Pro-Carton-Studie 2026

Deutsche Verbraucher bevorzugen Karton

88 Prozent der deutschen Verbraucher würden bei identischem Produkt eine Kartonverpackung einer Kunststoffverpackung vorziehen. Gleichzeitig hat bereits jeder Dritte aufgrund von Verpackungsbedenken die Marke gewechselt. Das zeigt die aktuelle europäische Verbraucherumfrage 2026 von Pro Carton.

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Kein anderes Verpackungsmaterial schätzen die Deutschen so sehr wie Karton.

Die Wahl der Verpackung wird für Konsumenten zunehmend zum Kaufkriterium. Laut der aktuellen Studie „The Power of Packaging: What Makes European Consumers Trust, Stay or Switch?“ des europäischen Verbands der Karton- und Faltschachtelindustrie Pro Carton berücksichtigen % Prozent der deutschen Verbraucher die Klimaauswirkungen einer Verpackung vor dem Kauf. Bei der Materialpräferenz liegt Karton klar vorne: 88 % würden sich bei gleichem Produkt für Karton statt Kunststoff entscheiden.

Für die Studie wurden insgesamt 5.000 Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich befragt, darunter 1.000 Teilnehmer aus Deutschland.

Recyclingfähigkeit als wichtigstes Entscheidungskriterium

Besonders relevant ist für deutsche Verbraucher die Recyclingfähigkeit von Verpackungen. 64 % nennen die einfache Wiederverwertbarkeit als wichtigste Eigenschaft einer Verpackung. Damit liegt dieser Faktor deutlich vor Merkmalen wie dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe oder funktionalen Eigenschaften wie Wiederverschließbarkeit.

Auch beim Vertrauen in die Kreislauffähigkeit einzelner Materialien zeigt sich ein klares Bild: 86 % der deutschen Verbraucher halten Karton für gut recycelbar. Bei flexiblen Kunststoffen hingegen geben 60 %, nicht darauf zu vertrauen, dass diese tatsächlich recycelt werden.

Die Konsequenzen für Marken können erheblich sein. Laut Studie haben 34 % der Deutschen innerhalb der vergangenen zwölf Monate bereits eine Marke gewechselt, weil sie Bedenken hinsichtlich der verwendeten Verpackung hatten.

Nachhaltige Verpackungen stärken das Markenvertrauen

Verpackungen beeinflussen nicht nur Kaufentscheidungen, sondern auch die Wahrnehmung von Marken. Zwei Drittel der deutschen Verbraucher (66 %) geben an, dass nachhaltige Verpackungen ihr Vertrauen in eine Marke stärken. Deutschland erreicht damit gemeinsam mit Großbritannien den höchsten Wert innerhalb der untersuchten europäischen Märkte.

Gleichzeitig bleibt die Preisfrage relevant. 78 % der Befragten erklären, dass die gestiegenen Lebenshaltungskosten im vergangenen Jahr zu einem wichtigeren Thema geworden sind. Vor allem jüngere Konsumenten zeigen sich preisempfindlich: 67 % der 18- bis 29-Jährigen sagen, sie könnten sich einen Aufpreis für nachhaltigere Verpackungsalternativen nicht leisten.

Shrinkflation gefährdet die Kundenbindung

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Untersuchung betrifft die sogenannte Shrinkflation. Würde die Füllmenge eines Produkts reduziert, während Preis und Verpackung unverändert bleiben, würde jeder zweite deutsche Verbraucher nach einer Alternative mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Weitere 35 % würden direkt die Marke wechseln, während 26 % das Produkt gar nicht mehr kaufen würden.

Insbesondere ältere Konsumenten reagieren empfindlich auf solche Maßnahmen. Während 15 % der 18- bis 29-Jährigen das Produkt trotz geringerer Füllmenge weiterhin kaufen würden, liegt dieser Anteil bei den über 60-Jährigen lediglich bei fünf %.

Karton mit deutlichem Vertrauensvorsprung

Winfried Mühling, Director Marketing & Communications bei Pro Carton, sieht darin ein klares Signal an Markenhersteller: „Verbraucher wechseln Marken, verzichten auf Produkte und treffen bewusste Materialentscheidungen – Karton statt Kunststoff, recyclingfähig statt bequem. Käufer haben ein klares Verständnis dafür entwickelt, welchen Materialien sie vertrauen. Marken, die mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten haben, werden dies auch wirtschaftl

Details zur Studie finden sich auf der Website von Pro Carton.