Paneuropäische Plattform soll Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Greendot stärkt seine Kreislaufwirtschaftsaktivitäten in Frankreich
Mit dem Einstieg bei Valorie und der Partnerschaft mit Léko will Greendot das Kunststoffrecycling in Frankreich stärken, PPWR-Ziele unterstützen und Herstellern einen besseren Zugang zu Rezyklaten ermöglichen.
Greendot baut seine Aktivitäten in Frankreich aus und will durch die Zusammenarbeit mit Léko das Kunststoffrecycling stärken. Ziel ist eine europaweit vernetzte Kreislaufwirtschaft, die Sammlung, Sortierung und Recycling mit der Bereitstellung hochwertiger Rezyklate verbindet.
OpenAI
Greendot hat einen Meilenstein beim Ausbau seiner Aktivitäten in Frankreich erreicht: Das Unternehmen erwirbt eine 50-%-ige Beteiligung an Valorie und geht damit eine gleichberechtigte Partnerschaft mit Reclay ein.
Valorie ist die Holdinggesellschaft der französischen Organisationen für erweiterte Herstellerverantwortung Léko und Léko Pro. Léko ist für Haushaltsverpackungen und Papier zuständig, Léko Pro für Verpackungen aus dem gewerblichen Bereich. Die Transaktion folgt auf die bereits in diesem Sommer angekündigten fortgeschrittenen Gespräche.
Im Rahmen der neuen Eigentümerstruktur übernimmt Greendot CEO Laurent Auguste den Vorsitz von Valorie. Mit umfassender industrieller Expertise in den Bereichen Recycling und Kreislaufwirtschaft soll die weitere Entwicklung von Léko und Léko Pro aktiv unterstützt werden. Dabei sollen neue Lösungen dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit des Kunststoffverpackungsrecyclings in Frankreich zu steigern. Frankreich liegt derzeit mit einer Recyclingquote von 27,5 % auf Platz 25 von 27 EU-Mitgliedstaaten und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 42,5 %.
Ziel ist es, das Recycling von Kunststoffverpackungen in Frankreich weiter voranzubringen. Im Fokus stehen dabei die Ziele der europäischen Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) und eine größere strategische Unabhängigkeit. Gleichzeitig sollen Markenhersteller Zugang zu Rezyklaten zu wettbewerbsfähigen und stabilen Preisen erhalten. Aufbauend auf der Strategie des Unternehmens, EPR-Expertise mit industriellen Recyclingkapazitäten in ganz Europa zu verbinden, verknüpft dieser vertikal integrierte Ansatz regulatorische Anforderungen mit den praktischen Herausforderungen der Sortierung, des Recyclings und der Bereitstellung hochwertiger Rezyklate.
Neue Anforderungen an Händler und Hersteller durch PPWR
Die PPWR stellt neue Anforderungen an Hersteller und Händler, unter anderem hinsichtlich Recyclingfähigkeit, Rezyklateinsatz, Wiederverwendung, Rückverfolgbarkeit und Datenaustausch. Gemeinsam haben Greendot und Léko die Absicht, Unternehmen über die Erfüllung ihrer EPR-Verpflichtungen hinaus zu unterstützen. Ziel ist es, sie beim Übergang zu stärker kreislauforientierten Verpackungslösungen und beim Zugang zu Rezyklaten für ihre Verpackungen zu begleiten. Dazu gehört auch, sie dabei zu unterstützen, verfügbare Anreize für den Einsatz von Rezyklaten zu nutzen. So soll der Ökobeitrag stärker zu einer Investition in zirkuläre Verpackungslösungen werden.
Die Beteiligung stärkt den Anspruch, Unternehmen einfache und integrierte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Verpackungskreislaufwirtschaft anzubieten. Diese verbinden EPR-Dienstleistungen, Recyclingexpertise und den Zugang zu Rezyklaten. Gleichzeitig wird die paneuropäische Plattform durch eine engere Verzahnung von EPR-Systemen und Materialströmen für das Recycling weiter ausgebaut. Die industrielle Expertise und das Recyclingnetzwerk ergänzen dabei die Position von Léko im französischen EPR-Markt. Gemeinsames Ziel ist es, regulatorische Anforderungen in konkrete, praxistaugliche Lösungen für die Verpackungswertschöpfungskette zu überführen.
Laurent Auguste, CEO von Greendot, kommentiert: „Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Meilenstein für Greendot und Léko. Insbesondere beim Kunststoffrecycling besteht in Frankreich noch Entwicklungspotenzial. Ich bin überzeugt, dass das Land gute Voraussetzungen mitbringt, um die PPWR-Ziele für 2030 zu erreichen. Dafür braucht es innovative, mitunter auch disruptive Lösungen und eine starke Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Das Team von Léko hat bereits gezeigt, dass neue Ansätze wichtige Impulse setzen können. Gemeinsam möchten wir diese Entwicklung weiter vorantreiben und praxistaugliche Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich schaffen.“