85 Beschäftigte sind betroffen

Papierfabrik Hainsberg ist erneut insolvent

Die Papierfabrik Hainsberg aus Freital ist erneut in finanzielle Schieflage geraten. Anfang Februar 2026 stellte das Unternehmen zum dritten Mal nach 2017 und 2023 einen Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren.

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Gegründet wurde Hainsberg bereits im Jahre 1838.

Am 5. Februar 2026 hat das Amtsgericht Dresden Dr. Susanne Berner von der Kanzlei Dr. Berner & Partner Rechtsanwälte PartG mbB zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Sie soll sich in den kommenden Wochen einen Überblick über die wirtschaftliche Lage verschaffen und prüfen, ob der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann. Erst im Sommer 2024 hatte die Papierfabrik ein umfangreiches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen. Damals galt der Neustart als gelungen, rund 100 Mitarbeitende waren weiterhin beschäftigt. Doch der erhoffte nachhaltige Turnaround blieb aus.

Nun, weniger als zwei Jahre später, steht das Unternehmen erneut vor einer ungewissen Zukunft. Die aktuelle Belegschaft von 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss um ihre Arbeitsplätze bangen.

Von Anfang an Recyclingpapier  

Die Papierfabrik Hainsberg wurde 1838 gegründet und zählt damit zu den ältesten Papierstandorten in Deutschland. Das Portfolio umfasst Druck-, Büro- und Verpackungspapiere, die ausschließlich aus Altpapier hergestellt werden. Mehr als die Hälfte der Produktion geht in den Export, vor allem in europäische Nachbarländer. Die Papiermaschine des Werkes verfügt über eine jährliche Kapazität von bis zu 40.000 Tonnen. Die Geschäftsführung liegt bei Dr. Dietrich Arnhold und Krystyna Saworska, die zugleich Gesellschafter des Unternehmens sind.

In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, ob der Betrieb stabilisiert und weitergeführt werden kann – oder ob die Papierfabrik zum dritten Mal innerhalb von neun Jahren einen langfristigen Ausweg aus der Krise finden muss. Für Freital ist die Entwicklung ein schwerer Schlag: Der Betrieb zählt laut diversen Presseberichten zu den industriellen Kernstandorten der Region.