Rohstoffe für Verpackungen sind knapp und teuer.(Bild: stock.adobe.com tota)
Hersteller von Packstoffen und Packmitteln klagen über eine schlechte Versorgungslage. Ob Kunststoffe, Holz oder Papier und Karton, die Hersteller der Verpackungbranche berichten von einer angespannten Rohstoffsituation und extremen Preiserhöhungen. Die neuesten Entwicklungen finden Sie in unserem ständig aktualisierten Ticker.
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Bundesvereinigung Logistik erwartet Störungen der Lieferketten bis Mitte 2023
Wellpappenindustrie meldet kräftiges Wachstum – bei gleichzeitig hohem Kostendruck
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13.04.2022 Die Wellpappenindustrie kann für ihren Absatz im zweiten Pandemiejahr 2021 mit einem Plus von 6,9 % zwar ein kräftiges Wachstum vermelden. Massiv gestiegene Papier- und Energiepreise setzen die Branche jedoch weiterhin unter extremen Druck und schmälern die Gesamtbilanz.
Auswirkungen des Ukraine-Kriegs: Steht die Palettenindustrie vor dem Stillstand?
06.04.2022 Die Produktion der Hersteller von Paletten könnte bald stillstehen. Ursache ist der Mangel an Nägeln, deren Stahl bisher vor allem aus Russland geliefert wurde.
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Ukrainekrieg verschlechtert Geschäftserwartung des BVDM
Branchenkonjunktur der Papier- und Folienverarbeitung 2021
25.03.2022 Die Papier, Karton, Pappe und Folien verarbeitende Industrie in Deutschland hat, nach den Rückgängen 2019 und 2020, 2021 wieder eine Umsatzsteigerung erzielen können. Der Kostendruck bleibt jedoch außergewöhnlich hoch.
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Hersteller von Kunststoffverpackungen melden Liquiditätsprobleme
Energiepreise und Lieferketten: VDMA senkt Produktionsprognose wegen Ukraine-Krieg
16.03.2022 Der Krieg in der Ukraine wird sich im Maschinen- und Anlagenbau deutlich auswirken. Laut aktueller Blitzumfrage des VDMA sehen 85 % der Firmen den Krieg als gravierendes oder merkliches Risiko für ihre Geschäfte. Der VDMA senkt daher seine Produktionsprognose für 2022 auf real plus 4 %.
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Papierknappheit: Intergraf schaltet EU-Kommission ein
VDW meldet hohen Kostendruck und Auslastung der Wellpappenindustrie
25.02.2022 Die Wellpappenindustrie kann für das dritte Quartal 2021 eine positive Absatzbilanz ziehen. Diese steht laut VDW allerdings weiterhin in einem Missverhältnis zu den Rohstoff- und Energiepreisen, die sich immer noch auf hohem Niveau bewegen.
Kunden sollten Bedarfe an Faltschachteln zukünftig realistischer planen
15.02.2022 In seiner neuen FFI Blitzumfrage gaben zwar knapp 90 % der teilnehmenden 40 Faltschachtelhersteller an, dass sich die Kommunikation in der Lieferkette gegenüber Vor-Corona-Zeiten deutlich verbessert hätte, allerdings trifft dies nicht auf alle Kunden zu.
Papierunternehmen unter Druck durch Energiepreis-Steigerungen
31.01.2022 In einer Blitzumfrage des Verbands der Papierindustrie gaben 80 % der Mitglieder an, von Preissteigerungen bei Strom und Gas stark belastet zu sein. Die Unternehmen sehen deshalb mögliche Investitionen in ihre Klimaneutralität gefährdet.
Actega kündigt Preiserhöhung für wasserbasierte Lacke an
21.01.2022 Actega, Hersteller von Speziallacken, Druckfarben, Klebstoffen und Dichtungsmassen für die Druck- und Verpackungsindustrie, kündigt mit Wirkung zum 1. Februar 2022 eine Preiserhöhung für wasserbasierte Lacke an.
Kunststoffverpackungs-Industrie muss Aufträge ablehnen
Blitzumfrage zum Rohstoffmangel in der Verpackungsindustrie
Die gegenwärtige Versorgungslage beziehungsweise die langen Lieferzeiten für Karton bleiben vermutlich noch für einige Zeit bestehen, wie der FFI aus einer aktuellen Blitzumfrage ableitet. Zur Entspannung der Situation können wesentlich die Kunden beitragen, indem sie ihre Forecasts zur tatsächlich benötigten Verpackungsmenge optimieren.
