Matthias Niemeyer über Wachstum und Herausforderungen im Verpackungsmaschinenbau
„Wir sind schwäbisch zufrieden“
Uhlmann-Group-CEO Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer erklärt im Interview, warum die Gruppe trotz Branchenflaute wächst, welche Rolle KI, Nachhaltigkeit und Service spielen, was ihn an chinesischen Maschinenbauern beeindruckt – und weshalb Bürokratie aktuell zu den größten Herausforderungen zählt.
Philip BittermannPhilipBittermannEditor-in-Chief neue verpackung / Automation NEXT
8 min
Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer, CEO der Uhlmann GroupUhlmann Group
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Die Uhlmann Group konnte im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 538 Mio. Euro erzielen und damit einen neuen Rekord aufstellen. Über die Gründe für das Wachstum in schwierigen Zeiten, die Rolle von Nachhaltigkeit, Digitalisierung, KI, globale Märkte und die Zukunft des deutschen Maschinenbaus sprach neue verpackung mit CEO Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer.
Redaktion: Herr Prof. Niemeyer, die Uhlmann Group hat im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 538 Mio. Euro erzielt. Was das Rekordergebnis für Ihr Unternehmen aus meiner Sicht so bemerkenswert macht, ist die Tatsache, dass es in eine Phase fällt, in der viele deutsche Maschinen- und Anlagenbauer stagnieren oder sogar rückläufige Geschäfte verzeichnen. Was macht die Uhlmann Group anders? Warum wachsen Sie, wo andere Schwierigkeiten haben?
Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer: Ein wichtiger Faktor ist sicherlich, dass wir in Branchen und Segmenten aktiv sind, die weiterhin investieren. Allen voran gilt das für die Pharmaindustrie, die nach wie vor ein sehr stabiles und investitionsfreudiges Umfeld darstellt.
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Hinzu kommt unsere globale Aufstellung. Sie ermöglicht uns, Schwächen in einzelnen Regionen auszugleichen und Chancen in anderen Märkten zu nutzen. Dadurch verfügen wir über eine deutlich höhere Resilienz gegenüber regionalen Konjunkturschwankungen.
Darüber hinaus hat sich unser Marktverständnis verändert. Wir betrachten unsere Angebote längst nicht mehr nur als Maschinen im klassischen Sinn. Natürlich stehen weiterhin Aluminium, Mechanik und Anlagenbau im Mittelpunkt. Entscheidend ist heute aber, diese Maschinen als ganzheitliche Systeme zu verstehen, die mit Software, digitalen Funktionen und umfassenden Dienstleistungen ergänzt werden.
Eine immer größere Rolle spielt dabei der After-Sales-Bereich. Serviceleistungen waren im Pharmageschäft schon immer sehr stark ausgeprägt. Mittlerweile beobachten wir aber auch in anderen Segmenten eine steigende Nachfrage nach kompetenten Servicekonzepten über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen hinweg. Das trägt spürbar zu unserem Umsatz bei.
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Zudem setzen wir bewusst nicht auf Standardlösungen allein. Kunden suchen zwar bewährte Hochleistungsmaschinen, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach hochflexiblen und individuell angepassten Lösungen mit erheblichem Engineering-Anteil. Genau hier können wir unsere Beratungs- und Entwicklungskompetenzen ausspielen und kundenindividuelle Systeme realisieren.
Ein weiterer Erfolgsfaktor sind unsere Partnerschaften. Für uns sind Lieferanten keine klassischen Zulieferer, sondern Entwicklungspartner. Wir arbeiten intensiv zusammen, treiben Innovationen gemeinsam voran und schaffen dadurch eine hohe Stabilität in unseren Wertschöpfungsketten. Unsere Kunden erkennen diese Resilienz und schätzen sie.
