Neue Materialien für Kunstdärme

Polyamid erstmals wasser- und rauchdurchlässig

Ein neues thermoplastisches Polyamid kombiniert mechanische Festigkeit mit gezielter Wasser- und Rauchpermeabilität und erweitert damit die Möglichkeiten bei Kunstdärmen.

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Rauch und Feuchtigkeit passieren den Darm: Polyamid ermöglicht neue Prozesse in der Wurstherstellung.
Rauch und Feuchtigkeit passieren den Darm: Polyamid ermöglicht neue Prozesse in der Wurstherstellung.

Wasser- und Rauchdurchlässigkeit galten bei thermoplastischen Polyamiden bislang als nicht erreichbar. Mit Ultramid H entwickelt BASF nun ein Material, das beide Eigenschaften miteinander kombiniert und damit neue Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung ermöglicht. Erstmals lassen sich geräucherte und anschließend getrocknete Würste in einem Kunstdarm aus reinem Polyamid herstellen. Während des Räucherns können Raucharomen in das Produkt eindringen, gleichzeitig wird beim Trocknen Wasser kontrolliert abgegeben. Dadurch werden Prozessschritte direkt im Darm möglich. Durch die hohe mechanische Festigkeit des Materials können Kunstdärme zudem dünnwandiger ausgelegt werden. Das reduziert den Materialeinsatz und eröffnet zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten bei der Produktentwicklung. Ein weiterer Aspekt ist die Verarbeitung: Das Material lässt sich mit bestehenden Verfahren für Polyamide einsetzen und in vorhandene Produktionslinien integrieren, ohne Anpassungen an der Anlagentechnik vornehmen zu müssen. Auf der Interpack 2026 wird es als Ansatz für funktionale Verpackungs- und Darmmaterialien vorgestellt, die etablierte Lösungen auf Basis von Kollagen oder Zellulose ergänzen können.

Interpack 2026
Halle 10, Stand A44