Geräteaustausch beim Lebensmittelhersteller

DE-VAU-GE reduziert Klebstoffstörungen drastisch

Während des laufenden Betriebs hat DE-VAU-GE seine Klebstoff-Auftragssysteme auf eine neue Gerätegeneration von Robatech umgestellt. Durch die Standardisierung der Technik, vereinfachte Wartung und moderne Diagnosemöglichkeiten gingen Störungen an den Verpackungslinien nahezu auf null zurück.

2 min
Ein Servicemitarbeiter in Aktion.

Wenn in der Produktion ein System ausfällt, zählt jede Minute. Bei DE-VAU-GE laufen die Verpackungsanlagen für Cerealien, Müsli, Fruchtschnitten, Riegel und Plant Based Drinks rund um die Uhr an fünf bis sechs Tagen pro Woche. 

 Die bestehenden Concept-Geräte waren teilweise bereits zehn Jahre im Einsatz. Gleichzeitig stand die Erneuerung des Full-Leasing-Vertrags an. "Der Zeitpunkt war ideal, um auf die neue Alpha-Generation umzusteigen", sagt Marco Willems, Sales Director Robatech Deutschland. Ziel war es, den Klebstoffauftrag zukunftssicher aufzustellen und die unterschiedlichen Schmelzgerätevarianten zu vereinheitlichen.  

 Während die bisherigen Geräte je nach Anwendung mit zwei, vier, sechs oder acht Heizschlauchanschlüssen ausgestattet waren, setzt DE-VAU-GE heute durchgängig auf das Schmelzgerät Alpha S Pro mit sechs Anschlüssen. Dadurch können Backup-Geräte flexibel an jeder Verpackungslinie eingesetzt werden. Wartung, Austausch und Ersatzteilhaltung wurden deutlich vereinfacht. 

Alpha mit Smart Terminal und ohne Touch Panel.

 

Modernisierung im laufenden Betrieb

Im Dezember 2025 startete am Standort Lüneburg die Modernisierung der ersten 16 von insgesamt 33 Klebstoff-Auftragssystemen. Eine besondere Herausforderung: Die Umrüstung musste während des laufenden Produktionsbetriebs erfolgen. "Das Erste, woran man denkt, sind natürlich die Ausfallzeiten", sagt Vitali Loktew, Leiter Stördienst. "Wir mussten die Termine mit der Produktion genau abstimmen. Welche Anlage kann wann gestoppt werden? Und stehen die Techniker von Robatech im gewünschten Zeitfenster zur Verfügung? Aber die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert."

Die Umstellung verlief unkomplizierter als gedacht.

Vitali Loktew, Leiter Stördienst

Vitali Loktew, Leiter Stördienst.

Für die Modernisierung eines Klebstoff-Auftrgssystems waren rund vier Stunden eingeplant – inklusive Austausch des Schmelzgerätes, der Heizschläuche und Auftragsköpfe, von Teilen des automatischen Befüllsystems sowie die Systemintegration in die bestehenden Verpackungslinien. «Wir haben jedes Zeitfenster eingehalten», erinnert sich Vitali Loktew.

Darum entschied sich DE-VAU-GE für Alpha 

DE-VAU-GE evaluierte im Vorfeld verschiedene Anbieter und Modernisierungslösungen. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Robatech waren neben der Technologie vor allem die langjährige Zusammenarbeit und der zuverlässige Service.

 Auch Alpha überzeugte schnell. Die Verpackungsanlagen bei DE-VAU-GE sind teilweise 15 bis 20 Jahre alt – der verfügbare Platz in den Anlagen ist entsprechend begrenzt. "Dass Alpha kompakter als Concept ist, war ein großer Vorteil", erklärt Rainer Nielandt, Area Sales Manager North Germany bei Robatech. Weitere Vorteile der neuen Schmelzgerätegeneration seien zudem kürzere Aufheizzeiten, einfache Bedienung per Tablet oder Smartphone sowie schnelle Diagnose bei Störungen.