Nicht zuletzt spielt das Thema Nachhaltigkeit für uns weiterhin eine sehr wichtige Rolle. Obwohl Nachhaltigkeit laut aktuellen Managementstudien bei vielen Unternehmen an Priorität verloren hat, besitzt sie für die Uhlmann Group und unseren Gesellschafter Tobias Uhlmann nach wie vor einen hohen Stellenwert. Wir beschränken uns nicht auf die Erfüllung regulatorischer Anforderungen, sondern wollen bewusst vorangehen. Kunden nehmen das sehr positiv wahr.
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Redaktion: Sie sprechen Nachhaltigkeit an. Was bedeutet dieses Thema für die Uhlmann Group konkret? Woran erkennt ein Kunde, dass eine Maschine nachhaltig ist?
Niemeyer: Nachhaltigkeit beginnt bei uns vor allem dort, wo der größte Hebel liegt. Unser eigener Scope-1-Anteil ist vergleichsweise gering. Wesentlich relevanter sind aber Scope-2- und vor allem Scope-3-Emissionen.
Von zentraler Bedeutung ist deshalb der Lebenszyklus der Maschinen. Wir beschäftigen uns intensiv mit den Materialien, die während des Anlagenbetriebs eingesetzt werden. Je besser Maschinen Verpackungsmaterialien verarbeiten können, die wiederverwendbar oder recyclingfähig sind, desto größer ist ihr Nachhaltigkeitsbeitrag.
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Insbesondere die Scope-3-Themen spielen hier eine entscheidende Rolle. Wenn wir Kunden dabei unterstützen können, nachhaltigere Materialien einzusetzen, entsteht ein erheblicher Mehrwert.
Gleichzeitig betrachten wir Nachhaltigkeit stets ganzheitlich im ESG-Kontext. Dazu gehört nicht nur der Umweltaspekt, sondern neben sozialer Verantwortung auch Unternehmensführung und Compliance. Deshalb haben wir uns früh für eine Zertifizierung nach ISO 37301 entschieden und damit ein Thema adressiert, das im Maschinenbau zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese Zertifizierung bestätigt ein Compliance-Management-System mit hohen ethischen Standards und klaren Governance-Strukturen.
Dadurch können wir Kunden ein geprüftes Gesamtsystem anbieten und müssen nicht jede einzelne Lieferantenanforderung separat erfüllen.
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Redaktion: Wird dieses Nachhaltigkeitsengagement in allen Regionen gleichermaßen honoriert? Gerade in den USA spielte das Thema bislang oft eine geringere Rolle als in Europa.
Niemeyer: Im Pharmabereich muss man die Situation differenziert betrachten. Die Branche ist sehr stark reguliert. Verpackungsmaterialien sind häufig Bestandteil bestehender Zulassungen. Deshalb werden nachhaltigere Materialien nicht einfach eingeführt, selbst wenn sie verfügbar sind.
Häufig werden erst mit neuen Produkten oder neuen Zulassungsverfahren nachhaltigere Alternativen berücksichtigt. Dadurch agiert die Pharmaindustrie in diesem Bereich eher nachgelagert.
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Aber um die Frage zu beantworten: Natürlich gibt es Regionen, in denen Nachhaltigkeit derzeit einen geringeren Stellenwert besitzt. Gleichzeitig haben wir weiterhin einen sehr hohen Europa-Anteil in unserem Geschäft, und dort wird dieses Engagement klar wahrgenommen und honoriert.
Redaktion: Seit 2020 führen Sie die Uhlmann Group als CEO. Damals haben Sie angekündigt, die Synergien innerhalb der Gruppe stärker auszuschöpfen. Wie weit sind Sie mit diesen Projekten?
Niemeyer: Ein wesentlicher Baustein ist die Standardisierung. Sie reduziert Komplexität, beschleunigt Prozesse und schafft Kostenvorteile.
Wir beginnen auf der Lieferantenseite. Unser Ziel ist es, die Anzahl hier zu reduzieren und die Zusammenarbeit mit Schlüsselpartnern zu vertiefen – damit sind wir schon einen großen Schritt vorangekommen. Durch gebündelte Bedarfe und gemeinsame Entwicklungsprojekte entstehen echte Technologiepartnerschaften.
