien vorzustellen.
In den Hallen für Processing- und Packaging-Technologie
präsentieren beispielsweise Unternehmen wie Krones, Multivac, Syntegon Technology, Gerhard Schubert oder Ulma
Packaging ihre aktuellen Entwicklungen. Und natürlich auch der Gastgeber der diesjährigen interpack-Pressekonferenz,
die Optima Packaging Group:
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Dr. Stefan König, CEO des Gastgebers Optima Packaging Group, präsentierte die Messe-Schwerpunkte seines Unternehmens.Redaktion
Unter dem Motto „Meet
the Optimist“ präsentierten die Geschäftsführer Dr. Stefan König und Dr.
Johannes Thomas Grobe, welche Impulse das Unternehmen für Branchen wie
Lebensmittel, Pharma, Biotech, Diagnostik, Kosmetik, Personal Care sowie
Haushaltspflege in Düsseldorf setzen will.
Mit Dry Molded Fiber setzt Optima auf ein neues Verfahren
für faserbasierte Verpackungslösungen, mit dem sich bei entsprechender Skalierung
erstmals eine Kostenparität zu Kunststoff erreichen lässt. Die neue Technologie
ermöglicht tiefgezogene und komplexe Verpackungsformen mit hoher Präzision und
Geschwindigkeit. Damit schafft Optima die Voraussetzung, um faserbasierte Lösungen
mit (Hoch-)Barriere-Eigenschaften marken- und massenfähig zu machen, was nicht
zuletzt im Kontext der PPWR spannend ist.
Für die Kosmetik- und Personal-Care-Branche demonstriert
Optima, wie moderne Plattformtechnologien mit intelligenter Automatisierung die
Time-to-Market verkürzen und Herstellern hohe Flexibilität ermöglichen. Die auf
der Messe live gezeigten Systeme Optima MLS und Optima SLS verkörpern dabei eine
neue Generation modularer Maschinen, die durch kurze Formatwechselzeiten, hoher
Variantenvielfalt und reduziertem Platzbedarf auf die dynamischen
Innovationszyklen der Märkte abgestimmt sind.
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Auch im Bereich Household Care präsentiert Optima Lösungen
für einen Markt, der durch Urbanisierung, Nachhaltigkeitstrends und einen
wachsenden Bedarf an konzentrierten und löslichen Produkten geprägt ist. Die Optima
SLS bietet Herstellern eine Kombination aus Highspeed, intelligenter
Flexibilität und schneller Markteinführung. Zudem unterstützt Optima die
Entwicklung nachhaltiger Verpackungskonzepte, einschließlich faserbasierter
Alternativen.
Für die regulierten Branchen Pharma, Biotech und Diagnostik
hat Optima sein Portfolio an integrierten Turnkey-Lösungen weiter ausgebaut.
Die Bandbreite reicht von Abfüll- und Verschließprozessen über Isolator- und
Containment-Technologien bis hin zu Gefriertrocknungslösungen, die vom Labor
bis zur Großproduktion skalierbar sind. Zu den Messeexponaten zählen eine
High-Speed-Spritzenlinie mit integriertem Isolator sowie das neue LYO-Scale-System
zur Entwicklung und Skalierung von Gefriertrocknungsprozessen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Einsatz von
künstlicher Intelligenz und digitalen Anwendungen: Mit dem „AI Assist“, einem
digitalen Experten für Troubleshooting und Wissensmanagement, dem Digitalen
Zwilling, der Maschinenbewegungen in Echtzeit simuliert, sowie neuen
Machine-Learning‑basierten Bedienkonzepten demonstriert Optima, wie moderne
Software die Effizienz, Bedienbarkeit und Prozesssicherheit weiter steigert.
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Packmittel auf der
interpack
Parallel dazu zeigt der Packmittelbereich mit über 1.000 Ausstellern die Vielfalt an
Materialien, Packstoffen und Verpackungskonzepten. Damit ist dieser Bereich für
sich genommen im Übrigen die weltweit größte Messe für Packmittel und
Packstoffe.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf nachhaltigen
Materialien und Recyclingkonzepten. Innovative Barrierebeschichtungen,
Monomaterial-Lösungen oder faserbasierte Verpackungen sollen helfen,
Verpackungen kreislauffähiger zu gestalten und gleichzeitig Produktschutz und
Funktionalität zu sichern.
Wissenstransfer im Spotlight Forum
Neben den Ausstellerständen bietet die interpack auch in
diesem Jahr wieder ein umfangreiches Konferenz- und Rahmenprogramm. Im interpack Spotlight Forum diskutieren
internationale Experten aktuelle Branchenthemen – von Regulierung über
Automatisierung bis hin zu Kreislaufwirtschaft.
Unter dem Motto „7
Days, 7 Topics“ stehen an jedem Messetag unterschiedliche Schwerpunkte
im Fokus. Dazu gehören unter anderem:
PPWR und Regulierung
Ressourceneffizienz
Smarte Verpackungen und digitale Identifikation
Künstliche Intelligenz und intelligente Produktionssysteme
Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Materialien
Innovative Werkstoffe
Nachwuchs und Fachkräfteentwicklung
Mit rund 75 Vorträgen, Panels und Diskussionsrunden soll das
Forum eine zentrale Plattform für den Austausch zwischen Industrie,
Wissenschaft, Politik und Start-ups werden.
Packaging Valley zeigt Stärke des Netzwerks
Geschäftsführer Martin Buchwitz freut sich, dass das Packaging Valley so stark wie nie auf der interpack vertreten sein wird.Redaktion
Auch das Branchennetzwerk Packaging Valley Germany nutzt die
interpack als internationale Bühne. Das Cluster aus Herstellern von
Verpackungsmaschinen, Automatisierungs- und Softwarelösungen wird 2026 mit
einem erweiterten Gemeinschaftsstand in Halle 16 vertreten sein.
Insgesamt 49 Mitgliedsunternehmen beteiligen sich am
Messeauftritt, darunter 17 Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand. Neu ist
eine Components-Sondershow, die die technologische Tiefe des Netzwerks sichtbar
machen soll.
Der Ausbau des Auftritts spiegelt die Entwicklung des
Clusters wider: Allein im Jahr 2025 wurden 20 neue Mitgliedsunternehmen
aufgenommen, was das stärkste Wachstum seit der Gründung darstellt.
Plattform für Investitionsentscheidungen
Für viele Unternehmen der Branche ist die interpack mehr als
eine klassische Fachmesse. Sie gilt als zentraler Treffpunkt für strategische
Investitionsentscheidungen.
Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld brauche die
Industrie einen Ort, an dem Lösungen vergleichbar und Entwicklungen einordbar
werden, betonen die Veranstalter. Die Messe soll damit Orientierung geben – und
zugleich zeigen, welche Technologien die Verpackungs- und Prozessindustrie in
den kommenden Jahren prägen werden.
Wer sich frühzeitig vorbereitet, kann bereits im Vorfeld
über die Aussteller- und Produktdatenbank sowie digitale Matchmaking-Tools
gezielt Kontakte knüpfen und Termine vereinbaren.