Investition in das Kerngeschäft Karton
MM übernimmt Recyclingkartonwerk Arnsberg von RDM
Die RDM Group trennt sich von ihrem Recyclingkartonwerk im nordrhein-westfälischen Arnsberg. Käufer ist MM Board & Paper, die Kartonsparte des österreichischen Verpackungskonzerns Mayr-Melnhof. Mit der Transaktion setzt RDM seine strategische Neuausrichtung fort, während MM sein europäisches Produktionsnetzwerk stärkt.
Die RDM Group verlegt den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in andere Bereiche und Märkte.
RDM Group
Die RDM Group hat eine Vereinbarung über den Verkauf ihres Geschäfts in Arnsberg an MM Board & Paper unterzeichnet. Die Transaktion erfolgt als Asset Deal und umfasst den Geschäftsbetrieb des Recyclingkartonwerks im Sauerland. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.
Das Werk Arnsberg zählt zu den etablierten Produktionsstandorten für Recyclingkarton in Europa. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von rund 230.000 t und ist insbesondere auf die Herstellung von Liner-Produkten spezialisiert. Kunden werden von dort aus europaweit beliefert.
Für die italienische RDM Group ist der Verkauf Teil einer strategischen Fokussierung ihres Portfolios. Das Unternehmen will seine Aktivitäten künftig stärker auf Geschäftsfelder und Märkte ausrichten, in denen es die größten Chancen für nachhaltiges Wachstum, Innovation und Wertschöpfung sieht. Finanzielle Details zur Transaktion wurden nicht veröffentlicht.
„Die Transaktion stellt einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie dar“, erklärt Michele Bianchi, CEO der RDM Group. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass MM Board & Paper die weitere Entwicklung des Standorts und seiner Belegschaft langfristig unterstützen werde.
Für Mayr-Melnhof ist die Übernahme eine Investition in das Kerngeschäft Karton. Durch die Integration des Werks in das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk erwartet MM erhebliche Synergien. Diese sollen den Turnaround des Standorts unterstützen sowie die Produktionsflexibilität, Versorgungssicherheit und das Produktangebot für Kunden verbessern. Zudem kündigte das Unternehmen an, sämtliche Beschäftigten des Werks zu übernehmen.