Darüber hinaus setzen wir konsequent auf modulare Maschinenkonzepte. Auf der Fachpack in Nürnberg haben wir beispielsweise eine neue modulare wirklich innovative Lösung für Healthcare- und Consumer-Anwendungen vorgestellt.
Der nächste Schritt besteht darin, nicht nur Maschinen zu modularisieren, sondern einzelne Module gruppenweit zu standardisieren. Ein Beispiel ist ein Modul zur Faltschachtelzuführung, das ursprünglich von Uhlmann Pac-Systeme stammt und mittlerweile auch bei KOCH Pac-Systeme eingesetzt wird.
Dies ermöglicht uns, stärker in Plattformen zu denken und bewährte Technologien über die gesamte Gruppe hinweg zu skalieren.
Dasselbe gilt für Software und Künstliche Intelligenz. KI-Lösungen, die in einem Gruppenunternehmen entstehen, stehen möglichst schnell auch anderen Gesellschaften zur Verfügung.
Redaktion: KI spielt inzwischen praktisch überall eine Rolle. Die Pharmaindustrie gilt jedoch beim Thema Datensicherheit als besonders sensibel. Wie offen ist die Branche tatsächlich für KI?
KI ist für Maschinenbauer die nächste große Chance, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.Uhlmann Group
Niemeyer: Wer KI ignoriert, sollte grundsätzlich über sein zukünftiges Geschäftsmodell nachdenken.
Man muss allerdings unterscheiden zwischen KI für interne Prozesse und KI innerhalb von Produkten.
Bei den internen Anwendungen habe ich bei uns in der Gruppe eine Entwicklung gesehen, die selbst meine hohen Erwartungen weit übertroffen hat. Unsere Strategie lautet „Wide & Deep“. Das bedeutet, dass wir KI möglichst breit in den Unternehmen ausrollen und zahlreiche weitreichende operative Anwendungsfälle ermöglichen.
Die Skalierung war beeindruckend, sowohl wir von der Unternehmensführung als auch unsere Aufsichtsgremien wurden positiv überrascht. Dass dann sogar die Tagesschau Uhlmann in einem Beitrag als KI-Beispiel für den deutschen Mittelstand vorgestellt hat, bestätigt unseren Weg zusätzlich.
Gleichzeitig arbeiten wir intensiv daran, KI in unsere Produkte zu integrieren. Die ersten vermarktungsfähigen Anwendungen haben wir bereits im Consumer- und Healthcare-Bereich vorgestellt.
Wesentlich ist dabei immer das Thema Cybersecurity: KI darf niemals isoliert betrachtet werden. Wer KI einsetzt, muss auch Datensicherheit, Governance und Schutzmechanismen mitdenken. Deshalb sehen wir Cybersecurity inzwischen als eigene Geschäftsaktivität und bieten entsprechende Dienstleistungen auch unseren Kunden an.
Redaktion: Abgesehen von KI: Welche Entwicklungen prägen die Pharmaindustrie aktuell besonders?
Niemeyer: Wir beobachten mehrere Trends gleichzeitig.
Zum einen gibt es eine steigende Nachfrage nach Hochleistungsanlagen. Getrieben wird dies insbesondere durch die enorme Nachfrage nach GLP-1-Produkten.
Parallel dazu wächst der Bedarf an flexiblen Maschinen. Die zunehmende Bedeutung von Biopharmazeutika und hochpotenten Arzneimitteln führt zu kleineren Chargen und einer größeren Produktvielfalt.
Hersteller müssen heute unterschiedliche Marktanforderungen gleichzeitig bedienen. Ob 150 Packungen für die Schweiz oder 50.000 für die USA: Anlagen müssen flexibel genug sein, unterschiedliche Größenordnungen wirtschaftlich abzubilden.
