Künstliche Intelligenz erfolgreich einführen und nutzen

Warum KI die Verpackungsbranche in Echtzeit neu definiert

Künstliche Intelligenz ist nicht „auf dem Weg“ in die Verpackungsindustrie – sie ist bereits fest in ihr verankert. Vernetzte Verpackungen liefern den Beleg dafür, welche umfassende Rolle KI in der Verpackungsindustrie bereits spielt. Damit sind sie keine statischen Objekte mehr, sondern ein Compliance-Tool und ein Medium für das Storytelling geworden.

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KI ist kein optionales Experiment, sondern das Rückgrat der nächsten Welle von Verpackungsinnovationen.
KI ist kein optionales Experiment, sondern das Rückgrat der nächsten Welle von Verpackungsinnovationen.

Seit Jahren stecken Kreativteams in einer Sackgasse fest, die viele als „Sei jetzt kreativ“-Tretmühle bezeichnen. KI erweist sich als Gegenmittel: Durch den Wegfall sich wiederholender, manueller Schritte können Designer mutiger denken, auf steigende Erwartungen reagieren und wirklich aussagekräftige Konzepte liefern, ohne auszubrennen.

Anstatt Ideen linear zu entwickeln, ermöglicht generative KI exponentielle Arbeitsabläufe: Eine Handvoll Stichwörter oder Skizzen kann innerhalb von Sekunden zu Dutzenden von visuellen Routen erweitert werden, was die Markteinführungszeit verkürzt und die Tür zu Massenanpassung und Hyper-Personalisierung öffnet.

Warum wird KI gerade jetzt unverzichtbar?

Weil Regulierung zur bestimmenden Kraft der Branche geworden ist. Die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR), Pfandrückgabesysteme, digitale Produktpässe für viele Unternehmen – das Tempo und das Ausmaß der Veränderungen wirken wie eine Compliance-Flutwelle. Ohne KI wird die Komplexität unüberschaubar. Mit ihr gewinnt die Branche die Fähigkeit, obligatorische Veränderungen in Wettbewerbsvorteile umzuwandeln. Diejenigen, die noch über den Wert von KI diskutieren, zahlen bereits den Preis für die späte Einführung in Form von Geschwindigkeit, Kosten und Glaubwürdigkeit.

Durch die Verarbeitung von Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschleunigt sie die Entwicklung neuer Produkte und somit wird KI bald in der Lage sein, Ergebnisse vorherzusagen, sodass Verpackungsteams vorausschauend statt rückblickend planen können.

Intelligentere Materialien, mehr Nachhaltigkeit

Generative KI beschleunigt Arbeitsabläufe von linear zu exponentiell. Schlüsselwörter, Skizzen und Moodboards werden sofort zu Dutzenden von visuellen Anweisungen. Das bedeutet, dass die Markteinführungszeit verkürzt wird, die Massenanpassung explodiert und eine Hyper-Personalisierung in bisher unbekannten Dimensionen möglich wird.

Um das volle Potenzial von KI im Verpackungsbereich auszuschöpfen, muss sie mit den realen Produktionsprozessen verknüpft werden. Die Produktion muss vollständig digitalisiert werden, um eine starke Synergie zu erzielen, indem KI direkt in digitale und hybride Druck- und Codierungsworkflows integriert wird. Dieser Mehrwert ist besonders bedeutend für handels- und produktionsorientierte Umgebungen, in denen digitaler und hybrider Druck schnellere Umstellungen, variable Daten, intelligentere Codierung und eine direkte Brücke zwischen kreativer Absicht und industrieller Umsetzung ermöglicht und so KI-gesteuertes Design in einen greifbaren betrieblichen Vorteil verwandelt.

Wie KI Abfall entlang der Wertschöpfungskette reduziert

Die wahre Stärke der KI liegt darin, Beschaffung, Design, Produktion, Logistik, Kunden und Endverbraucher in einer einzigen datengesteuerten Kette zu verknüpfen. Abfallvermeidung wird so proaktiv statt reaktiv. Wenn Verpackungen mit sauberen, zuverlässigen Daten validiert werden, können Unternehmen erhebliche Einsparungen erzielen und gleichzeitig nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige Lösungen anbieten. Gutes Design wird messbar und nicht mehr subjektiv.

Produktion und Wartung neu gestalten

In der Produktion verbessert KI die Effizienz von Maschinen, erkennt Fehler, bevor es zu Ausfallzeiten kommt, und verlängert die Lebensdauer von Anlagen durch vorausschauende Wartung. Da Daten intelligenter durch Fabriken fließen, können Produktionslinien schneller auf Materialänderungen reagieren und sich an digitale Prozesse anpassen. KI hat auch das Potenzial, Best-Practices im Design zu steuern: Farbe, Struktur, Dekoration, wodurch unnötiges Over-Engineering reduziert wird.

