Kreislauffähige Barrierepapiere

Ein Packstoff auf Erfolgskurs

Schützen und den Kreislauf stützen – die Anforderungen an moderne Verpackungspapiere sind hoch. Dispergierte Barrieren liefern den Schlüssel, um empfindliche Produkte gegen äußere Einflüsse zu sichern und die Papiere recyclingfähig zu halten.

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Industrielle Papiermaschine wickelt große weiße Papierrollen in Fabrikhalle auf
Produktionslinie 8 von Koehler Paper: Die 150 m lange Papiermaschine steht für Ressourceneffizienz – mit nachhaltigem Wassermanagement, energieeffizienter Trocknung mit Wärmerückgewinnung und 100 % grünem Strom, der jährlich rund 45.000 Tonnen CO₂ einspart.

Als Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen hat Papier im Verpackungsmix einen entscheidenden Vorteil: Es lässt sich mehrfach nutzen, nicht zuletzt dank moderner Recyclingverfahren. Aktuelle Methoden stellen sicher, dass möglichst viel des faserbasierten Rohstoffs für eine Wiederverwertung nutzbar bleibt.

Arbeiter mit Schutzbrille prüft eine Maschine in einer Fabrikhalle

Über 75 Prozent der Fasern stehen pro Zyklus wieder zur Verfügung, so aktuelle Schätzungen – und damit deutlich mehr als Mitte der 1990er Jahren. Dafür sorgen neben verbesserten Deinking-Technologien auch optimierte Verfahren wie beispielsweise die Trockenzerfaserung, die selbst schwer recycelbare Papiere für die Kreislaufwirtschaft erschließt.

Neben modernen Recyclingverfahren entscheiden die Barrieren von Verpackungspapieren – die Schutzschichten gegen Wasserdampf, Sauerstoff, Mineralöl und Licht – mit darüber, wie gut sich die Lösungen wiederaufbereiten lassen. Trotz moderner Verfahren bleiben bestimmte Materialkombinationen eine Herausforderung: Aufkaschierte Folien wie Kunststofflaminate haften besonders fest am Papier und führen selbst bei erfolgreicher Trennung zu Materialverlust. Nutzbare Fasern bleiben schlicht an den Laminaten kleben, statt in den Kreislauf zurückzukehren.

Recyclingvorteil Dispersion

Anders verhält es sich mit dispergierten Barriereschichten: Die direkt auf das Verpackungspapier aufgetragenen, wasserbasierten Schichten – auf synthetischer oder biologischer Grundlage – lassen sich im Recycling einfacher von den Fasern trennen. Im Zusammenspiel mit den zentralen Recyclingmedien Wasser, mechanischer Energie und Wärme zerfallen die sehr feinen, meist fragmentierbaren Schichten und geben einen Großteil der Fasern wieder frei – ein Vorgang, der nicht nur Zeit und Ressourcen spart, sondern auch internationalen Recyclingstandards wie CEPI Rechnung trägt. Sofern gut formuliert, stören zurückbleibende Dispersionspartikel die Folgeprozesse nicht oder werden während der Reinigung der Papierschlämme entfernt. Ein weiterer Vorteil der Dispersionen: Sie ermöglichen einen sparsamen Einsatz von Polymeren – und zahlen so auf ein wesentliches Ziel der PPWR ein.

Das Fundament kreislauffähiger papierbasierter Verpackungslösungen bilden Barrierepapiere, die konsequent nach internationalen Recycling-Standards entwickelt und hergestellt werden. Papierhersteller, die den gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess abdecken, liegen dabei klar im Vorteil, machen sie sich doch eine umfassende Expertise zunutze. Dabei steht der Austausch mit Forschungseinrichtungen, aber auch der Einsatz laufender Produkttests und Assessments nach international anerkannten Recyclingkriterien an erster Stelle. So entstehen Packstofflösungen, die Wiederverwertbarkeit und einfache Verarbeitung gleichermaßen ermöglichen – theoretisch wie praktisch.

Hände halten VIVANI-Snackverpackungen über einem Tisch mit weiteren Produkten.

Mehrfachbeschichtungen für mehr Flexibilität

Leistungsfähige Produktionslinien leisten einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten Papierherstellung: Anlagen zur Mehrfachbeschichtung ermöglichen die Herstellung von Barrierepapieren, die Produkte gleichermaßen schützen wie am Point of Sale wirkungsvoll in Szene setzen, etwa durch leicht bedruckbare Schichten, die die dispergierte Barriere ergänzen.

Fest steht: Papier verfügt als kreislauffähiges Packmittel über großes Potenzial. Im engen Zusammenspiel aus fundierter Forschung, kreativer Entwicklung und moderner Herstellung lässt es sich heben.

Über Koehler Paper

Koehler Paper, ein Unternehmen der Koehler-Gruppe, produziert seit 1807 Spezialpapiere und Pappen für Markenartikler aus der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, der Druck- und Medienbranche sowie Pharma und Healthcare. Flexible Verpackungspapiere der Produktreihe NexFlex® für Food- und Non-Food Produkte bilden seit 2019 eine wichtige Säule des umfassenden Portfolios, das Koehler Paper auf der interpack vom 7. bis 13. Mai an Stand D42 in Halle 8a zeigt. Im Fokus steht die breite Anwendungspalette der zertifiziert recycelbaren und vielseitig einsetzbaren Produktlinie, visualisiert durch Tiere aus Papier, die unterschiedliche Fähigkeiten des flexiblen Packstoffs betonen. In einem Verkaufsregal präsentiert Koehler in Düsseldorf ein breites Sortiment an unterschiedlichen Anwendungen, die bereits mit NexFlex® flexiblen Verpackungspapieren verpackt im Handel sind. Die von Koehler erforschten, entwickelten und produzierten Verpackungspapiere der NexFlex®-Reihe schützen u. a. Drogerieprodukte und trockene Lebensmittel wie Teigwaren, Hülsenfrüchte und Getreide vor Wasserdampf, Sauerstoff und UV-Strahlung.

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