Schützen und den Kreislauf stützen – die Anforderungen an moderne Verpackungspapiere sind hoch. Dispergierte Barrieren liefern den Schlüssel, um empfindliche Produkte gegen äußere Einflüsse zu sichern und die Papiere recyclingfähig zu halten.
Alexander Rauer, Koehler Paper Alexander Rauer, Koehler PaperAlexander Rauer, Koehler Paper Head of Business development functional barrier paper
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Produktionslinie 8 von Koehler Paper: Die 150 m lange Papiermaschine steht für Ressourceneffizienz – mit nachhaltigem Wassermanagement, energieeffizienter Trocknung mit Wärmerückgewinnung und 100 % grünem Strom, der jährlich rund 45.000 Tonnen CO₂ einspart.Koehler Paper
Als Produkt aus nachwachsenden
Rohstoffen hat Papier im Verpackungsmix einen entscheidenden Vorteil: Es lässt
sich mehrfach nutzen, nicht zuletzt dank moderner Recyclingverfahren. Aktuelle
Methoden stellen sicher, dass möglichst viel des faserbasierten Rohstoffs für
eine Wiederverwertung nutzbar bleibt.
Koehler Paper
Über 75 Prozent der Fasern stehen pro
Zyklus wieder zur Verfügung, so aktuelle Schätzungen – und damit deutlich mehr
als Mitte der 1990er Jahren. Dafür sorgen neben verbesserten
Deinking-Technologien auch optimierte Verfahren wie beispielsweise die
Trockenzerfaserung, die selbst schwer recycelbare Papiere für die
Kreislaufwirtschaft erschließt.
Neben modernen Recyclingverfahren
entscheiden die Barrieren von Verpackungspapieren – die Schutzschichten gegen Wasserdampf,
Sauerstoff, Mineralöl und Licht – mit darüber, wie gut sich die Lösungen wiederaufbereiten
lassen. Trotz moderner Verfahren bleiben bestimmte Materialkombinationen eine
Herausforderung: Aufkaschierte Folien wie Kunststofflaminate haften besonders
fest am Papier und führen selbst bei erfolgreicher Trennung zu Materialverlust.
Nutzbare Fasern bleiben schlicht an den Laminaten kleben, statt in den
Kreislauf zurückzukehren.
Recyclingvorteil Dispersion
Anders verhält es sich mit dispergierten
Barriereschichten: Die direkt auf das Verpackungspapier aufgetragenen,
wasserbasierten Schichten – auf synthetischer oder biologischer Grundlage – lassen
sich im Recycling einfacher von den Fasern trennen. Im Zusammenspiel mit den zentralen
Recyclingmedien Wasser, mechanischer Energie und Wärme zerfallen die sehr
feinen, meist fragmentierbaren Schichten und geben einen Großteil der Fasern
wieder frei – ein Vorgang, der nicht nur Zeit und Ressourcen spart, sondern
auch internationalen Recyclingstandards wie CEPI Rechnung trägt. Sofern gut
formuliert, stören zurückbleibende Dispersionspartikel die Folgeprozesse nicht
oder werden während der Reinigung der Papierschlämme entfernt. Ein weiterer
Vorteil der Dispersionen: Sie ermöglichen einen sparsamen Einsatz von Polymeren
– und zahlen so auf ein wesentliches Ziel der PPWR ein.
Das Fundament kreislauffähiger
papierbasierter Verpackungslösungen bilden Barrierepapiere, die konsequent nach
internationalen Recycling-Standards entwickelt und hergestellt werden. Papierhersteller,
die den gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess abdecken, liegen dabei
klar im Vorteil, machen sie sich doch eine umfassende Expertise zunutze. Dabei
steht der Austausch mit Forschungseinrichtungen, aber auch der Einsatz laufender
Produkttests und Assessments nach international anerkannten Recyclingkriterien
an erster Stelle. So entstehen Packstofflösungen, die Wiederverwertbarkeit und einfache
Verarbeitung gleichermaßen ermöglichen – theoretisch wie praktisch.
Koehler Paper
Mehrfachbeschichtungen für mehr
Flexibilität
Leistungsfähige Produktionslinien leisten
einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten Papierherstellung: Anlagen zur Mehrfachbeschichtung
ermöglichen die Herstellung von Barrierepapieren, die Produkte gleichermaßen
schützen wie am Point of Sale wirkungsvoll in Szene setzen, etwa durch leicht bedruckbare
Schichten, die die dispergierte Barriere ergänzen.
Fest steht: Papier verfügt als kreislauffähiges
Packmittel über großes Potenzial. Im engen Zusammenspiel aus fundierter Forschung,
kreativer Entwicklung und moderner Herstellung lässt es sich heben.
Über Koehler Paper
Koehler Paper, ein Unternehmen der Koehler-Gruppe,
produziert seit 1807 Spezialpapiere und Pappen für Markenartikler aus der
Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, der Druck- und Medienbranche sowie
Pharma und Healthcare. Flexible Verpackungspapiere der Produktreihe NexFlex®
für Food- und Non-Food Produkte bilden seit 2019 eine wichtige Säule des
umfassenden Portfolios, das Koehler Paper auf der interpack vom 7. bis 13. Mai an
Stand D42 in Halle 8a zeigt. Im Fokus steht die breite Anwendungspalette der zertifiziert
recycelbaren und vielseitig einsetzbaren Produktlinie, visualisiert durch Tiere
aus Papier, die unterschiedliche Fähigkeiten des flexiblen Packstoffs betonen. In
einem Verkaufsregal präsentiert Koehler in Düsseldorf ein breites Sortiment an
unterschiedlichen Anwendungen, die bereits mit NexFlex® flexiblen
Verpackungspapieren verpackt im Handel sind. Die von Koehler erforschten,
entwickelten und produzierten Verpackungspapiere der NexFlex®-Reihe schützen
u. a. Drogerieprodukte und trockene Lebensmittel wie Teigwaren, Hülsenfrüchte und
Getreide vor Wasserdampf, Sauerstoff und UV-Strahlung.