mehrere Käseverpackungen und 2 Männer am Tisch

Die Käsespezialitäten wirken dank der neuen Verpackung noch wertiger. (Bild: Wildberg)

Der weltweit größte Absatzmarkt für Käse ist die EU. Hersteller aus verschiedenen Ländern werben mit ihren ganz eigenen Spezialitäten um die Gunst der Verbraucher. Doch ganz gleich ob kleiner Handwerksbetrieb mit regionalem Kundenkreis oder Käseproduktion in größerem Stil für den Export – um die Qualität von Käsespezialitäten auf ihrem Weg zum Endverbraucher sicherzustellen und die Produkte attraktiv und aufmerksamkeitsstark im großen Feld der Mitbewerber anzubieten, bedarf es einer passenden Verpackung. Hier sind die Lösungen ebenso vielfältig wie das Angebot im Käseregal.

Ein echter Spezialist auf diesem Gebiet ist der Maschinenbauer und Verpackungsexperte Sealpac. Mit seinen Hightech-Traysealern und Thermoformern hat sich das Oldenburger Unternehmen unter anderem auf die Bedürfnisse im Käsesegment eingestellt und bietet Produzenten verschiedene innovative Anwendungen. Sie sollen einen optimalen Produktschutz sowie effiziente Herstellung, vereinfachte Logistik und attraktive Präsentation unter einen Hut bringen und stehen laut Sealpac darüber hinaus für einen schonenden Einsatz von Ressourcen. Ein Beispiel dafür ist die Wildberg-Käserei.

Roland Rüegg
Für Firmeninhaber Roland Rüegg hat die Umstellung gleich eine Reihe Verbesserungen
gebracht. (Bild: Wildberg)

Materialsparende Thermoform-Verpackung

Die Käserei, ansässig im Schweizer Kanton Zürich, positioniert sich mit handwerklich hergestelltem Käse in etwa 25 verschiedenen Sorten im gehobenen Segment. Das Unternehmen produziert vornehmlich in kleineren Mengen für lokale Abnehmer, darunter Fachhändler und Feinkostgeschäfte. Die Produkte werden in Mengen von Kleinstportionen bis zum vollständigen Käselaib ausgeliefert. Käufer sind primär Konsumenten, die Wert auf bewusste Ernährung legen, handwerklich hergestellte Produkte bevorzugen und weniger preissensibel sind.

Die Kaufentscheidung fällt mit dem attraktiven Produktauftritt, den die Käserei durch eine passende Verpackung weiter aufwerten wollte. Wildberg entschied sich für einen Thermoformer Pro von Sealpac. Die kompakte Thermoformer-Serie ist auf kleine und mittelständische Betriebe zugeschnitten, denn sie bietet auf wenig Stellfläche große Flexibilität und volle Leistung. Die platzsparenden Anlagen, die sparsam mit dem Einsatz von Energie und Verbrauchsmaterial umgehen, sind modular aufgebaut: Die Basisanlage verarbeitet vollautomatisch verschiedene Hart- und Weichfolien im Vakuumprozess oder in reinen Versiegelungsanwendungen. Sie lässt sich durch verschiedene Module zur Herstellung moderner Verpackungslösungen wie Thermo-Skin oder Shrink-Style ergänzen.

Kürzere Umrüstzeiten

Inhaber Roland Rüegg beschreibt die Verbesserungen so: „Zuvor haben wir unseren Käse im vorgeformten Vakuumbeutel vertrieben. Die Verpackung sah nicht sehr professionell aus und benötigte sehr viel Kunststoff. Wir wünschten uns eine attraktivere, materialsparende Lösung – bei gleichzeitig effizienterem Verpackungsprozess.“ Mit dem Thermoformer Pro werden die Käsestücke nun ab Rolle mit einer transparenten Folie im Thermoformprozess verpackt. Die Anlage verarbeitet prozesssicher besonders dünne Folien, die sich gut bedrucken lassen, beispielsweise mit Produktinformationen wie dem Bio-Label oder einem Markenlogo. In der hochtransparenten Folie werden die verschiedenen Produkte ansprechend und appetitlich präsentiert. Die gute Peelfähigkeit der Verpackung bietet dem Endverbraucher zudem mehr Convenience.

