ctrlX AUTOMATION im Einsatz
Bewährte Motion-Kompetenz trifft offene Automatisierung
ROVEMA verbindet seine über Jahrzehnte gewachsene Steuerungskompetenz mit der offenen Plattform ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth. So werden Verpackungsmaschinen fit für Vernetzung, Security und neue digitale Funktionen.
Das Bild zeigt die Verpackungsmaschine von Rovema, die mit der Automatisierungsplatt-form ctrlX AUTOMATION ausgestattet ist.
Rovema GmbH und Bosch Rexroth AG
Präzise und dynamische Bewegungsabläufe gehören seit jeher zu den Kernanforderungen im Verpackungsmaschinenbau. Doch Zukunftsfähigkeit entscheidet sich heute an weit mehr: Maschinen müssen sich vernetzen und modular erweitern lassen, steigende Security-Anforderungen erfüllen und über viele Jahre an neue technologische und regulatorische Anforderungen angepasst werden können. Der international renommierte Verpackungsmaschinenhersteller ROVEMA begegnet diesem Wandel, indem er seine über Jahrzehnte aufgebaute Motion-Kompetenz mit der offenen Automatisierungsplattform ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth kombiniert.
Eigene Stärke auf neuer Plattform
Bei ROVEMA bilden der „Motion-Kern“ und das HMI – beide eigens entwickelt – zentrale Bausteine der Maschinen. Während der Motion-Kern für präzise Bewegungsführung, dynamische Abläufe und tiefes Prozess-Know-how im Verpackungsumfeld sorgt, stellt das HMI eine intuitive und komfortable Bedienung sicher. Diese Kernkompetenzen wollte ROVEMA bewusst nicht ersetzen, sondern sie in eine moderne Systemarchitektur überführen und damit für kommende Anforderungen öffnen.
„Unsere eigene Steuerung ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“, erklärt Ingo Hamel, CTO bei ROVEMA. „Mit ctrlX AUTOMATION ersetzen wir diese Kompetenz nicht, sondern heben sie auf eine neue Plattformebene. Unser Motion-Kern bleibt das Herz der Maschine – Bosch Rexroth liefert das offene Betriebssystem, die Schnittstellen, die Security und die Updatefähigkeit. Genau diese Kombination macht unsere Maschinen langfristig zukunftssicher.“
Offen für Vernetzung und neue Funktionen
ctrlX AUTOMATION schafft dafür die technologische Basis. Die Lösung von Bosch Rexroth fungiert für ROVEMA als offene Plattform, in die die eigene Motion-Logik integriert ist. Das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS stellt die Laufzeitumgebung bereit und bringt Prinzipien aus der IT-Welt wie Modularität, Skalierbarkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung in die Automatisierung.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei der ctrlX Data Layer. Er ermöglicht den performanten und transparenten Datenaustausch zwischen Applikationen und schafft damit die Voraussetzung für vernetzte Maschinen, datenbasierte Services und digitale Erweiterungen. Über standardisierte Schnittstellen wie OPC UA, MQTT oder REST können Maschinen nahtlos in bestehende IT- und OT-Landschaften eingebunden werden.
Die App-Technologie und die Offenheit für unterschiedliche Programmiersprachen erweitern zugleich den Handlungsspielraum von ROVEMA. Sie bieten Freiräume für eigene Entwicklungen und erleichtern die Integration von Drittkomponenten wie Vision-Systemen, Robotik oder Sensorik. So bleibt die eigene Kompetenz erhalten, während sich die Maschinenarchitektur flexibel um neue Funktionen und Technologien ausbauen lässt.
Cybersecurity von Anfang an integriert
Je stärker Maschinen vernetzt sind, desto wichtiger wird ihre Absicherung. Cybersecurity ist für ROVEMA daher zentraler Bestandteil der Automatisierungsstrategie. Gesetzliche Rahmenbedingungen wie der Cyber Resilience Act und steigende Anforderungen der Kunden verlangen transparente, abgesicherte und über den gesamten Lebenszyklus updatefähige Systeme.
ctrlX AUTOMATION unterstützt diesen Ansatz konsequent. ctrlX OS ist nach IEC 62443-4-2 zertifiziert und Applikationen laufen in abgeschotteten Sandboxen. Security-Funktionen wie Firewall, rollenbasiertes User-Management und sichere VPN-Lösungen sind systemisch verankert. Über das ctrlX Device Portal lassen sich Geräte und Updates zudem zentral verwalten – eine wichtige Voraussetzung, um vernetzte Maschinen auch langfristig sicher betreiben zu können.
Investitionen schützen – auch im Bestand
Maschinenbetreiber profitieren von der neuen Architektur nicht erst bei Neuanschaffungen. Bestehende ROVEMA-Maschinen – teilweise seit bis zu 15 Jahren im Einsatz – lassen sich mit überschaubarem Aufwand auf die neue, zukunftssichere P@ck-Control-Generation upgraden. So kann sich die Nutzungsdauer vorhandener Anlagen deutlich verlängern und bereits getätigte Investitionen bleiben geschützt.
Gleichzeitig entsteht mit ctrlX AUTOMATION eine Basis zur Erfüllung moderner Anforderungen: von Predictive Maintenance über KI-basierte Anwendungen bis hin zu neuen digitalen Services. Offenheit, Security by Design und langfristige Komponentenverfügbarkeit geben Betreibern dabei Planungssicherheit über viele Jahre hinweg.
Bewährtes erhalten, Zukunft gestalten
Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth ist eine offene, modulare Architektur, in die ROVEMA die eigenen Stärken gezielt einbringt und gleichzeitig die Möglichkeiten eines offenen Ökosystems nutzt.
„ROVEMA zeigt eindrucksvoll, wie sich gewachsene Steuerungskompetenz und eine offene Automatisierungsplattform sinnvoll verbinden lassen“, sagt Tobias Gerhard, Business Development Packaging bei Bosch Rexroth. „Das ist ein starkes Signal für den Verpackungsmaschinenbau – und ein klares Bekenntnis zu langfristiger technologischer Zukunftsfähigkeit.“