Personalisierung in großem Umfang

KI macht Verpackungen zu einem dynamischen, anpassungsfähigen Erlebnis. Layouts können auf Produktdaten, den Kontext des Verbrauchers oder saisonale Ereignisse reagieren. Variationen, die früher als zu komplex oder zu kostspielig galten, wie Namen, Regionen oder Mikro-Kampagnen, werden skalierbar. Verpackungen entwickeln sich von statischen Druckvorlagen zu programmierbaren Medienträgern, die emotionale Bindungen aufbauen und Transparenz schaffen können. Vernetzte Erlebnisse sind nicht implizit, sondern stellen ein Tor zum Verbraucher dar und fördern die Datenintelligenz als schlüsselfertige Lösung für die Weiterentwicklung einer effektiven Zusammenarbeit zwischen HI (menschlicher Intelligenz) und KI. In einigen Bereichen, wie beispielsweise der Pharmazie oder der Ernährung, kann der Zugang zu Echtzeitinformationen sogar Leben retten.

Wie können Unternehmen KI erfolgreich einführen?

Dennoch müssen Unternehmen klar vorgehen. Ein „AI-Innovationstheater“, bei dem Tools ohne messbare Ergebnisse eingesetzt werden, schadet mehr, als es nützt. Fragmentierte Ökosysteme, fehlende Standards und organisatorische Silos bleiben erhebliche Hindernisse.

KI kann weder schwaches Design Thinking beheben noch kreative Intuition ersetzen. Großen Unternehmen fehlt es oft an der kulturellen Neugier und dem Kooperationsgeist, die für eine echte Integration von KI erforderlich sind – eine Lücke, die durch Umstrukturierungen und Fachkräftemangel noch vergrößert wird.

Was kommt als Nächstes?

Die Zukunft kommt viel schneller als erwartet. Künstliche Intelligenzmodelle werden sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln und systemische Veränderungen bewirken, indem sie nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Kooperationspartner sind. Wir können bereits heute beobachten, dass diese Revolution bereits stattfindet. Dies wird Materialien, Strukturen, Prototyping, Fotografie und Design-Workflows neu gestalten. Die Konvergenz von KI und HI wird das neue Betriebssystem der Branche bilden, wobei Verpackungen sowohl in digitalen als auch in hybriden Umgebungen zu einem zentralen Medienkanal werden.

Strategisches Denken, Autonomie und empathische KI werden die nächste Ära prägen. Compliance-Plattformen werden selbstständig lernen, immersive Kundenerlebnisse werden sich in Echtzeit anpassen und Verpackungen werden sich von passiven Objekten zu aktiven Helfern wandeln.

KI ist kein optionales Experiment mehr. Sie ist das Rückgrat der nächsten Welle von Verpackungsinnovationen, und Unternehmen, die sie mit Klarheit, Kreativität und Verantwortung nutzen, werden die Standards prägen, denen der Rest der Branche folgt.

Über die Paris Packaging Week

Am 5. und 6. Februar 2026 feierte die Paris Packaging Week ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsaugabe: Was 2001 mit der Gründung eines Events für Packaging, PCD, in der Kosmetik- und Beautybranche begann, hat sich heute zu einem globalen Treffpunkt für die Verpackungsbranche in Europa entwickelt.

Die Messe blickt auf ein Vierteljahrhundert voller kreativer Impulse und technischer Fortschritte zurück und steht 2026 unter dem Motto «Iconic»: Innovation, Creativity, Outstanding, Network, Inclusion und Celebration. Zwei Tage lang treffen sich in Paris führende Vertreterinnen und Vertreter der Luxus-, Beauty-, Premiumgetränke- und Aerosolindustrie.

KI in der Verpackungsbranche

1. Ist KI in der Verpackungsindustrie Zukunft oder Realität?

KI ist bereits im Einsatz – zum Beispiel bei vernetzten Verpackungen, Designprozessen und in der Produktion.

2. Warum wird KI gerade jetzt unverzichtbar?

Neue Vorschriften wie PPWR und digitale Produktpässe erhöhen die Komplexität. KI kann helfen, diese Anforderungen schneller und effizienter zu erfüllen.

3. Wie kann KI das Verpackungsdesign verändern?

Generative KI liefert aus wenigen Inputs in Sekunden viele Designvarianten, beschleunigt Abläufe und ermöglicht massenhafte Personalisierung.

4. Welche Vorteile kann KI in der Produktion bringen?

• frühzeitige Fehlererkennung

• vorausschauende Wartung

• schnellere Umstellungen

5. Wie kann KI Nachhaltigkeit unterstützen?

Durch die Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette kann KI Abfallpotenziale früh erkennen und helfen, Materialien effizienter zu nutzen.

6. Wie kann KI personalisierte Verpackungen ermöglichen?

Verpackungen können sich dynamisch an Daten, Regionen, Anlässe oder Kampagnen anpassen – kostengünstig und skalierbar.

7. Welche Herausforderungen gibt es bei der Einführung?

Häufige Hürden sind möglicherweise fehlende klare Ziele, organisatorische Silos, unverbundene Systeme und mangelnde Veränderungsbereitschaft.