Gewichtsreduzierung bei Getränkeflaschen

Gentlebrand setzt auf gezielte Materialoptimierung

Mit dem Konzept „Smartweighting“ präsentiert Gentlebrand einen Ansatz zur Gewichtsreduktion, der die Materialverteilung innerhalb der Verpackung optimiert. Im Mittelpunkt steht die für stilles Wasser entwickelte PET-Flasche „Minerva“, bei der Materialeinsparung, Stabilität und hochwertige Anmutung miteinander kombiniert werden sollen.

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Die Flaschenstruktur gibt den Materialeinsatz vor.

Im Unterschied zu klassischen Lightweighting-Strategien reduziert Smartweighting nicht einfach die Materialmenge. Stattdessen wird die Flaschenstruktur konstruktiv so ausgelegt, dass Material nur dort eingesetzt wird, wo es für Stabilität und Funktion erforderlich ist. Ziel ist es, trotz geringerem Gewicht eine hohe Belastbarkeit entlang der gesamten Prozesskette sicherzustellen – vom Streckblasen über die Abfüllung bis hin zu Transport und Lagerung.

Die Minverva-Flasche entstand gemeinsam mit dem Engineering-Partner Competek, der die technische Umsetzung unterstützte. Das Design kombiniert glatte, minimalistische Flächen mit funktionalen Verstärkungselementen, die die Stabilität erhöhen, ohne die Optik zu beeinträchtigen. Auch die Flaschenmündung wurde überarbeitet, um Material einzusparen und gleichzeitig das Handling zu verbessern.

Besonderes Augenmerk legt Gentlebrand auf die eingesetzten Materialien. Die Flasche besteht vollständig aus Bio-PET von UPM Biochemicals. Ergänzt wird sie durch ein Etikett aus Vanish-PCR-Folie von UPM Raflatac. Dieses ermöglicht einen sogenannten No-Label-Look mit hoher Transparenz und soll gleichzeitig den Materialeinsatz reduzieren sowie die Recyclingfähigkeit verbessern.

Nach Angaben des Unternehmens adressiert Smartweighting ein bekanntes Problem im Getränkemarkt: Leichte Flaschen werden häufig mit geringerer Produktqualität verbunden. Der Ansatz soll deshalb zeigen, dass Materialreduktion nicht zwangsläufig zulasten von Stabilität, Wertigkeit oder Markenwirkung gehen muss.

„Minerva ermöglicht uns zu zeigen, dass Gewichtsreduzierung nicht zwangsläufig zu Abstrichen führt“, erklärt Andrea Rizzardi, Direktor von Gentlebrand. Entscheidend sei nicht die absolute Materialmenge, sondern deren gezielter Einsatz innerhalb der Verpackungsstruktur.

Gentlebrand sieht in Smartweighting einen möglichen Ansatz für die Weiterentwicklung ressourcenschonender Getränkeverpackungen. Die Kombination aus optimierter Konstruktion, reduziertem Materialeinsatz und recyclingorientierter Materialwahl soll dabei ökologische und wirtschaftliche Anforderungen miteinander verbinden.