 Gerade der Wegfall der Bedieneinheit an den Schmelzgeräten erwies sich im Produktionsalltag als vorteilhaft. "Flurförderzeuge stoßen immer wieder an die Schmelzgeräte und beschädigen die Displays. Dann entstehen schnell hohe Kosten", beschreibt der Leiter Stördienst. "Das entfällt jetzt komplett."

Schmelzgerät Concept Stream mit automatischem Befüllsystem.

Seit April 2026 laufen am Standort Lüneburg 33 Alpha im Produktionsbetrieb. "Während der Inbetriebnahme hat mich der Robatech-Servicetechniker eine halbe Stunde intensiv am Alpha eingewiesen", so Martin Saße, Elektrotechniker im Stördienst bei DE-VAU-GE. "WLAN, Bedienung, Fehlersuche. Danach konnte ich viele Dinge sofort selbst lösen. Unsere Techniker sind begeistert. Man nimmt sich ein Tablet, loggt sich ein und sieht sofort, wo der Fehler liegt. Das waren ganz kleine Fehler, die treten jetzt gar nicht mehr auf." 

Seit der Modernisierung zeigt sich im laufenden Betrieb der größte Unterschied: Die Störungen bei den Schmelzgeräten sind nahezu auf null zurückgegangen. "Man sieht wirklich einen Extremsprung", sagt Vitali Loktew. Am Standort Tangermünde steht die Modernisierung mit sieben Schmelzgeräten und einem Backup-System ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Obwohl Alpha zahlreiche Schnittstellen für die Integration in Anlagen bietet, empfiehlt Marco Willems, die Anforderungen zur Systemintegration frühzeitig mit den Maschinenbauern abzuklären: "Während ältere Concept-Geräte häufig fest verdrahtet sind, ermöglicht Alpha moderne Kommunikations- und Integrationsmöglichkeiten. Wir stellen einfach die gewünschte Schnittstelle bereit." 

Die Modernisierung war einfacher als erwartet

 Rückblickend sagt Loktew: „Die Umstellung war einwandfrei. Da kann man wirklich nichts bemängeln. Der Wechsel verlief unkomplizierter als gedacht." Heute profitiert DE-VAU-GE von einer deutlich höheren Anlagenverfügbarkeit, einfacheren Diagnosemöglichkeiten, moderner Bedienung und spürbar weniger Stress mit den Schmelzgeräten. Oder, wie Vitali Loktew es zusammenfasst: "Die neuen Geräte haben deutlich mehr positive Merkmale als die alten. Und wenn mich jemand fragen würde, welches Leimgerät er einsetzen soll – ich würde wieder auf Robatech gehen."

 

 

Robatech und DE-VAU-GE

Die Robatech AG mit Hauptsitz im schweizerischen Muri (Aargau) entwickelt und produziert Systeme für den industriellen Heißleim- und Kaltleimauftrag. Das 1975 gegründete Unternehmen bietet unter anderem Schmelzgeräte, Auftragsköpfe, Steuerungen sowie Dosiersysteme für Klebstoffanwendungen an. Die Lösungen kommen in zahlreichen Industrien zum Einsatz, darunter die Verpackungs-, Hygiene-, Grafik-, Holz- und Bauindustrie. Die Unternehmensgruppe ist nach eigenen Angaben in mehr als 80 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit über 670 Mitarbeitende. Im Fokus stehen energieeffiziente und ressourcenschonende Klebstoff-Auftragssysteme, die Produktionsprozesse sicherer, einfacher und nachhaltiger gestalten sollen.

DE-VAU-GE zählt zu den wichtigsten deutschen Herstellern von Cerealien, Müslis und Riegeln für Handelsmarken. Das 1899 gegründete Familienunternehmen produziert an den Standorten Lüneburg und Tangermünde und beliefert den europäischen Lebensmitteleinzelhandel mit Frühstückscerealien, Snacks und pflanzlichen Getränken. 2026 modernisierte die Firma 44 Schmelzgeräte an den Verpackungsanlagen im laufenden Betrieb.