Sensorik-Spezialist behauptet sich und gewinnt Marktanteile
Sick steigert Umsatz, Profitabilität bleibt unter Druck
Der Sensorik- und Automatisierungsspezialist hat im Geschäftsjahr 2025 ein moderates Umsatzwachstum erzielt. Der Umsatz des Unternehmens mit Hauptsitz in Deutschland stieg um 6,5 % auf 1,85 Mrd. Euro. Ohne negative Wechselkurseffekte hätte das Plus 9,3 % betragen. Die Profitabilität blieb jedoch auf niedrigem Niveau.
Schwierige Zeiten für das Waldkirchner Unternehmen.
Sick AG
Das Jahr 2025 war geprägt von anhaltender Marktschwäche,
geopolitischen Unsicherheiten, ungünstigen Wechselkursentwicklungen sowie
wachsendem Wettbewerbs- und Preisdruck – insbesondere durch Anbieter aus China.
Vor diesem Hintergrund konnte Sick seine Marktposition behaupten und mit
innovationsgetriebenen Sensorlösungen weitere Marktanteile gewinnen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging leicht um
0,5 % auf 54,7 Mio. Euro zurück. Die
EBIT-Marge lag bei 3,0 %.
Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: In der Region Asien-Pazifik
wuchs der Umsatz im zweistelligen Prozentbereich, vor allem in China. In EMEA
lag das Wachstum bei rund vier %, in den Americas unter drei %. Das starke
Umsatzplus im Heimatmarkt Deutschland war unter anderem durch einmalige
Sondereffekte begünstigt.
„Mit Blick auf die weiterhin herausfordernden
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir das Umsatzwachstum im
erwarteten Rahmen gesteigert“, erklärt Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender
der Sick AG. Zugleich räumt er ein, dass Umsätze und Auftragseingänge noch
unter dem Niveau früherer Jahre liegen. Hohe Investitionen in Forschung und
Entwicklung sollen die Basis für künftiges Wachstum bilden, während die
internen Strukturen an die veränderten Marktgegebenheiten angepasst werden –
insbesondere mit Blick auf das Kostenniveau in Deutschland.
Die Zahl der Beschäftigten blieb nahezu konstant: Zum
Jahresende 2025 beschäftigte der Konzern 10.158 Mitarbeitende, ein Rückgang von
0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 zeigt sich das Unternehmen vorsichtig
optimistisch. Dennoch hatte Sick vor wenigen Tagen angekündigt, an mehreren
Standorten in Deutschland Stellen abzubauen, um Kosten zu sparen. Die Rede ist von rund 500 Arbeitsplätzen.