Kreislauffähige Verpackungskonzepte entlang des gesamten Lebenszyklus
Materialtrennung, Geometrie und Monomaterial als Stellhebel
Selbsttrennende Verpackungen, optimierte Raumnutzung und reduzierte Materialverbunde prägen aktuelle Ansätze für recyclingfähige Verpackungssysteme.
Selbsttrennender Becher: Beim K3 r100 löst sich der Kartonmantel im Recyclingprozess automatisch vom Kunststoffbecher, sodass beide Materialien sortenrein erfasst und weiterverarbeitet werden können.
Greiner Packaging
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Recyclingfähigkeit verlagert sich der Fokus auf konkrete konstruktive Lösungen. Greiner Packaging stellt zur Interpack 2026 Verpackungskonzepte vor, die Materialtrennung, Materialeinsatz und Logistik direkt im Design adressieren.
Ein zentraler Ansatz ist die automatische Trennung von Materialien im Recyclingprozess. Beim K3 r100 handelt es sich um einen Kunststoffbecher mit Kartonmantel, bei dem sich der Karton im Recyclingprozess selbstständig vom Becher löst, sodass beide Materialien sortenrein erfasst werden können. Das Prinzip wird auf weitere Anwendungen übertragen und erweitert.
Mit dem Cubo-Becher rückt die Geometrie der Verpackung in den Fokus. Die quadratische Form ermöglicht eine effizientere Nutzung von Transport- und Lagerflächen und reduziert damit indirekt den logistischen Aufwand.
Der Click In Siegeldeckel verfolgt einen anderen Ansatz: Durch die Zusammenführung von Verschluss- und Siegelfunktion in einer monomaterialbasierten Lösung entfällt die Kombination unterschiedlicher Materialien. Dadurch wird die Sortierfähigkeit verbessert, während Produktschutz und Wiederverschließbarkeit erhalten bleiben.
Ergänzend werden Anwendungen für regulierte Bereiche wie den Gesundheitsmarkt gezeigt. Hier liegt der Fokus auf der Übertragbarkeit kreislauffähiger Konzepte unter Bedingungen, die hohe Anforderungen an Materialperformance und Prozesssicherheit stellen. Die Beispiele verdeutlichen unterschiedliche Stellhebel für kreislauffähige Verpackungen – von konstruktiver Materialtrennung über Geometrie bis hin zur Reduktion von Materialverbunden. Entscheidend ist dabei die Umsetzbarkeit im industriellen Maßstab.
Interpack 2026
Halle 10, Stand C42