Ein weiterer Wachstumsbereich sind Parenteralia. Medikamente für intravenöse, subkutane, intramuskuläre oder intradermale Anwendungen gewinnen kontinuierlich an Bedeutung.
Außerdem rückt der Total Cost of Ownership in den Fokus. Kunden betrachten längst nicht mehr nur die Anschaffungskosten, sondern den gesamten Lebenszyklus einer Anlage inklusive Verbrauchsmaterialien, Service und Betriebskosten.
After-Sales-Services bleiben ebenfalls ein Kernthema. Pharmaunternehmen benötigen maximale Prozesssicherheit, Maschinenverfügbarkeit und verlässliche Servicekonzepte.
Hinzu kommen Cybersecurity sowie Nachhaltigkeitsanforderungen in allen drei Bereichen: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Redaktion: Neben Pharma wollen Sie auch Consumer Goods, Food und Agriculture ausbauen. Welche Bedeutung haben diese Bereiche aktuell?
Niemeyer: Pharma bleibt unser wichtigstes und zugleich stabilstes Segment.
Pharma ist die wichtigste Branche für die Uhlmann Group, doch auch Consumer Goods, Food sowie Agriculture sollen ausgebaut werden.Uhlmann Group
Die Erweiterung unseres Portfolios, etwa durch Goldfuss Automation, eröffnet uns jedoch zusätzliche Möglichkeiten. Einerseits unterstützt das Unternehmen unsere Automatisierungsaktivitäten im Pharmabereich. Andererseits bietet der Life-Science- und Lab-Bereich wertvolle Einblicke in zukünftige Entwicklungen.
Innovationen lassen sich in Consumer- und Healthcare-Märkten oftmals früher erproben als in der streng regulierten Pharmabranche. Das ermöglicht uns, neue Technologien zunächst dort einzuführen und später auf Pharmaanwendungen zu übertragen.
Dadurch schaffen wir zusätzliche Resilienz und vermeiden einen zu starken Fokus auf einzelne Märkte. Aktuell sehen wir insbesondere im Healthcare-Bereich sehr erfreuliche Wachstumsraten.
Redaktion: Auch wenn es der Gruppe in Summe gut zu gehen scheint: Welche Herausforderungen spüren Sie als Industrieunternehmen derzeit am stärksten?
Niemeyer: Ganz oben stehen für mich Regulierung und Bürokratie.
Die neue europäische Verpackungsverordnung PPWR oder die Green-Claims-Richtlinie mögen inhaltlich sinnvoll sein. Der bürokratische Aufwand, der damit einhergeht, ist allerdings enorm.
Allein beim Versand einer Maschine müssen wir Verpackungsmaterialien erfassen, registrieren und melden. Das betrifft Paletten, Holzkisten, Stretchfolien oder Kantenschutz. Und zwar in jedem einzelnen europäischen Land.
Ähnlich verhält es sich mit neuen Anforderungen an Nachhaltigkeitsaussagen. Webseiten, Broschüren und Produktunterlagen müssen überprüft und angepasst werden.
Das bindet Ressourcen, die wir lieber in Forschung und Entwicklung investieren würden.
Hinzu kommen hohe Standortkosten, insbesondere steigende Personalkosten und Sozialabgaben. Deshalb setzen wir stärker auf lokale Strukturen. Wir bauen beispielsweise Produktionskapazitäten in Mexiko auf, stärken unser Servicezentrum in Polen und werden auch unsere Aktivitäten in Asien weiter ausbauen.
Beim Fachkräftemangel sehen wir uns grundsätzlich gut aufgestellt, weil die Uhlmann Group als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Dennoch gibt es insbesondere in Zukunftsfeldern wie KI Engpässe.
Redaktion: Sie vertreten die Branche regelmäßig in Brüssel. Wo sehen Sie die wichtigsten Hausaufgaben des deutschen Verpackungsmaschinenbaus?