BVDM: Lieferengpässe trüben Unternehmenserwartungen ein
Marktentwicklung durch steigende Rohstoffkosten getrübt
25.04.2021 Die in Teilen positive Marktentwicklung der deutschen Papierindustrie nach dem Corona-Jahr 2020 wird durch fehlende Verfügbarkeit und steigende Kosten bei Rohstoffen und Transporten belastet. Das teilte der Verband Deutscher Papierfabriken bei der Vorlage seiner Bilanz für das 1. Quartal 2021 mit. Insgesamt blieb die Produktion der deutschen Papierindustrie auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Papiere und Karton für Verpackungen glichen mit einem Absatzplus von 6 Prozent den Absatzrückgang bei grafischen (minus 12,1 Prozent) und Hygienepapieren (minus 8,1 Prozent) weitgehend aus. Mit einem Absatzplus von 5 Prozent setzte sich auch die kleine Gruppe der technischen und Spezialpapiere positiv ab. Der Boom bei den Verpackungspapieren stützt sich vor allem auf die Wellpappenrohpapiere, bei denen die im vergangenen Jahr neu hinzugekommenen Kapazitäten problemlos vom Markt aufgenommen wurden. Hier wird die Nachfrage weiter vom E-Commerce getragen, der sich – bedingt durch Lockdown-Regelungen – weiter auf hohem Niveau bewegt.
„Am schlimmsten sieht es bei den Einkaufspreisen für Schnittholz aus“, erklärt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. „Preisangaben der Holzhändler seien meist nur 24 bis 48 Stun-den, maximal für eine Woche gültig. Ein Drittel der Unternehmen geben an, von geplatzten Lieferverträgen und Bestellungen betroffen zu sein.“ Weitere 15 % bestätigen, dass nicht nur Lieferverträge beziehungsweise Bestellungen, sondern auch Rahmenverträge einseitig gekündigt oder storniert werden. 90 % der Befragten berichten, dass bestimmte Sortimente nur noch eingeschränkt verfügbar seien, für 64 % sind einige Sortimente gar nicht mehr verfügbar. Bei 57 % der Unternehmen fehlen wichtige Sortimente im Lagerbestand ganz.
(Bild: IK)
IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen sieht Talsohle erreicht
14.05.2021 Die Lieferketten und Partnerschaften in der kunststoffverarbeitenden Industrie seit Jahresbeginn aufgrund fehlender Rohstoffe und sprunghaften Preissteigerungen massiv unter Druck. Die in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen organisierten Unternehmen melden nun das Erreichen eines Negativ-Plateaus. „Es scheint vorerst nicht noch schlimmer zu werden bei der Versorgung mit Kunststoffen. Bessere Nachrichten gibt es seitens der Hersteller von Kunststoffverpackungen aber leider nicht“, fasst IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann die Ergebnisse einer vierten IK-Blitzumfrage zusammen. „Derzeitige Liefer- und Produktionsprozesse werden gegenüber Anfang April als stärker eingeschränkt beschrieben. Für die nächsten drei Monate sehen unsere Unternehmen jedoch einer Seitwärtsbewegung auf einem sehr niedrigen Niveau entgegen.“
(Bild: HPE/Schulte Verpackungs-Systeme GmbH)
Holzpackmittelindustrie alarmiert: Exportwirtschaft und Inlandsversorgung in Gefahr
VDW meldet bis zu 60 % Preissteigerung bei Wellpappen-Rohpapier
27.07.2021 Unternehmen, die dem Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) angehören, melden starke Preissteigerungen bei Wellpappen-Rohpapier. Dieser Umstand setze die Hersteller unter Druck und bringe sie in „eine wirtschaftlich bedenkliche Situation.“Außerdem ist die Rohstoff-Knappheit der deutschen Industrie auch im Wellpappen-Sektor zu spüren, wodurch es zu langen Lieferzeiten kommt. Nach Einschätzung von Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des VDW, werden die Papierpreise sich jedoch in absehbarer Zukunft nicht entspannen. Da eine hohe Nachfrage nach Wellpappen-Verpackungen herrscht und der Verkäufermarkt daher auf Seiten der Wellpappen-Rohpapier-Anbieter ist. Für August seien laut Wolfrum bereits Preiserhöhungen von 20 Euro/t Papier angekündigt, dementsprechend intensiv verliefen derzeit die Gespräche mit Kunden.
Aktuelle Preisentwicklung Verpackungsrohstoffe
20.08.2021 Die Verknappung und damit verbundene Preissteigerung über alle Packmittel-Rohstoffe hinweg beschäftigen die Verpackungsindustrie nun bereits seit vielen Monaten. In unseren Infografiken zeigen wir die Entwicklungen auf.
Da ein Bild oft mehr als 1.000 Worte sagt, finden Sie in der Folge derer gleich vier, die die Entwicklung der Preise über den zeitlichen Verlauf darstellen.
Hubergroup erhöht Preise aufgrund von Anstieg der Rohstoff- und Transportkosten
IPV meldet Mangel an Rohstoffen – vor allem im Bereich Kunststoff
08.03.2021 Die Rohstoffverknappung im Kunststoffbereich hat die Verpackungsbranche kalt erwischt. Das ergab eine Kurzumfrage des Industrieverbands Papier- und Folienverpackung (IPV) am 4. März 2021. Im Ergebnis: Die Schwierigkeiten der Versorgung waren so nicht vorhersehbar. Mehr als 85 Prozent der Mitgliedsbetriebe des IPV bezeichnen die aktuelle Versorgungslage mit Kunststoffen als schlecht, die Hälfte sogar als sehr schlecht. Die Kosten für die Materialbeschaffung seien bereits enorm gestiegen; vor allem Granulate und Folien. Preissteigerungen von 60 Prozent beispielsweise bei OPP-Folien, seien derzeit kein Ausreißer.