Rahmenprogramm auf der Interpack 2026
Neue Impulse für Nachhaltigkeit und Food Protection
Wie kann Verpackung dazu beitragen, Lebensmittel besser zu schützen, Verluste zu reduzieren und Nachhaltigkeit voranzubringen? Antworten geben die „Save Food“ Expert Talks am 12. Mai auf der interpack – mit internationalen Organisationen, Unternehmen und Initiativen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Seit 2011 gibt es die Initiative "Save Food".
Messe Düsseldorf / Constanze Tillmann
Innerhalb der Expert Talks bilden zwei Paneldiskussionen den
inhaltlichen Schwerpunkt. Das Forum „Global Packaging in Transition:
Regulation, Partnerships and the Race for Sustainable Value“ bringt
internationale Organisationen und Branchenakteure zusammen, darunter die United
Nations Industrial Development Organization (UNIDO), die Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die World Packaging
Organisation (WPO) sowie die „Save food“-Initiative und die Messe Düsseldorf.
Im Fokus stehen regulatorische Entwicklungen wie die PPWR, internationale
Rahmenwerke und die Frage, wie Kooperationen zwischen Industrie und
Institutionen die Transformation zu nachhaltigen Verpackungssystemen beschleunigen
können. Diskutiert wird, wie sich regulatorische Anforderungen, Designstandards
und systemische Programme so verbinden lassen, dass sowohl Nachhaltigkeitsziele
erreicht als auch Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette
reduziert werden.
Anwendungen entlang der Lieferkette
Das zweite Forum „Turning Packaging into a Food Saver:
Trends, Innovations, and Solutions Across the Food Supply Chain“ richtet den
Blick auf konkrete Anwendungen entlang der Lieferkette. Thematisiert werden
unter anderem die Verlängerung der Haltbarkeit durch Verpackung, die
Sicherstellung stabiler Kühlketten, effiziente Logistik- und
Distributionsprozesse sowie die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette.
Beiträge aus Unternehmen wie Multivac, Kühne+Nagel, der SIG Foundation sowie
der Zertifizierungsorganisation FSSC zeigen, wie sich Verpackung, Logistik und
Qualitätsstandards zu wirksamen Lösungen verbinden lassen. Ziel ist es,
praxisnahe Ansätze aufzuzeigen, die Lebensmittelverluste reduzieren, die
Lebensmittelsicherheit erhöhen und die Effizienz entlang der gesamten Supply
Chain verbessern. Im Anschluss an die Paneldiskussionen steht der Austausch im
Mittelpunkt: Teilnehmende haben die Gelegenheit, mit internationalen Akteuren
ins Gespräch zu kommen und die diskutierten Themen zu vertiefen.
Awards und Projektwettbewerb
Ein zentraler Programmpunkt sind die Verleihung der „Save Food“
Design-Awards, der Sustainability Design Awards sowie des „Save Food“
Projektwettbewerbs. Ausgezeichnet werden Lösungen und Projekte, die
nachweislich zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten beitragen und zugleich
wirtschaftliche sowie ökologische Wirkung entfalten. Mit insgesamt über 100
Einreichungen für die Awards ist dies ein starkes Signal für die hohe Relevanz
innovativer Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten und für die
wachsende Bedeutung nachhaltiger Entwicklungen in der Verpackungsbranche. Im
Projektwettbewerb werden erstmals Initiativen finanziell gefördert, um
erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und international sichtbar zu machen.
Über die „Save Food“-Initiative
Die Initiative wurde 2011 von der Messe Düsseldorf und der Interpack
ins Leben gerufen. Seitdem arbeitet sie unter anderem mit der Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Umweltprogramm
der Vereinten Nationen (UN Environment) zusammen. Mit der World Packaging
Organisation (WPO) und der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle
Entwicklung (UNIDO) kamen weitere bedeutende Partner hinzu, die die Initiative
bis heute mit ihrem Engagement und ihrer fachlichen Expertise unterstützen.