VDMA-Konjunkturabfrage

Leichtes Produktionsplus und positives Stimmungsbild

Die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen blicken nach einem volatilen Jahr 2025 mit vorsichtigem Optimismus auf 2026. Gleichzeitig wächst der Druck, strukturelle Nachteile am Standort Deutschland und Europa durch Reformen abzufedern.

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40 % der Hersteller bezeichnen ihre Lage als gut bis sehr gut, so der VDMA:

Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts erreichte die Branche 2025 einen Produktionszuwachs zwischen 2 und 3 %. Der Produktionswert lag bei rund 16,5 Mrd. Euro. Damit zählt der Fachzweig weiterhin zu den volumenstärksten Segmenten des deutschen Maschinenbaus.

Allerdings basiert das Plus vor allem auf dem hohen Auftragsbestand, mit dem viele Unternehmen in das Jahr gestartet waren. Der Auftragseingang selbst zeigte 2025 ein uneinheitliches Bild.

Stimmung bleibt robust

Vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte, schwankender Weltkonjunktur und verunsicherter Investitionsmärkte blieb der Auftragseingang 2025 sehr volatil. Unter dem Strich lag er preisbereinigt bei –0,5 % und damit nahezu auf Vorjahresniveau.

Die VDMA‑Konjunkturumfrage vom Januar 2026 zur Lage im vierten Quartal 2025 zeigt dennoch eine insgesamt robuste Stimmung:

  • 40 % der befragten Hersteller bewerteten ihre aktuelle Lage als gut bis sehr gut.
  • Nur 6 % sahen ihre Situation als schlecht.
  • Lediglich 10 % erwarten eine Eintrübung der Geschäftslage im ersten Halbjahr 2026.

Damit bestätigt sich die Einschätzung, dass die Branche trotz externer Belastungen auf einer vergleichsweise stabilen Basis steht.

Robuste Endmärkte und internationale Präsenz 

Anders als andere Maschinenbauzweige ist die Branche weniger von Strukturproblemen ihrer Abnehmerindustrien betroffen. Zwar sehen sich Hersteller von Lebensmitteln, Getränken und Pharmazeutika weiterhin mit hohen Energie‑ und Rohstoffpreisen konfrontiert, doch der Absatz ihrer Endprodukte ist in vielen Märkten weitgehend stabil. Investitionen in Verarbeitungs- und Verpackungstechnik bleiben daher notwendig.

Zudem sorgt die starke internationale Aufstellung der Unternehmen für eine wirksame Risikostreuung. Regionale Schwankungen im Investitionsverhalten können so abgefedert werden. In der VDMA‑Umfrage wurden die Geschäftsaussichten insbesondere in folgenden Regionen positiv bewertet:

  • Süd- und Mittelamerika
  • Afrika
  • Naher und Mittlerer Osten
  • Zentral- und Südasien

Viele dieser Volkswirtschaften verzeichnen ein kontinuierliches Wachstum ihrer Lebensmittel- und Getränkeindustrie – ein wesentlicher Treiber für Investitionen in moderne Verpackungs‑ und Prozesstechnologie.

Vor diesem Hintergrund prognostiziert der Fachverband für 2026 ein moderates Umsatzwachstum von rund 3 %.

Druck aus China nimmt weiter zu

Trotz der insgesamt guten globalen Absatzperspektiven verschärft sich der internationale Wettbewerb. Vor allem Hersteller aus China gewinnen zunehmend Marktanteile – sowohl über wettbewerbsfähigere Preise als auch über technologische Weiterentwicklungen.

Die deutschen und europäischen Anbieter sehen dadurch ihren technologischen Vorsprung zunehmend herausgefordert. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, richtet sich der Blick verstärkt auf die Standortbedingungen in Europa.

Bürokratie, Energie und Arbeit sind Kostentreiber

Viele Unternehmen berichten von strukturellen Nachteilen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Dazu zählen insbesondere:

  • überdurchschnittlich hohe Energiepreise,
  • hohe Arbeitskosten,
  • umfangreiche Bürokratie und komplexe Regulierung,
  • sowie insgesamt planungsunsichere Rahmenbedingungen.

Diese Faktoren erschweren es den Unternehmen, international wettbewerbsfähig zu kalkulieren und zu investieren. Der Fachverband fordert daher politische Reformen, um die langfristige Position europäischer Hersteller im globalen Wettbewerb zu sichern.