Einordnung im Rahmen der Packaging and Packaging Waste Regulation PPWR
DVI offeriert Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung
Die Anforderungen der PPWR sorgen bei der Ladeeinheitensicherung für Unsicherheit. Mit einem neuen Orientierungspapier bietet das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (DVI) Unternehmen eine fundierte Einordnung zu Mehrwegpflichten, Rezyklatquoten und realistischen Handlungsoptionen.
Praxisnaher Überblick zu den Anforderungen der PPWR.
DVI
Ab
dem 12. August 2026 wird die neue europäische Verpackungsverordnung (PPWR)
schrittweise in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich. Ab 2030 gelten unter
anderem Mehrweg- und Mindest‑Rezyklateinsatzquoten für Transportverpackungen,
einschließlich Umreifungsbändern und flexiblen Palettenumhüllungen aus
Kunststoff und Papier.
Um
die daraus entstehenden Unsicherheiten insbesondere bei der
Ladeeinheitensicherung zu adressieren, hat das DVIein Orientierungspapier veröffentlicht. Es
bietet laut dvi einen praxisnahen Überblick
zu den Anforderungen der PPWR, erläutert
Definitionen und den gesetzlichen Rahmen (insbesondere Artikel 7
und 29), stellt Wiederverwendungs‑ und
Rezyklateinsatzquoten dar und benennt zentrale Herausforderungen sowie Lösungsansätze.
Nach
Artikel 29 Abs. 1 müssen Transportverpackungen ab 2030 eine
Mehrwegquote von 40 %
erreichen. Ein geplanter delegierter Rechtsakt sieht vor, Umreifungsbänder und Palettenumhüllungen von der ursprünglich vorgesehenen 100‑% ‑Mehrwegpflicht
auszunehmen. Gleichzeitig gelten nach Artikel 7
Mindest‑Rezyklateinsatzquoten: Für
Stretchfolien und Kunststoff‑Umreifungsbänder
sind ab 2030 mindestens 35 % PCR
vorgeschrieben, ab 2040 dann 65 %.
Das DVI sieht derzeit keine technisch und wirtschaftlich tragfähigen
Mehrwegalternativen für Einweg‑Bänder und ‑Folien in automatisierten Prozessen.
Daher plädiert das Orientierungspapier – auch unter Verweis auf Studien zu
ökologischen Vorteilen – für den Ausbau geeigneter Recyclingkreisläufe als
sinnvollere Alternative zur Wiederverwendung.
Gleichzeitig
weist das dvi auf erhebliche Herausforderungen beim Einsatz von Rezyklaten hin,
etwa bei der sicheren Rohstoffverfügbarkeit, der Rezyklatqualität und der
Materialperformance. Erforderlich seien integrierte Ansätze, weitere
Innovationen sowie die Weiterentwicklung skalierbarer Recycling‑ und Closed‑Loop‑Systeme.
Das
Orientierungspapier wurde unter Einbindung des dvi‑Ausschusses
Ladeeinheitensicherung erarbeitet, in dem rund 20 Unternehmen entlang der
gesamten Wertschöpfungskette vertreten sind. Interessierte Stakeholder können
das Papier auf Anfrage über die DVI‑Homepage beziehen.