Demeter Bio entwickelt Barrierebeschichtung für Verpackungen

Biobasierte Beschichtung soll PFAS ersetzen

Das britische Biomaterial-Startup Demeter Bio hat mit Fibrepel eine biobasierte Beschichtung entwickelt, die PFAS-haltige Systeme ersetzen soll. Für Verpackungsanwendungen verspricht das Material eine dauerhafte Beständigkeit gegenüber Wasser, Öl und Alkohol.

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Die PPWR gibt seit dem 12. August 2026 spezifische PFAS-Grenzwerte für Lebensmittelverpackungen vor.

Das Londoner Unternehmen Demeter Bio will mit seiner Beschichtung Fibrepel eine Alternative zu fluorhaltigen Ausrüstungen und Beschichtungen schaffen. Die Technologie basiert nach Angaben des Unternehmens auf erneuerbaren biologischen Rohstoffen und ist unter anderem für Verpackungen, Textilien und weitere Hochleistungsmaterialien vorgesehen.

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften unter anderem für Lebensmittelverpackungen eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen Persistenz und möglicher Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt geraten die Stoffe jedoch regulatorisch zunehmend unter Druck. Demeter Bio sieht deshalb insbesondere bei Beschichtungen Bedarf für leistungsfähige fluorfreie Alternativen.

Wasser-, Öl- und Alkoholbarriere ohne Fluor

Fibrepel soll Oberflächen dauerhaft gegen Wasser, Öl und Alkohol schützen. Nach Unternehmensangaben kommt die Beschichtung dabei ohne Fluorverbindungen aus und soll zugleich ungiftig sowie biologisch basiert sein. Darüber hinaus nennt Demeter Bio eine inhärente antimikrobielle Wirkung als weitere Eigenschaft des Materials.

Damit zielt das Unternehmen auf eine Schwachstelle bisheriger PFAS-Alternativen. Demeter Bio zufolge greifen manche fluorfreien Beschichtungen beispielsweise auf Mikroplastik zurück und erreichen insbesondere bei der Beständigkeit gegenüber Öl und Alkohol nicht die Leistungsfähigkeit herkömmlicher Systeme. Fibrepel soll diese Anforderungen mit Materialien aus erneuerbaren biologischen Quellen erfüllen.

Das Unternehmen betont zudem, dass seine Materialplattform auf Skalierbarkeit und eine Produktion in kommerziellen Mengen ausgelegt ist. Ziel sei es, persistente Chemikalien wie PFAS zu ersetzen, ohne Abstriche bei Funktionalität oder industrieller Verarbeitbarkeit machen zu müssen.

Auszeichnung für PFAS-Alternative

Für seine PFAS-Alternative wurde Demeter Bio 2026 bei der Emerging Technologies Competition der Royal Society of Chemistry (RSC) als Sieger in der Kategorie „Environment“ ausgezeichnet. Die RSC beschreibt die Technologie als biologisch basierte, biologisch abbaubare Beschichtung aus Biopolymeren, die mit bestehenden Produktionsanlagen verarbeitet werden könne.

Für Verpackungshersteller könnte die Technologie insbesondere dort interessant werden, wo Papier- oder Faserverpackungen eine zuverlässige Barriere gegen Feuchtigkeit und Fett benötigen. Demeter Bio bietet derzeit die Evaluierung des Materials sowie technische Daten und Kooperationen für industrielle Anwendungen an.