Mondi Frantschach

Mondi Frantschach investiert 20 Mio. Euro in nachhaltige Zellstoffproduktion. (Bild: Mondi)

„Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft rückt heute faserbasierte Produkte und Zellstoff mitten ins Rampenlicht. Holz ist nicht nur eine erneuerbare Ressource, sondern wir wissen auch, dass Papier das am häufigsten recycelte Material der Welt ist. So werden beispielsweise 74 Prozent des Papiers und 83 Prozent der papierbasierten Verpackungen in Europa recycelt. Die neuen Anlagenteile werden unsere Zellstoffproduktion noch effizienter und nachhaltiger machen. Durch die Modernisierung und Erweiterung der Eindampfanlage wird der ausgekoppelte Wärmeanteil erhöht - bei gleichzeitiger Reduktion der benötigten Frischdampf-Menge. Außerdem wird der chemische Sauerstoffbedarf der biologischen Abwasserkläranlage um 140 Tonnen pro Jahr reduziert“, erklärt Gottfried Joham, Geschäftsführer von Mondi Frantschach.

Ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung war die Notwendigkeit, Holz als Primärrohstoff optimal zu nutzen. „Holz ist einer der wichtigsten Rohstoffe für eine Zukunft, die auf nachwachsenden Rohstoffen und nicht auf fossilen Rohstoffen basiert, und Ressourceneffizienz ist ein ebenso wichtiger Aspekt. Wir sehen uns als Vorreiter in der Bioökonomie, indem wir beispielsweise den Anteil der Nebenprodukte aus der Zellstoffproduktion erhöhen.“ so Joham. In diesem konkreten Fall wird der Anteil von Tallseife, die beispielsweise bei der Herstellung von Lacken, Klebstoffen oder Folien zum Einsatz kommen kann, von derzeit 18 kg auf 35 kg per Tonne Zellstoff erhöht.
Mit der Errichtung der neuen Eindampfanlage wird ab sofort begonnen, die Inbetriebnahme erfolgt im Herbst 2023.

Mondi Frantschach produziert Kraftpapiere, die beispielsweise für Lebensmittel, Baustoffe und Futtermittel eingesetzt werden.

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