Niemeyer: Beim Thema Industrie 4.0 müssen wir uns selbstkritisch eingestehen, dass es dem Maschinenbau vielfach nicht gelungen ist, daraus nachhaltige digitale Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Umsätzen zu entwickeln. Und genau das müssen wir jetzt bei KI besser machen.
Es reicht nicht, KI ausschließlich zur Effizienzsteigerung einzusetzen. Wir müssen daraus neue Geschäftsmodelle entwickeln und Recurring Revenues erzeugen.
Ein zweiter Punkt betrifft China. Ich halte es für einen Fehler, sich aus diesem Markt zurückzuziehen. Man muss dort präsent sein, um Entwicklungen zu verstehen.
Ich selbst war in diesem Jahr bereits fünfmal in China. Die Entwicklungs- und Umsetzungsgeschwindigkeit dort sind enorm, aber auch die Technologie und Qualität.
Gleichzeitig entstehen weltweit neue Wachstumsregionen wie Indien, Indonesien, Vietnam, Malaysia oder Thailand. Dort müssen wir aktiv sein und mit diesen Märkten wachsen.
Außerdem sollten sich Industrieunternehmen stärker in politische Diskussionen einbringen. Wer täglich mit den Auswirkungen von Standortpolitik konfrontiert ist, sollte diese Erfahrungen auch aktiv in den politischen Diskurs einbringen.
Redaktion: Wie müssen die Produkte aussehen, mit denen deutsche Verpackungsmaschinenbauer in Zukunft erfolgreich bleiben?
Niemeyer: Wir brauchen beides: Volumenprodukte und High-End-Lösungen.
Für preissensible Märkte benötigen wir Maschinen nach dem Prinzip des frugalen Engineerings. Dabei geht es nicht um billige Produkte, sondern um qualitativ hochwertige Lösungen, die exakt die Anforderungen des jeweiligen Marktes erfüllen.
Gleichzeitig wird es weiterhin hochkomplexe Anlagen geben, die individuell auf Kunden zugeschnitten sind und höchste Anforderungen erfüllen.
Die chinesischen Wettbewerber haben in Qualität und Leistung inzwischen enorm aufgeholt und dies alles bei sehr kurzen Lieferzeiten. Der Unterschied liegt heute weniger in der Basistechnologie als vielmehr in unserer Fähigkeit, komplexe Kundenanforderungen individuell zu lösen.
Unsere Stärke liegt in Lösungskompetenz, Innovationskraft und dem Aufbau vertrauensvoller Partnerschaften. Diese Kultur gemeinsamer Entwicklung ist ein bedeutender Wettbewerbsvorteil Europas.
Deshalb müssen wir die technologische Führungsrolle immer wieder neu erarbeiten – durch Innovationen, Partnerschaften, Co-Innovation und exzellenten Service.
Redaktion: Zum Abschluss noch eine Frage des Unternehmens-Porfolios: Die Uhlmann Group wächst kontinuierlich. Gibt es denn weitere Bereiche oder Technologien, die aus Ihrer Sicht künftig gut zur Gruppe passen würden…?
Die Unternehmen der Uhlmann Group.Uhlmann Group
Niemeyer: Natürlich wissen wir sehr genau, welche Technologien und Kompetenzen die Gruppe sinnvoll ergänzen würden. Aktuell sind wir jedoch sehr zufrieden mit unserer Positionierung. Gleichzeitig gestalten wir unsere Zukunft nicht nur organisch, sondern beschäftigen uns selbstverständlich auch mit anorganischem Wachstum.
Dabei hilft uns die starke Marke Uhlmann erheblich. In der Pharmabranche genießen wir weltweit ein sehr hohes Ansehen und einen ausgezeichneten Ruf. Das ist eine gute Ausgangsbasis, wenn man über mögliche zukünftige Entwicklungen nachdenkt.
Aktuell würde ich sagen: Wir sind „schwäbisch zufrieden“ mit unserer Situation.