Köhlerpappen erfolgreich saniert und übernommen
Die traditionsreiche Köhlerpappen GmbH aus Gengenbach ist gerettet. Im Rahmen einer übertragenden Sanierung aus der Insolvenz haben die Unternehmer Christian und Yannic Geiger den Betrieb zum 1. Januar 2026 übernommen. Die rund 80 Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Seit mehr als 150 Jahren in Gengenbach: Köhlerpappen.
Koehlerpappen
Das berichten diverse Medien, darunter die „Schwarzwälder
Post“. Das über 150 Jahre alte
Unternehmen hatte im März 2025 zur Insolvenz angemeldet. Mit Hilfe des Sanierungsteams
der Wirtschaftskanzlei BSK Berbuer Speier Kuhn unter Leitung des gerichtlich
bestellten Insolvenzverwalters Dr. André Berbuer wurde das Unternehmen
tiefgreifend restrukturiert und ein tragfähiges Zukunftskonzept entwickelt.
Massenentlassungen, wie sie in ähnlichen Fällen oft unvermeidbar sind, wurden
vermieden.
Die Übernehmer bringen Erfahrung und Kontinuität: Christian
Geiger leitete über Jahrzehnte den Vertrieb des Unternehmens, sein Sohn Yannic,
studierter Betriebswirt mit Beratungserfahrung, übernimmt künftig den
kaufmännischen Bereich. Damit bleibt Köhlerpappen ein Ortenauer
Familienunternehmen.
Ein wichtiger Baustein der Sanierung: Das
Betriebsgrundstück wurde von der Stadt Gengenbach gekauft und langfristig an
die neue Köhlerpappen-Gesellschaft vermietet. So konnte langfristige
städtebauliche Planungssicherheit für die Stadt und deren Bürger geschaffen und
gleichzeitig der Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen verhindert
werden.
„Ich bin sehr zufrieden, dass wir dieses herausfordernde
Projekt binnen kurzer Zeit erfolgreich abschließen konnten“, betont
Insolvenzverwalter Dr. Berbuer. Sanierungsanwalt Basil Speier ergänzt: „Der
Erfolg ist dem Zusammenwirken aller Beteiligten zu verdanken – von der
Belegschaft über Kunden und Lieferanten bis hin zur Stadt Gengenbach.“
Köhlerpappen produziert hochwertige Pappen für die Verpackungs-
und Spieleindustrie und beliefert namhafte Kunden im In- und Ausland. Wie viele
Betriebe der Papierindustrie kämpfte Köhlerpappen zuletzt mit hohen
Energiekosten, volatilen Rohstoffpreisen und einer zeitweise stark rückläufigen
Nachfrage nach Verpackungen.