Größere Kapazität, geringerer Energieverbrauch
Händlmaier investiert in neue Hochleistungslinie für Senftuben
Der bayerische Senf- und Saucenspezialist Händlmaier modernisiert seine Verpackungsprozesse grundlegend: Am Standort Regensburg hat das Traditionsunternehmen rund 5 Mio. Euro in eine neue, hochautomatisierte Tubenabfüllanlage investiert.
Andreas Adam, Prokurist bei der Luise Händlmaier GmbH, und Produktionsleiter Alex Buschkow vor der neuen Händlmaier Tubenanlage (v.l.).
Händlemaier
Mit der neuen Linie steigert das Unternehmen die Jahreskapazität
auf 50 Mio. Tuben – und damit auf das Doppelte des bisherigen Output.
Die neue Anlage des schwedischen Maschinenbauers Norden
Machinery ergänzt die zwei bestehenden Tubenlinien auf dem 50.000 qm großen
Werksgelände. Nach nur vier Wochen Installationszeit steht nun einer der
modernsten Produktionsstränge im deutschen Marktsegment für Tubenabfüllung zur
Verfügung.
Die neue Tubenlinie ist vollständig automatisiert und
erfüllt die gewünschten technische Standards in puncto Füllgenauigkeit,
Prozesssicherheit und Wiederholbarkeit. Besonders im Fokus standen:
- Erhöhte Abfüllgeschwindigkeit durch optimierte Taktzahlen
- Präzisere Prozesssteuerung dank digitaler Überwachungssysteme
- Verbesserte Produktionssicherheit durch automatische Prüf- und Kontrollmechanismen
- Erweiterte Flexibilität, um unterschiedliche Tubenformate und Chargengrößen schneller umzustellen
Damit reagiert Händlmaier auf die anhaltend hohe Nachfrage
nach Senftuben im Einzelhandel. Die höhere Linienleistung ermöglicht kürzere
Lieferzeiten und steigert die Reaktionsfähigkeit auf Markt- und
Kundenanforderungen.
Nachhaltige Verpackungskonzepte im Fokus
Mit der Investition setzt Händlmaier bewusst auch auf
nachhaltigere Verpackungslösungen. Im Zuge der Modernisierung stellt das
Unternehmen bei den Tubenverpackungen auf Faserguss-Sockel um, ein
papierbasiertes, faserverstärktes Monomaterial.
Die Vorteile der neuen Verpackungskomponente laut Händlmaier:
- Verbesserte Recyclingfähigkeit der Gesamtverpackung
- Reduzierter Kunststoffanteil, da Styropor vollständig ersetzt wird
- Geringerer Carbon Footprint, unterstützt durch die nachhaltige Energieversorgung der Anlage
Zusätzlich arbeitet die neue Abfülllinie laut Unternehmen 30
% energieeffizienter als ältere Systeme. Betrieben wird sie zu 100 % mit
Ökostrom, unter anderem aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage, die 2025 in
Betrieb ging.
„Mit der neuen Tubenanlage investieren wir direkt in die
Zukunft unseres Standorts und unserer Marke“, sagt Franz Wunderlich,
Geschäftsführer der Luise Händlmaier GmbH. „Die modernisierte Technologie
ermöglicht uns höhere Kapazitäten, eine noch stabilere Produktqualität und mehr
Flexibilität – genau das, was es braucht, um in einem dynamischen Marktumfeld
langfristig erfolgreich zu sein.“