Die Maschine ist mit einem Werkzeug-Schnellwechselsystem ausgestattet, welches die Umrüstzeiten stark verkürzt – genau richtig für die handwerkliche Käserei, die nun täglich zwei bis drei verschiedene Formate in schnellem Wechsel auf ihrer neuen Anlage produziert. Überhaupt ist der Zeitfaktor für den Betrieb von Roland Rüegg einer der entscheidenden Vorteile: „Unsere nach wie vor überwiegend handwerklichen Abläufe sind durch die technische Aufrüstung schneller geworden: Zum Verpacken von 1.000 Stück Käse benötigten wir früher fünf Personen mit jeweils vier Arbeitsstunden. Jetzt erreichen zwei Beschäftigte in nur einer Stunde die gleiche Menge. Das Verpacken ist damit zur Nebenarbeit geworden und wir können unser wertvolles Fachpersonal vor allem zur Käseherstellung einsetzen.“

Absatz spürbar gesteigert

An dem neuen Thermoformer schätzt er darüber hinaus das prozesssichere Handling und die gleichbleibend hohe Qualität jeder einzelnen Verpackung. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ist die Anlage aus Oldenburg ein Gewinn: Im Gegensatz zur vorherigen Beutellösung werden jetzt deutlich dünnere Folien eingesetzt, die viel Kunststoff einsparen und zudem auch den Platzbedarf für die Materiallagerung reduzieren.

Der Thermoformer Pro, mit der Wildberg nur eine Woche nach der Auslieferung dank des Sealpac-Supports schon in die Testphase gehen konnte, ist seit Juni 2023 in Betrieb. Die Resonanz des Handels auf die neuen Verpackungen der verschiedenen Wildberg-Käse ist äußerst positiv, wie Inhaber Roland Rüegg bestätigt: „Unsere handwerklichen Produkte werden unter großem Aufwand produziert. Die Verpackung muss den Wert des Lebensmittels angemessen darstellen und das Produkt erlebbar machen. Das ist uns mit der neuen Tiefziehmaschine sehr gut gelungen. Die Umstellung hat Aufmerksamkeit im Markt erregt und die noch ansprechendere Präsentation unserer Produkte hat den Absatz unserer hochwertigen Käse spürbar gesteigert. Die Zusagen und unsere Erwartungen in diesen nächsten Schritt wurden vollumfassend erfüllt.“

Packaging Machinery Conference

Logo der Packaging Machinery Conference
(Bild: Hüthig Medien)

Der deutsche Verpackungsmaschinenbau ist Weltklasse und konnte im Jahr 2023 wieder zweistellig beim Export zulegen. Trotzdem steht die Branche unter Druck: Auf nationaler Ebene beschäftigen die Unternehmen steigende Energiepreise und ein sich ständig verschärfender Fach- und Arbeitskräftemangel, global führen Konflikte und Protektionismus zu Investitionszurückhaltungen.

Und dies in einer Phase, in der aller Fokus auf Transformation liegen müsste: Digitalisierung und Nachhaltigkeit führen zu Veränderungen mit teils disruptivem Charakter.

Mit welchen Strategien und Geschäftsmodellen kann der Verpackungsmaschinenbau seine Spitzenposition halten und welche Rahmenbedingungen sind hierfür auf nationaler sowie europäischer Ebene nötig?

Seien Sie mit dabei, wenn Spitzenkräfte der Industrie und Experten am 11. und 12. Juni in München auf der Packaging Machinery Conference diese und weitere Fragestellungen diskutieren: https://www.packaging-machinery-conference.de/

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Unternehmen

SEALPAC GmbH

An der Kolckwiese 10
26133 Oldenburg
Germany