„Das flüssige Haarnetz“
Der im Jahre 1898 gegründete Hamburger Haarspezialist Schwarzkopf brachte 1955 das erste Haarspray – auch flüssiges Haarnetz genannt – unter dem Namen „Taft“ auf den deutschen Markt. Der Markenname orientierte sich an dem steifen, glänzenden und knisternden Taftstoff.
Das preiswerte sogenannte „Ein-Zoll-Aerosol-Ventil“ bequem durch Fingerdruck zu betätigen, erfunden von dem Amerikaner Abplanalp, verhalf der Spraydose zum Durchbruch.
Als Verpackung diente die Spraydose, die der
Norweger Erik Rotheim 1926 bei Experimenten zum Auftragen von Skiwachs erfunden
hatte. Bei einer Spraydose wird Treibgas mit Wirkstoff vermischt, unter Druck in
ein Behältnis abgefüllt und über ein Ventil fein zerstäubt abgegeben. Den
Durchbruch für die Spraydose brachte Anfang der Fünfzigerjahre die Erfindung
des Ein-Zoll-Ventils von Robert Abplanalp aus New York, das das Sprühverhalten
wesentlich verbesserte. Er gründete die Firma Precision Valve Corporation in Yonkers
und fertigte die Ventile weltweit in großer Stückzahl.
2025/2026
– Taft und die Spraydose feiern Geburtstag
Die
aus Weißblech oder Aluminium hergestellte Haarspraydose war in Deutschland sehr
erfolgreich, und das Wort „taften“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch
aufgenommen. 1971 wurde der Markenname mit dem Zusatz „Drei Wetter Taft“ versehen
und die klassische Werbung des Sprays – optimaler Schutz der Frisur bei Regen,
Wind und Sonne – kreiert.
Im
Jahre 1995 übernahm Henkel die Firma Schwarzkopf und wurde so über Nacht
führender Anbieter im Bereich Haarkosmetik.
2021
erfolgte ein umfassender Relaunch der Marke und der Kultwerbespot aus den 70er-/80er-Jahren
wurde mit bekannten Werbefiguren und einem Schuss Ironie neu aufgelegt. Der Zusatz
„3 Wetter“ vor dem Markennamen verschwand von den Verpackungen.
Heute
steht die Marke Taft unter der Dachmarke Schwarzkopf im Portfolio von Henkel
für eine große Anzahl an Haarpflegeprodukten in den verschiedensten
Verpackungen wie Tube, Tiegel, Kopfstandflasche, Pumpsprühdose und natürlich
Metallspraydose.