PET-Flasche mit weiterentwickelter Plasmax-Barrieretechnologie
Plasmax-Technologie von KHS weiter ausgebaut
KHS hat eine neue PET-Flaschenlösung für sauerstoffempfindliche Getränke vorgestellt. Die weiterentwickelte Plasmax-Barrieretechnologie soll den Produktschutz verbessern und gleichzeitig vollständig recyclingfähig bleiben.
Die Barriere eignet sich für sensible Produkte wie grüner Tee.
Die unter dem Namen KHS Supreme entwickelte
Verpackung basiert auf einer Weiterentwicklung der Plasmax-Barrieretechnologie,
die eine hauchdünne Siliziumoxid-Schicht auf die Innenwand der Flasche
aufbringt.
Das Unternehmen verweist auf Ergebnisse einer umfangreichen
Entwicklungsstudie, die den Einsatz insbesondere für Getränke wie Tee
adressiert. Die Plasmax-Schicht mit einer Dicke von unter 100 nm soll den
Inhalt vor Oxidation schützen und damit Veränderungen in Farbe, Geschmack und
Qualität über längere Zeiträume vorbeugen. Laut KHS kann dies die Haltbarkeit
der entsprechenden Produkte deutlich verlängern.
Die Technologie wird am Standort Hamburg weiterentwickelt,
der als Kompetenzzentrum für PET-Verpackungen fungiert. KHS setzt Plasmax seit
über zwei Jahrzehnten ein. Erste Anlagen kamen in den frühen 2000er‑Jahren im
Lebensmittelbereich zum Einsatz. Inzwischen wurde die Beschichtung laut
Unternehmen für Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 60.000 Flaschen pro
Stunde skaliert, ohne die Barrierewirkung zu beeinträchtigen.
Einsatz bei qualitätssensiblen Getränken
Nach Angaben von KHS eignet sich die Barriere insbesondere
für qualitätssensible Produkte wie grünen Tee, der in einigen Märkten hohe
Anforderungen an Stabilität und Produktschutz stellt. Das Unternehmen sieht
eine besondere Relevanz für Regionen, in denen Teegetränke traditionell eine
große Bedeutung haben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf der
Recyclingfähigkeit. Die Siliziumoxid-Schicht lässt sich im Recyclingprozess mit
Lauge entfernen, sodass das PET sortenrein bleibt. Damit unterscheidet sich die
Technologie von Additiven wie Scavengern, die im Recyclingprozess problematisch
sein können. Laut KHS ist die Beschichtung vollständig mit rPET kompatibel und
sowohl beim Einsatz recycelter Materialien als auch im nachgelagerten
Recyclingprozess unkritisch.