Globale Kampagne "#JoinTheRefillMovement" gestartet
L’Oréal treibt Nachfüllkonzepte voran
Mit einer breit angelegten Kommunikations- und Produktinitiative verstärkt L’Oréal seine Aktivitäten im Bereich nachfüllbarer Kosmetik. Der Konzern hat Mitte Juni 2026 seine bislang umfangreichste Nachhaltigkeitskampagne gestartet, die gezielt darauf abzielt, Refills im Massenmarkt zu etablieren und die Wahrnehmung entsprechender Verpackungslösungen zu verändern.
Mit der Kamapgne will L’Oréal Konsumenten und Konsumentinnen vom Refill-Angebot überzeugen.
L’Oréal BETC
Im Fokus der Kampagne #JoinTheRefillMovement steht die
Skalierung nachfüllbarer Verpackungskonzepte über sämtliche Geschäftsbereiche
hinweg. Erstmals sind vier Divisionen, 18 Marken und 28 Produkte gebündelt
beteiligt – von Hautpflege und Düften bis hin zu Make-up und Haarpflege.
Damit positioniert L’Oréal nachfüllbare Verpackungen nach
eigenen Angaben nicht länger als Nischenlösung, sondern als integralen
Bestandteil seiner globalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Ein zentrales
Instrument ist das konzerninterne Innovationsprogramm „L’Accelerator“, für das
rund 100 Mio. Euro bereitgestellt werden. Ziel ist die Entwicklung und
industrielle Skalierung neuer, nachhaltiger Verpackungsmaterialien und
-systeme.
Handel und Sichtbarkeit als Erfolgsfaktoren
Ein wesentlicher Ansatzpunkt der Kampagne ist die
Verbesserung der Sichtbarkeit von Refill-Angeboten im stationären und digitalen
Handel. Durch verstärkte Kooperationen mit Handelspartnern sollen
Nachfülllösungen entlang der Customer Journey präsenter und einfacher
zugänglich werden.
Hintergrund ist eine weiterhin bestehende Lücke zwischen
Verbraucherinteresse und tatsächlichem Kaufverhalten: Laut einer
internationalen Kantar-Studie wünschen sich 84 %
der Konsumenten nachhaltigere Alternativen, nutzen diese aber bislang nur
eingeschränkt. L’Oréal adressiert dieses Spannungsfeld gezielt, indem neben
Umweltaspekten auch Komfort, Leistung und Preisvorteile stärker kommuniziert werden.
Konkrete Einsparungen als Kommunikationsinstrument
Ein zentrales Element der Kampagne ist die transparente
Quantifizierung von Materialeinsparungen. Jedes beworbene Produkt enthält
konkrete Angaben dazu, wie stark sich der Einsatz von Verpackungsmaterial beim
Nachfüllen reduziert.
So kann etwa ein Refill der Lancôme Absolue Longevity Soft
Cream gegenüber dem klassischen Tiegel den Materialeinsatz signifikant senken –
unter anderem vollständig beim Glasanteil sowie deutlich bei Metall, Kunststoff
und Karton. Dieses Prinzip soll die Wirkung von Verpackungsinnovationen für
Verbraucher unmittelbar nachvollziehbar machen.
Breite Umsetzung in allen Marktsegmenten
Die Initiative umfasst sämtliche Preissegmente und
Vertriebskanäle. Während im Luxusbereich Marken wie Lancôme, Prada oder Yves
Saint Laurent neue Refill-Produkte integrieren, wird das Konzept im Massenmarkt
unter anderem über Garnier ausgerollt.
Parallel treiben die Divisionen für professionellen
Friseurbedarf sowie dermatologische Kosmetik ihre Refill-Angebote voran.
Besonders bemerkenswert ist hierbei die erstmalige Einführung entsprechender
Lösungen im Bereich der dermatologischen Hautpflege, etwa bei Marken wie La
Roche-Posay, Vichy und CeraVe.
Produktions- und Innovationsbasis wächst
Flankiert wird die Kampagne durch Investitionen in
Produktionskapazitäten. Neue Anlagen für Refill-Produkte wurden unter anderem
in Frankreich und Spanien aufgebaut, wodurch L’Oréal sein entsprechendes
Angebot zwischen 2019 und 2025 nahezu vervierfachen konnte.
Gleichzeitig setzt das Unternehmen verstärkt auf externe
Innovationsimpulse. Über das „L’AcceleratOR“-Programm werden unter anderem
Materialien auf Algenbasis, Biokunststoffe aus Zuckerrohr sowie papierbasierte
Verpackungslösungen entwickelt