Deutlich weniger CO2-Emissionen
Jägermeister startet CO2-reduzierte Produktion der Glasflaschen
Jägermeister stellt als erster Spirituosenhersteller weltweit Teile seiner Flaschenproduktion auf eine CO₂-reduzierte Serienfertigung um. Insgesamt 14 Mio. der bekannten grünen 0,7 l-Flaschen entstehen künftig in der neu entwickelten Hybrid-Schmelzwanne „Nextgen Furnace“ von Ardagh Glass Packaging am Standort Obernkirchen.
Bis 2030 will Jägermeister die Emissionen aus Primärverpackungen um 50 % senken.
Mast-Jägermeister SE
Nach ersten Auswertungen lassen sich die CO2-Emissionen im
Herstellungsprozess pro Flasche um rund 60 % im Vergleich zur
konventionellen Glasproduktion senken. Für Jägermeister ist der Schritt ein
zentraler Baustein der eigenen Klimastrategie.
„Mit dem Übergang in den dauerhaften kommerziellen
Serienbetrieb wird aus einer technologischen Innovation ein verlässlicher
Bestandteil unserer Lieferkette – und somit ein wichtiger Hebel für die
Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele“, sagt Carsten Doliwa, Vice President
Procurement bei Mast-Jägermeister SE.
Die Bedeutung ist erheblich: Rund 30 % der
unternehmensweiten Emissionen entstehen bei der Herstellung der
Glasflaschen. Insgesamt entfallen über 90 % der Emissionen auf die
Lieferkette. Bis 2030 plant Jägermeister, die Emissionen aus Primärverpackungen
um die Hälfte zu reduzieren.
Elektrisch unterstütztes Schmelzen als
Branchenmeilenstein
Realisiert wird die CO2-Reduktion durch eine technologisch
neuartige Schmelzwanne von Ardagh Glass Packaging-Europe. Sie arbeitet mit 42
Bodenelektroden und unterscheidet sich damit grundlegend von klassischen
Glasschmelzöfen, die überwiegend gasbefeuert sind. Ein wesentlicher Anteil der
eingesetzten Energie stammt aus Strom aus vollständig erneuerbaren Quellen.
Die Animation zeigt, wie die Nextgen-Furnace von Ardagh CO2-arme Glasverpackungen herstellt.